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Streusalz im Winter: Wo es in Osnabrück verwendet werden darf

📍Ort des Geschehens: Osnabrück (Gesamtstadt)

Wenn Eisregen und Schnee Straßen und Gehwege in gefährliche Rutschbahnen verwandeln, stellt sich jedes Jahr dieselbe Frage: Darf Streusalz eingesetzt werden oder nicht? Während Hamburg neue Wege geht, bleibt Osnabrück bei einer bestehenden, differenzierten Regelung.

Hamburg als Sonderfall

Die Diskussion bekam neuen Schwung, weil Hamburg den Einsatz von Streusalz neu geregelt hat. Dort ist Streusalz für Privathaushalte grundsätzlich gesetzlich verboten. Allerdings können Ausnahmen zugelassen werden – allerdings nur über eine so genannte Allgemeinverfügung. Genau diesen Schritt hat die Hansestadt nun vollzogen, um bei bestimmten Wetterlagen handlungsfähig zu bleiben.

So ist es in Osnabrück

Auch in Osnabrück hat man sich mit dem Hamburger Vorgehen beschäftigt. Stadtsprecher Simon Vonstein erklärt dazu auf Anfrage unserer Redaktion: „Es gibt dort (…) die Möglichkeit, Ausnahmen zuzulassen, wofür es eine Allgemeinverfügung braucht. Diesen Weg ist Hamburg jetzt gegangen.“ Der entscheidende Unterschied: Osnabrück braucht keinen Erlass, weil Ausnahmen längst geregelt sind. Grundsätzlich gilt in der Friedensstadt, dass mit abstumpfenden Mitteln wie Splitt, Sand oder Blähton gestreut werden soll. Der Einsatz von Streusalz ist in der Straßenreinigungsverordnung zwar verboten, jedoch nicht ausnahmslos.

Wo Gefahr droht, darf Salz eingesetzt werden

Die Stadt erlaubt Streusalz nämlich an besonders gefährlichen Stellen. Dazu zählen etwa Treppen, Rampen sowie starkes Gefälle oder steile Anstiege. Auch bei außergewöhnlichen Witterungsverhältnissen wie Eisregen darf ausnahmsweise zu Salz gegriffen werden.

Weil diese Ausnahmen bereits fest in der Osnabrücker Verordnung verankert sind, sieht die Stadt keinen Bedarf für eine zusätzliche Allgemeinverfügung – anders als in Hamburg. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet das: klare Regeln, aber genug Spielraum, um bei Glätte die Sicherheit nicht aus dem Blick zu verlieren.


 
Dominik Lapp
Dominik Lapp
Dominik Lapp ist seit 2023 Redaktionsleiter der HASEPOST. Der ausgebildete Journalist und Verlagskaufmann mit Zusatzqualifikation als Medienberater, Social-Media- und Eventmanager war zuvor unter anderem als freier Reporter für die Osnabrücker Nachrichten, die Neue Osnabrücker Zeitung und das Meller Kreisblatt sowie als Redakteur beim Stadtmagazin The New Insider und als freier Autor für verschiedene Kultur-Fachmagazine tätig. Seine größte Leidenschaft gilt dem Theater, insbesondere dem Musical und der Oper, worüber er auch regelmäßig auf kulturfeder.de berichtet.
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