Wie hoch sind die Schulden der Stadt Osnabrück pro Einwohner? Wie viele sozialversicherungspflichtig Beschäftigte leben in den Stadtteilen der Friedensstadt? Wie lang ist die Warteliste auf einen Kita-Platz? Antworten auf diese und viele weitere Fragen bietet das neue Kommunale Statistik- und Monitoringportal Osnabrück (KOSMOS), das die Stadt eingerichtet hat.

Bislang veröffentlichte die Stadt diese datenschutzrechtlich unbedenklichen Informationen erst auf Nachfrage oder in verschiedenen Publikationen. Jetzt öffnet sie ihren Datentresor und veröffentlicht eine umfangreiche Datensammlung zu so unterschiedlichen Themen wie der Bevölkerungsstruktur, dem Arbeitsmarkt, der Mobilität, dem Umweltbewusstsein und vielem mehr. „KOSMOS dient einerseits der Vernetzung innerhalb der Verwaltung, andererseits schaffen wir so Transparenz als Basis für gesellschaftliche Entscheidungsprozesse“, sagt Frank Westholt vom Team Strategische Stadtentwicklung und Statistik.

Für Innovationen ein Potenzial

Auch für Innovationen bieten offene Daten ein enormes Potenzial. Anwender können die vorliegenden Daten nun analysieren und auswerten, in Anwendungen aufarbeiten und veredeln sowie durch Visualisierungen oder auf Karten darstellen. Oft bekommen die Daten so erst einen konkreten Nutzwert für Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft ebenso wie für die interne Verwendung durch die Verwaltung selbst. „Hier liegt ein enormes Potenzial, die Verwaltung nach innen und außen zu öffnen“, sagt Westholt. „Zudem vereinfacht KOSMOS die Zusammenarbeit der Verwaltung über Zuständigkeitsgrenzen hinweg.“

KOSMOS als dynamisches System

Im KOSMOS können Nutzer sowohl Daten zur Gesamtstadt als auch zu den einzelnen Stadtteilen abrufen. Mit wenigen Klicks lässt sich eine dynamische Karte mit eigenen Einteilungen oder ein Diagramm erstellen. Auch wie sich Zahlen über einen Zeitraum hinweg entwickeln, können Anwender sich ansehen und die Daten als Grafik oder Excel-Datei herunterladen. „Die intuitive Bedienbarkeit war ein zentrales Ziel bei der Gestaltung des Kartendienstes“, betont Westholt.

KOSMOS ist als dynamisches System angelegt. Die Verwaltung wird es in den kommenden Monaten und Jahren um weitere Daten ergänzen. Den Auftakt macht das Zielmonitoring, die vollständige Datensammlung zur Dokumentation des Weges hin zu den Strategischen Stadtzielen 2020. Der bereits veröffentlichte Monitoringbericht 2017 wird hiermit auf einen Katalog von fast 500 Kennzahlen ergänzt, die sich bis zu fünf Jahre rückwirkend darstellen lassen. Einige dieser Kennzahlen bieten nicht nur Einblicke in die Gesamtstadt, sondern auch in die Struktur in den einzelnen Stadtteilen.

Zu finden ist KOSMOS unter www.osnabrueck.de/Statistik.