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Sport im Berufsalltag: Körperfreunde in Osnabrück machen Arbeitnehmer fit

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(von links) Patrick Jochmann (Geschäftsführer), Marie Bäumker (Betriebliche Gesundheitsmanagerin) und Nina Nöll (Marketing und Sales) sind Teil des Teams der Körperfreunde. / Foto: Groenewold

Durch die Corona-Pandemie und die Zeit im Homeoffice sind viele Arbeitnehmer von Rückenschmerzen oder eingeschränkter Mobilität betroffen. Die Körperfreunde, ein Fitness Start-Up aus Osnabrück, möchten Abhilfe schaffen und bieten neben Freizeitkursen und Personal Training auch Betriebssport an, um Kollegen gemeinsam zum Sport zu motivieren.

Automatisch gespeicherter Entwurf

Die Körperfreunde kooperieren beispielsweise mit der Firma Hellmann Worldwide Logistics. In Betriebssport-Challenges werden die Mitarbeiter jede Woche zu sportlicher Aktivität motiviert. Die Körperfreunde möchten sich dabei von klassischen Betriebssportangeboten abgrenzen: „Im Kern handelt es sich bei unserem Angebot genauso um betriebliches Gesundheitsmanagement. Wir haben aber ein frisches, modernes Konzept und sprechen die Teilnehmer ganz anders an. So bieten wir zum Beispiel nicht Rückengymnastik, sondern ein Workout-After-Work an“, erzählt Patrick Jochmann, Gründer der Körperfreunde. „Auch unsere Location hier im Lauten Speicher sieht nicht unbedingt wie ein klassisches Gesundheitszentrum aus. Zudem haben wir hier anderes Equipment wie zum Beispiel Kettle Bells (Kugelhanteln) oder Seile. Klassische Geräte wie Pezzi-Bälle oder Terra-Bänder sucht man hier vergeblich.“

Spaß am Sport vermitteln

Ganz im Sinne des Namens „Körperfreunde“ steht der Spaß an der Bewegung sowie das Gemeinschaftsgefühl im Vordergrund: „Wir haben uns nicht ’10 Kilos in 10 Wochen‘ oder sonst irgendein sportliches Ziel auf die Fahnen geschrieben, sondern wollen Freude an Bewegung vermitteln. Außerdem kommt bei uns auch eine soziale Komponente mit ins Training. Gerade durch die Corona-Pandemie haben viele Menschen gemerkt, dass dieses Gemeinschaftsgefühl beim Sport fehlt“, sagt Jochmann. „Es gibt tatsächlich Mitarbeiter in Firmen, die während der Corona-Pandemie eingestellt worden sind, und ihre Kollegen nur digital kannten. Da ist der Betriebssport eine gute Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen. In der Gemeinschaft kann man sich auch besser zum Sport motivieren. Wenn der Sport Spaß macht, kommen die Leute gerne wieder und bringen vielleicht noch weitere (Körper-)Freunde mit.“

Studio der Körperfreunde im Lauten Speicher am Hafen in Osnabrück. / Foto: Groenewold
Studio der Körperfreunde im Lauten Speicher am Hafen in Osnabrück / Foto: Groenewold

Studio im Lauten Speicher

Unter dem Motto „Sport. Egal. Wo.“ sind die Körperfreunde im Jahr 2014 an den Start gegangen, damals noch mit einem mobilen Konzept: „Wir haben einen Pick-Up mit Fitness-Equipment vollgepackt und sind dann in die Stadtteile und zu den Firmen gefahren. Der Wunsch nach einer festen Location hat sich jedoch in den Jahren verstärkt. Wir brauchten einen Ort, an dem das Training bei jeder Wetterlage, ob Schnee oder Gewitter, stattfinden kann“, erläutert Jochmann. „Es war gar nicht so einfach, eine Location zu finden, die zu uns passt. Diese hier war dann Liebe auf den ersten Blick. Der Raum hat fast schon Museumscharakter und passt in die urbane Gegend.“

Die Treppe – Eine erste Herausforderung

Automatisch gespeicherter Entwurf

Die Location an sich ist bereits eine sportliche Challenge, da sich das Studio im fünften Stock befindet. „Die vielen Stufen die Treppe hinauf sind schon eine erste Herausforderung. Die Teilnehmer können aber auch gleich Verbesserungen feststellen, wenn sie nach Wochen des Trainings weniger außer Atem sind, wenn sie im fünften Stock ankommen“, erläutert Nina Nöll, die seit April 2022 bei den Körperfreunden arbeitet. Damit die vielen Stufen leichter von der Hand gehen, hängt in jedem Stockwerk ein lustiger Motivationsspruch. Auch die Geräte wurden alle bewusst ausgewählt: „Zu jedem Tool gibt es eine Geschichte. Wir haben uns immer überlegt, ob das Gerät hier in den Raum passt und ob es die Leute motiviert.“

Motivation für den Gang in den fünften Stock. / Foto: Groenewold
Motivation für den Gang in den fünften Stock / Foto: Groenewold

Übungen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Mit dem breiten Angebot sollen sowohl junge, als auch ältere Leute angesprochen werden. „Wir haben hier weniger Geräte, als man in einem klassischen Fitnessstudio erwarten würde. Dafür bieten wir ein breiteres Angebot an Übungen an. Unseren Trainern geht die Fantasie nicht aus, der Raum und die Geräte bieten viel Inspiration“, sagt Jochmann. So sei auch für jedes sportliche Level etwas dabei. „Wir können sehr gut auf die Bedarfe von Einzelnen reagieren. Wir haben für jede Übung mindestens zwei bis drei Variationen, die verschiedene Schwierigkeitsgrade darstellen – da ist für jeden die passende Intensität dabei.“

Weitere Informationen über das Angebot der Körperfreunde sind unter www.koerperfreunde.de zu finden.

Wibke Groenewold
Wibke Groenewold
Wibke Groenewold ist seit dem Frühjahr 2022 im Team der Hasepost und unterstützt die Redaktion als Praktikantin.
 

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