Aktuell SPD Osnabrück kritisiert Werbung von Schrotthändler als sexistisch

SPD Osnabrück kritisiert Werbung von Schrotthändler als sexistisch

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Die Werbung des Schrotthändlers Münz & Söhne sorgt für Kontroversen.

Das Werbeplakat des Osnabrücker Schrotthändlers „Münz & Söhne“ sorgt in der Lokalpolitik für Wirbel. Die Osnabrücker SPD spricht von „unsachlichem Sexismus“.

„Die Werbung des Osnabrücker Schrotthandel Münz und Söhne ist aus Sicht der Osnabrücker SPD zu Recht vom Deutschen Werberat als sexistisch gerügt worden. Sich räkelnde, nackte Frauen in Verbindung mit Schrottentsorgung – „für große und kleine Mengen“ zu bringen ist aus unserer Sicht nicht zu tolerieren“, verdeutlichen Susanne Hambürger dos Reis, SPD-Fraktionsvorsitzende, und Julia Schwanholz, Vorsitzende der Osnabrücker Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF), in einer gemeinsamen Pressemitteilung. „In diesem Zusammenhang möchten wir aber auch betonen, dass eine immer mal wieder durchgeführte Einzelbetrachtung dieses Themas, nämlich dann, wenn es Beschwerden gibt, nicht in der Sache zielführend ist. Anstatt einzelne Unternehmen herauszupicken, sprechen wir uns dafür aus, grundsätzlich sexistische, herabwürdigende Werbung aus dem öffentlichen Raum zu verbannen. Vor allem Frauen werden dabei – bewusst oder unbewusst – abgewertet und diskriminiert“, so die beiden SPD-Sprecherinnen.

Deutliche Kritik Oberbürgermeisterkandidat von Frank Henning

Auch der der Landtagsabgeordnete und designierte Oberbürgermeisterkandidat Frank Henning kritisiert die Aktion mit deutlichen Worten: „Die Werbung der Firma Münz & Söhne ist unsachgemäß, sexistisch und aus der Zeit gefallen, vor allem entspricht eine solche Werbung nicht einem modernen und zeitgemäßen Frauenbild in einem Oberzentrum wie Osnabrück. Die Antwort von Geschäftsführer Philipp Münz auf die Frage, warum ein Recyclingunternehmen eigentlich mit spärlich bekleideten Models werbe, es ginge ihm darum, den Nachschub zu sichern, finde ich schockierend und entlarvend zugleich, denn der Begriff Nachschub im Zusammenhang mit nackten Frauen suggeriere dem Betrachter die sexuelle Verfügbarkeit von Frauen“, kritisiert der SPD-Landtagsabgeordnete. Weiter führt Henning aus: „Ich frage mich allerdings auch, welches Männerbild Herr Münz hier eigentlich im Kopf hat. Als wenn sämtliche Handwerker sabbernd hinterm Steuer sitzen, um angelockt von nackten Frauen den Schrotthandel Münz & Söhne anzusteuern, um dort Altmetalle und Schrott zu verkaufen. Dieses Bild wird weder dem modernen Mann gerecht, noch passt es in die gesellschaftliche Realität des Jahres 2021 und ist aus meiner Sicht zutiefst frauenverachtend. Ich kann Herrn Münz nur auffordern, derartige Werbung schleunigst zu entfernen.“

Anstößige Werbung verhindern

Susanne Hambürger dos Reis und Julia Schwanholz wünschen sich politische Konsequenzen: „Wir sehen hier die Stadt Osnabrück in der Pflicht, Vorkehrungen zu treffen und Instrumente zu entwickeln, die es von Vornherein verhindern oder zumindest erheblich erschweren, dass anstößige Werbung in Osnabrück überhaupt sichtbar wird. Eine Möglichkeit könnte eine sogenannte ´Werbewatchgroup´ sein, wie sie bereits z.B. in Wien initiiert wurde. Die Gruppe von ausgewiesenen ExpertInnen beobachtet und beurteilt die Werbelandschaft, ist Anlaufstelle für BürgerInnen und Unternehmen und hat damit auch präventive Wirkung. Ein mögliches Modell auch für unsere Friedensstadt.“

 



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PM
Täglich erreichen uns dutzende Pressemitteilungen, von denen wir die auswählen, die wir für unsere Leser für relevant und interessant halten. Sofern möglich ergänzen wir die uns übermittelten Texte. Sofern nötig kürzen wir allzu werberische Aussagen, um unsere Neutralität zu wahren. Für Pressemitteilungen der Polizei gilt: diese werden bei Fahndungsaufrufen oder Täterbeschreibungen grundsätzlich nicht gekürzt.

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