Die Dance Company des Theaters Osnabrück hat gemeinsam mit dem Theater aan de Rijn und der ArtEZ University im niederländischen Arnheim eine millionenschwere Interreg-Förderung erhalten. Bis 2028 wollen die drei Partner ein umfangreiches Tanzprojekt realisieren, das ihre unterschiedlichen künstlerischen Stärken verbindet und den europäischen Gedanken im Kulturbereich sichtbar macht.
Sechs Großprojekte in zwei Jahren
Unter dem Leitmotiv „Ein bürgernahes Europa“ entstehen in den kommenden Spielzeiten insgesamt sechs große Vorhaben. Dazu zählen eine gemeinsame Produktion mit dem Theater aan de Rijn für junges Publikum, eine umfangreiche Europa-Inszenierung mit der ArtEZ University sowie ein Rechercheprojekt in Arnheim und Osnabrück. Hinzu kommen weitere künstlerische Produktionen, Vermittlungsformate und Gastspiele.
Festivals als Höhepunkt 2027
Für das Jahr 2027 planen die Partner zwei große Tanzfestivals – eines in Arnheim, eines in Osnabrück. Beide sollen unterschiedliche Schwerpunkte setzen und das gemeinsame Arbeiten über nationale Grenzen hinweg für ein breites Publikum erfahrbar machen.
Stimmen aus der Künstlerischen Leitung
„Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit den Partnern aus Arnheim. Mit der ArtEZ arbeiten wir bereits seit 2023 vertrauensvoll in der Nachwuchsausbildung zusammen. In unserer Antragsphase haben wir dann auch das Team des Theater aan de Rijns sehr gut kennengelernt und glauben, dass die drei Visionen und Stärken sich hervorragend ergänzen und uns neue künstlerische Perspektiven eröffnen werden“, so die Tanzdirektion Britta Aliena Horwath und László Nyakas.
Auch Intendant Ulrich Mokrusch betont die Bedeutung der Förderung: „Die Company arbeitet bereits seit vielen Jahren erfolgreich international. Dass wir nun durch solch ein Projekt, unsere internationale Arbeit auszubauen und grenzübergreifend Synergien und schaffen können, freut mich enorm.“
1,4 Millionen Euro für europäische Kulturarbeit
Die drei Häuser haben ein Gesamtvolumen von 1.419.840,29 Euro beantragt – und vollständig bewilligt bekommen. Mit der Förderzusage beginnt nun unmittelbar die Planung der sogenannten Stadsateliers, die als erstes Modul des Projekts umgesetzt werden.