Digitalisierung, Internationalisierung sowie Wissens- und Technologietransfer – das sind die Schwerpunkte der neuen Zielvereinbarungen für die Jahre 2019 bis 2021, die Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler heute (08.03.) gemeinsam mit den Präsidentinnen und Präsidenten der 20 Hochschulen in staatlicher Verantwortung unterzeichnet hat.

„Die Zielvereinbarungen bilden nachvollziehbar ab, in welchen Themenfeldern wir gemeinsam mit den Hochschulen in den nächsten Jahren vorankommen wollen“, sagt Thümler. „Der Abschluss mehrjähriger strategischer Zielvereinbarungen ist ein wesentliches Instrument moderner Hochschulsteuerung. Die Gespräche waren geprägt von einer Diskussionskultur auf Augenhöhe. Das ist wichtig, denn wir wollen starke, autonome Hochschulen in Niedersachsen.“

Ehrgeizige Ziele

„Die Hochschule Osnabrück setzt sich mit der Vereinbarung insbesondere in den gesellschaftlich so wichtigen Bereichen Studienerfolg, Digitalisierung, Transfer und Innovation, Akademisierung der nichtärztlichen Gesundheitsberufe und der Internationalisierung für die kommenden Jahre ehrgeizige Ziele“, unterstreicht Hochschulpräsident Prof. Dr. Andreas Bertram.

Auch der Vorsitzende der Niedersächsischen Hochschulkonferenz, Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich, zeigte sich mit dem Ergebnis der Gespräche zufrieden: „Die Sicherung der Grundfinanzierung und die Fortentwicklung des Hochschulpaktes 2020 zählen zu den besonders wichtigen Ergebnissen. Und mit Digitalisierung und Transfer werden zentrale Handlungsfelder bearbeitet.“

Risiko und Potenzial der Digitalisierung

Mit der Schwerpunktsetzung auf die Digitalisierung sollen sowohl Forschung als auch Lehre in diesem Bereich weiter ausgebaut werden. „Die Digitalisierung ist ein gesamtgesellschaftlicher Wandlungsprozess. Die Potenziale, aber auch die Auswirkungen und Risiken dieser Entwicklung, gilt es zu erforschen. Gleichzeitig braucht Niedersachsen eine zeitgemäße, um digitale Elemente angereicherte Hochschullehre, um als Studienstandort attraktiv zu bleiben“, betont Thümler. „Mit der Verankerung in den Zielvereinbarungen wollen wir die im vergangenen Jahr gestartete Digitalisierungsoffensive für die Bereiche Wissenschaft und Forschung konsequent weiterentwickeln.“

Internationaler Fokus

Gleichzeitig sollen die Hochschulen in ihren Bemühungen um Internationalisierung und länderübergreifende Kooperationen, vor allem im Hinblick auf Europa, gestärkt werden. „Unsere Universitäten und Hochschulen brauchen die Freiheit, dort zu kooperieren – regional, thematisch oder institutionell –, wo sie für sich einen wissenschaftlichen Mehrwert sehen“, so der Minister. „Ziel muss die Stärkung der europäischen Identität sein – durch grenzüberschreitende wissenschaftliche Zusammenarbeit und die Mobilität von Menschen.“

Intensiviert werden soll außerdem die Vernetzung mit Wirtschaft und Gesellschaft. Thümler: „Der Schlüssel für eine dauerhafte Wohlstandssicherung ist Innovation durch Wissens- und Technologietransfer. Die Hochschulen sind der Motor für diese Entwicklung. Gleichzeitig tragen sie auch gesellschaftliche Verantwortung. Hier gilt es für die Hochschulen, sich noch stärker zu öffnen.“

Überprüfbare Ziele

Mit den Zielvereinbarungen legen Hochschulen und Wissenschaftsministerium für den Vertragszeitraum individuelle, konkrete und überprüfbare Entwicklungsziele in unterschiedlichen Themenfeldern fest. Die Zielvereinbarungen werden auf Gegenseitigkeit geschlossen und verpflichten beide Seiten zur Erfüllung der gemeinsamen Ziele.

Das Land Niedersachsen und alle 20 Hochschulen in staatlicher Verantwortung unterzeichneten die neuen Zielvereinbarungen. Foto: Stefan Koch