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Stadt Osnabrück rechtfertigt Jugendbefragung im Stadtteil Schinkel mit provokantem Titel

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Buersche Straße in Osnabrück Schinkel

Die Stadt Osnabrück wählte für eine Jugendbefragung den Titel „Schinkel asozial? #NOFRONT“. Dafür gab es viel Kritik, die SPD Schinkel beklagte die Verwendung des Klischees des „asozialen Schinkels“. Jetzt rechtferigen sich die Verantwortlichen:

Vergangene Woche stellte das Integrationsmanagement von Heinz Fitschen Haus und AWO zusammen mit Streetworkern und der Stadt Osnabrück die Ergebnisse einer Jugendbefragung vor, die im Stadtteil Schinkel durchgeführt wurde. Den provokanten Titel „Schinkel asozial? #NOFRONT“ entwickelten Jugendliche, um ihre eigene Altersgruppe zum Mitmachen zu animieren. Das führte unter einigen alteingesessenen Schinkelanern zu Irritationen, trotz des relativierenden, aber nicht unbedingt für jeden zu verstehenden, Begriffs „No Front“. Für die Kinder und Jugendlichen ab elf Jahren sei die Bezeichnung „No Front“ laut der Verantwortlichen geläufig. Sie werde verwendet, wenn eine kritische Aussage nicht verletzend gemeint ist und nicht persönlich genommen werden soll. Bei den 167 Befragten löste der Titel keinerlei Irritationen aus.

Beteiligung von Kindern und Jugendlichen

Da die Umfrage als Beteiligungsprojekt mit Kindern und Jugendlichen umgesetzt wurde, begleitete das Integrationsmanagement und das Team Streetwork die Jugendlichen bei der gemeinsamen Entwicklung von Inhalten und der sprachlichen Umsetzung. Es ging aber nicht darum, die Ergebnisse in eine „Erwachsenensprache“ zu übersetzen. „Das müssen wir Erwachsenen aushalten, dass junge Menschen manchmal anders miteinander kommunizieren, und wenn wir etwas nicht verstehen, können wir fragen. Insofern erfolgte die Umfrage im Bewusstsein der provokanten Fragestellung selbstverständlich mit voller Unterstützung der Stadt“, sagt Kerstin Schlüter, Leiterin des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familien.

Abwertung nicht beabsichtigt

„Der Schinkel ist ein bunter, lebenswerter und lebendiger Stadtteil mit vielen Kulturen und Religionen. Es ist ein junges, familiäres Quartier mit vielen Kindergärten, Schulen und gut besuchten Freizeiteinrichtungen. Eine Abwertung des Stadtteils oder seiner Bewohnerinnen und Bewohner war zu keinem Zeitpunkt Inhalt oder Ziel der Umfrage. Das zeigt auch das Fragezeichen im Titel – es handelt sich weder um Behauptungen noch um Feststellungen“, ergänzt Erster Stadtrat Wolfgang Beckermann, Vorstand Bildung, Kultur und Familien, abschließend.

PM
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