Foto: Olaf Scholz, über dts
Berlin (dts) – SPD-Vizeparteichef Olaf Scholz sieht eine mögliche Urwahl eines Kanzlerkandidaten skeptisch. In Ausnahmefällen könne er sich auch eine Urwahl vorstellen, sagte Scholz dem “Redaktionsnetzwerk Deutschland”. “Wenn Sie mich fragen, ob ich generell eine Urwahl des Spitzenkandidaten befürworte, lautet meine Antwort: Nein”, so Scholz.
In den USA ließe sich beobachten, wohin eine Politik führe, bei der allein Geld über die Chancen bei Vorwahlen entscheiden würde. “Da ist mir unser System sehr viel lieber”, so der SPD-Vizeparteichef. Zuvor hat er persönlich Verantwortung für den Zustand seiner Partei übernommen. “Niemand, der in den vergangenen Jahren Verantwortung hatte, kann so tun, als sei er nicht dabei gewesen”, sagte Scholz.