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Stadt Osnabrück rechnet mit „deutlichen Mehraufwendungen“ für Energie ab 2024

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In einer Mitteilungsvorlage teilte die Stadtverwaltung zur Ratssitzung am Dienstag mit, wie sich die steigenden Energiekosten auf den städtischen Haushalt auswirken werden.

Die Anfrage wurde von der CDU-Ratsfraktion gestellt und die von der Verwaltung genannten Zahlen in der unserer Redaktion vorliegenden Mitteilungsvorlage verwundern auf den ersten Blick. Die von der Verwaltung erwarteten Preissteigerungen liegen noch weit unter denen, die auf die Privathaushalte schon im Laufe dieses Jahres zukommen.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) erwartet in einer aktuellen Studie für Privathaushalte eine Verdoppelung der Heizkosten bereits in diesem Jahr.

Stadt sicherte sich gegen höhere Wärmekosten bis 2023 ab

Für den „Bereich Wärme“ bestehen für die städtischen Gebäude für 2022 und 2023 jedoch noch feste Preisbindungen, sodass hier erst einmal keine Auswirkungen erwartet werden. Anders beim Strom, wo ein kostendämpfender Effekt durch die Senkung der EEG-Umlage in die Prognose miteinberechnet wird. Insgesamt erwartet die Stadtverwaltung 2022 Mehrkosten für Strom und Wärme in einer Größenordnung von 1,3 Millionen Euro, was etwa einem Plus von 24% gegenüber dem Planansatz entspricht.

Im Jahr 2023 wird bereits mit einer Steigerung von +43% gerechnet, etwa 1,8 Millionen Euro mehr als im Haushaltsplan vorgesehen. Ab 2024 wird dann „mit deutlichen Mehraufwendungen für den Bereich Energie“ gerechnet.

Um diesen Kostensteigerungen aktiv entgegenzuwirken, wird ein Ausbau der Photovoltaik, vermehrter Einsatz regenerativer Energien und die weitere energetische Sanierung städtischer Gebäude geprüft. Zu einem erhöhten Mehraufwand bei den Energiekosten könnte auch der Ganztagesanspruch bei den Grundschulen führen.

Stadtwerke erwarten deutliche Mehrkosten für Straßenbeleuchtung

Während die Kosten für die Gebäude der Stadt erst mit Verspätung ansteigen, wird die Straßenbeleuchtung bereits in diesem Jahr um rund 1,66 Mio. Euro teurer. Aufgrund der Vertragsgestaltung mit der Stadt werden die finanziell in schwere Schieflage geratenen Stadtwerke davon nur 0,24 Mio. Euro direkt an die Stadt weitergegeben werden können.
Die Stadt Osnabrück als alleinige Gesellschafterin der Stadtwerke wird indirekt aber die gesamten Mehrkosten für die Straßenbeleuchtung zahlen. Auffällig bei diesem Kostenpunkt ist, dass die Energieprofis offenbar kein Risikomanagement betrieben haben und besonders schwer von den aktuellen Preissteigerungen an den Energiemärkten getroffen wurden.

Um lediglich 130.000 Euro werden die erhöhten Gaspreise in diesem Jahr bei den Bädern der Stadtwerke zu Buche schlagen. Eine erneute Preiserhöhung der Bäder werde, so die Angaben der Stadtwerke gegenüber den Ratsmitgliedern, jedoch derzeit geprüft.

Flughafen FMO hat sich gegen Preissteigerungen abgesichert

Anders als die Stadtwerke hat sich der Flughafen FMO die Gaspreise für das komplette Jahr 2022 gesichert. Dort erwartet man zumindest im laufenden Jahr keine negativen Effekte im Wirtschaftsplan.

OPG denkt über Preissteigerung für Ladestationen nach

Die Stadtwerke-Tochter OPG erwartet lediglich Mehrkosten in Höhe von 1,7%, allerdings seien schon Preisanpassungen für die Kunden der OPG-Ladestationen „durchdacht“.

Zoo will höhere Preise mit aktuell höherem Besucherandrang kompensieren

Vor dem Hintergrund starker Besuchersteigerungen erwartet der Zoo Osnabrück, dass Kostensteigerungen im Bereich Energie von etwa 150.000 Euro in diesem Jahr „ohne Probleme“ kompensiert werden können.

Während die Angaben der anderen städtischen Beteiligungen kommentarlos an die Ratsmitglieder weitergeleitet wurden, sieht das Beteiligungsmanagement der Stadt Osnabrück die Aussage des Zoos, dass Energiepreissteigerungen ohne Gegenleistung kompensiert werden können, „kritisch“.



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