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Sparkassen-Präsident: Weitere Filialen werden geschlossen

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Foto: Sparkasse, über dts

Berlin (dts) – Viele Sparkassen in Deutschland werden in den nächsten Jahren ihr Filialnetz weiter ausdünnen. Seit dem Jahr 2017 ging die Zahl der Sparkassen-Filialen um 490 auf heute bundesweit 13.016 Filialen zurück: „Ich rechne damit, dass die Zahl zwar noch weiter abnimmt, das Tempo hat sich aber schon deutlich verlangsamt“, sagte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Helmut Schleweis, der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Montagsausgabe). Auf die Frage, wie viele Sparkassen-Filialen noch geschlossen werden, sagte Schleweis: „Das hängt ausschließlich davon ab, wo und auf welchem Weg die Kunden zu uns kommen wollen.“

In Lebensentscheidungen wie einer Baufinanzierung wolle auch eine Mehrheit der jungen Leute persönlich beraten werden. „Dafür werden die wenigsten nach meiner Überzeugung künftig einen Robo-Advisor nutzen“, so Schleweis. Im Kampf gegen neuen Wettbewerber wie Google und Apple gerade im Zahlungsverkehr wollen die Sparkassen das Girokonto zu einer „umfassenden Finanzplattform“ ausbauen. „Auf dieser Finanzplattform können Kunden alle Konten und künftig sehr viele andere wirtschaftliche Vorgänge managen“, sagte Schleweis der FAZ. Der Sparkassenpräsident zeigte sich zuversichtlich, noch in diesem Jahr auch Apple-Usern Lösungen zum Bezahlen anbieten zu können. Dazu seien die Sparkassen in „guten Gesprächen“ mit dem US-Technologiekonzern. Die Politik aber müsse dafür sorgen, dass große Technologieunternehmen aus den USA und China ihre IT-Systeme öffneten, damit kooperiert werden könne und nicht Monopole entstünden. Ob die Sparkassen selbst auch eine zentrale Online-Bank brauchen, hält Schleweis für „eine wichtige strategische Frage“, die aber noch in der Sparkassengruppe diskutiert werden müssen. Priorität hat für den Sparkassen-Präsidenten derzeit die Zusammenlegung von Landesbanken zu einer Sparkassen-Zentralbank in alleinigem Besitz der Sparkassen. „In guten Zeiten mit ordentlichen Gewinnen konnten wir uns Ineffizienzen leisten. Heute geht das nicht mehr“, sagte Schleweis. Den Bundesländern, denen die Landesbanken heute in der Regel zusammen mit regionalen Sparkassen gehören, rät Schleweis, sich auf ihre Förderbanken wie die NRW-Bank oder die L-Bank in Baden-Württemberg zu konzentrieren. „Ich glaube, jetzt kommt die Zeit, um die Sparkassen-Zentralbank zu verwirklichen“, sagte Schleweis der FAZ.

dts Nachrichtenagentur
Ein Artikel der Nachrichtenagentur dts.

 

 

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