Nahezu zeitgleich mit der letzten Ratssitzung, in der von der Regenbogenkoalition die Teilnahme an einem Tempo 30 Modellversuch auf dem Wall, der Martinistraße und der Iburger Straße beschlossen wurde, berichtete die Oldenburger Onlinezeitung (OOZ) darüber, wie und wo Tempo 30 in der Huntestadt umgesetzt wird.

Erneut können die Osnabrücker feststellen, dass die Oldenbürger – bei nahezu gleicher Stadtgröße und ähnlichen Problemstellungen – vieles anders machen.



So berichtet die OOZ, dass die Stadt Oldenburg aktuell zahlreiche Tempo-30-Bereiche vor insgesamt 17 Schulen und Kindertagesstätten einrichtet.
Die Geschwindigkeitsreduzierungen sind von montags bis freitags jeweils auf die Zeit von 7 bis 17 Uhr begrenzt und je nach Örtlichkeit auf eine Länge von höchstens 300 Metern beschränkt.

Hier geht es zum Artikel der Oldenburger Onlinezeitung.

Neuregelung der StVO macht es möglich

Möglich wird die Maßnahme durch eine Änderung der Straßenverkehrsordnung, nach der die Geschwindigkeit im unmittelbaren Bereich von an Straßen gelegenen Kindergärten, Kindertagesstätten, Krippen und Horten, allgemeinbildenden Schulen, Förderschulen für geistig oder körperlich behinderten Menschen, Alten- und Pflegeheimen oder Krankenhäusern in der Regel auf 30 Stundenkilometer zu beschränken ist. Nach Angaben der Oldenburger Onlinezeitung sind die Voraussetzungen, dass die Einrichtungen über einen direkten Zugang zur Straße verfügen oder im Nahbereich der Einrichtungen starker Ziel- und Quellverkehr herrscht.

Mit dieser Gesetzesänderung wird den Kommunen ein Instrumentarium an die Hand gegeben, um verantwortungsvoll zu prüfen, in welchen Fällen diese Anordnungen in Betracht kommen, um einerseits schwächere Verkehrsteilnehmer zu schützen, andererseits den Verkehrsfluss nicht übermäßig zu beeinträchtigen, wie es nach Ansicht vieler Kritiker jetzt in Osnabrück geplant ist.

In Osnabrück zahlreiche Schulen direkt an Hauptverkehrsstraßen

Ohne den politisch und verwaltungstechnisch Verantwortlichen vorgreifen zu wollen, mit dem Ratsgymnasium (Wall), der Domschule (E-M-Remarque-Ring), der BBS Westerberg (Natruper Straße) oder der BBS am Schöneberg (Iburger Straße) gibt es auch in Osnabrück einige Schulen, vor denen es oft auch zu riskanten Konflikten zwischen PKW und Schülern kommt und wo ein auf wenige hundert Meter begrenztes Tempolimit durchaus Sinn machen und Leben retten könnte.

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