# Spanien klagt mutmaßlichen Mörder von Frankfurter V-Mann an Datum: 12.09.2025 08:35 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://www.hasepost.de/spanien-klagt-mutmasslichen-moerder-von-frankfurter-v-mann-an-632794/ --- Die spanische Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen 34 Jahre alten Deutschen wegen des mutmaßlichen Mordes an einem V-Mann der Frankfurter Polizei erhoben. Dem Mann werden zudem die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung und illegaler Waffenbesitz vorgeworfen; der Fall datiert auf Juni 2022 in Marbella. Grundlage sind Auszüge aus der Anklageschrift, aus der die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) zitiert. ## Vorwürfe und Hintergründe Die spanische Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen den mutmaßlichen Mörder des V-Manns der Frankfurter Polizei, Tolga S., erhoben. Gemeinsam mit drei Komplizen soll der 34 Jahre alte Deutsche das Opfer im Juni 2022 im Süden Spaniens erschossen haben, wie aus der Anklageschrift hervorgeht, aus der die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) zitiert. Außerdem werfen die Ankläger ihm die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung sowie illegalen Waffenbesitz vor. Das Opfer, der 33 Jahre alte Serbe Aleksandar K., war in einer Ferienanlage in Marbella tot aufgefunden worden. Wie Ermittlungen sowie mehrere Gerichtsprozesse daraufhin zeigten, war er bis zu seinem Tod in den internationalen Rauschgifthandel verwickelt. Zugleich hatte er über Jahre als Informant für das Polizeipräsidium Frankfurt gearbeitet. Der Mord sorgte auch in Deutschland für Schlagzeilen. ### Ablauf der Tat laut Anklage Gemeinsam mit seinen Komplizen, schreibt der spanische Staatsanwalt laut FAZ in seiner Anklage, die vom 31. Mai dieses Jahres datiert, bislang aber noch nicht öffentlich bekannt war, sei Tolga S. „kriminellen Aktivitäten“ nachgegangen, in deren Verlauf es Probleme mit Aleksandar K. gegeben habe. Deshalb seien die Männer übereingekommen, einen Anschlag auf ihn zu verüben. Sie trafen ihn demnach am Nachmittag des 29. Juni 2022 vor dem Ferienappartement in Marbella und betraten es zusammen. Drinnen schlugen die Angeklagten, so die Staatsanwaltschaft, dann auf Aleksandar K. ein und fesselten ihn an einen Stuhl. Schließlich schossen sie, so die Anklage, dreimal auf ihr Opfer. Die Schüsse trafen Aleksandar K. in die Brust, den Hals und den Kopf. „Er habe keine Chance gehabt, sich dagegen zu wehren, zitiert die FAZ aus der Anklage.“ ### Festnahmen und Verfahren Der mutmaßliche Mörder Tolga S. wurde im Frühjahr 2024 in der Türkei festgenommen und an Spanien ausgeliefert. Seither sitzt er dort in Untersuchungshaft. Ein mutmaßlicher Mittäter, Muhamed Said Ö., befindet sich nach Informationen der FAZ in Deutschland im Gefängnis. Er wurde kürzlich vom Landgericht Köln wegen Drogenhandels zu knapp zehn Jahren Haft verurteilt. Die spanischen Behörden haben laut dem Bericht der FAZ seine Auslieferung beantragt. Zwei weitere Verdächtige, die in der spanischen Anklageschrift ebenfalls genannt werden, sind demnach untergetaucht. Einen Anwalt von Tolga S. in Spanien konnte die Zeitung nicht ausfindig machen. Der deutsche Anwalt von Muhamed Said Ö. wollte sich auf Anfrage der Zeitung nicht zu den Vorwürfen äußern. Die Staatsanwaltschaft Marbella fordert in ihrer Anklageschrift eine lebenslange Freiheitsstrafe für Tolga S. Außerdem solle er die Angehörigen des Opfers entschädigen – mit je 45.000 Euro für den Vater und die Mutter, sowie 100.000 Euro für die Ehefrau von Aleksandar K. Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, 12. September 2025 08:35. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück