Aktuell Stadt arbeitet an Übergangslösung für KiTa-Plätze

Stadt arbeitet an Übergangslösung für KiTa-Plätze

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Die Eltern von 330 Kindern haben sich bis zum 4. Juni beim Familien- und Kinderservicebüro der Stadt Osnabrück gemeldet, weil sie noch ein Betreuungsangebot – Krippe, Kindertagespflege oder Kindergarten – für ihr Kind suchen. 89 dieser Kinder konnte die Stadt bis zu diesem Zeitpunkt vermitteln.

Diese und weitere Zahlen zu dem Thema wird Marcus Luttmer, Leiter des Fachdienstes Kinder, in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am heutigen Mittwoch, 5. Juni, um 17 Uhr in Raum 717/718 des Stadthauses 1 erläutern.
Es bleiben also 241 Kinder, denen noch kein Platz vermittelt werden konnte. Fünf von ihnen ziehen erst noch nach Osnabrück und gehen somit vorerst nicht in die Planung ein.

Mehrere Lösungsvorschläge

Für alle anderen arbeitet die Stadt derzeit intensiv an Übergangslösungen. „An sieben Standorten sind wir bereits in der konkreten Planung“, erklärt Luttmer. Dabei geht es um die geschlossene Eisdiele am Östringer Weg im Stadtteil Haste, die Kita Schatzkiste im Stadtteil Dodesheide, den Hof Entrup im Stadtteil Schinkel, die Apostel-Kirchengemeinde im Stadtteil Sutthausen, die Grundschule sowie St. Wiho im Stadtteil Hellern und die Kita im Landwehrviertel im Stadtteil Atter. Für eine achte Übergangslösung prüft die Stadt zudem Flächen im Stadtteil Schinkel. Die sieben bereits konkret geplanten Übergangslösungen würden insgesamt 230 Kindern Platz bieten.

Osnabrück wächst

124 der Kinder ohne Krippen- oder Kitaplatz sind unter drei Jahre alt, 112 sind drei Jahre oder älter. Dafür, dass es in diesem Jahr so viele Kinder sind, hat die Verwaltung drei Ursachen ausgemacht. „Osnabrück wächst“, erklärt der Fachdienstleiter. So ist die Anzahl der Kinder im Alter von einem bis unter sechs Jahren höher als in den vergangenen Jahren. Der zweite Punkt ist der steigende Bedarf und der damit verbundene Anstieg an integrativen Gruppen. So sind in einer Kindergartengruppe in der Regel 25 Kinder. Sobald aber Kinder mit einem Handicap darunter sind, dürfen einer Gruppe nur noch 18 Kinder angehören. Mit jeder integrativen Gruppe fallen also sieben Kindergartenplätze weg. „Wir sprechen hier von 41 Gruppen für Kinder ab drei Jahren“, so Luttmer. Der dritte Punkt ist die flexible Einschulung. 168 Kinder, die aufgrund ihres Geburtsdatums zum 1. August dieses Jahres eingeschult werden könnten, besuchen bis dahin noch ein weiteres Jahr den Kindergarten.31 dieser Kinder sind Integrationskinder, bei 137 von ihnen machen die Eltern Gebrauch vom Recht auf eine flexible Einschulung.

Sprunghafter Abstieg der Familien

Die drei Gründe haben zu einem sprunghaften Anstieg an Familien geführt, die zunächst keinen Krippen- oder Kitaplatz gefunden haben. Zum Vergleich: Während sich in diesem Jahr 330 Familien an das Familien- und Kinderservicebüro gewandt haben, waren es 2018 nur 114 und 2017 lediglich 31. Eltern, die nach einem Krippen- oder Kitaplatz suchen, und die sich noch nicht beim Familien- und Kinderservicebüro gemeldet haben, empfiehlt Luttmer, dies zu tun.

Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten gibt es im Internet unter www.osnabrueck.de/kinder/familien-und-kinderservicebuero.


PM
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