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Sozialsenatorin verteidigt Kirchen gegen Klöckners Kritik

Im Streit um das politische Engagement der Kirchen hat Berlins Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) nach der Kritik der Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) die Rolle der Kirchen in der Gesellschaft verteidigt. Während Klöckner eine Zurückhaltung der Kirchen in der Tagespolitik forderte, betonten Politiker verschiedener Parteien die Bedeutung kirchlichen Engagements für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Auch innerhalb der CDU gibt es dazu unterschiedliche Ansichten.

Kritik an Klöckners Aussagen zur Rolle der Kirchen

Cansel Kiziltepe (SPD), Sozialsenatorin von Berlin, bezog nach der Kritik von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) klar Position für die Kirchen. „Wenn Julia Klöckner meint, die Kirchen sollten sich weniger in die Tagespolitik einmischen, dann verkennt sie völlig, wie sehr das soziale und gesellschaftliche Leben – gerade hier in Berlin – vom kirchlichen Engagement lebt“, sagte sie dem „Spiegel“.

Sie führte weiter aus: „Wer Armut bekämpft, Geflüchtete integriert, Pflege leistet und sich für sozialen Zusammenhalt einsetzt, handelt nicht parteipolitisch, sondern verantwortungsvoll“, so die Sozialdemokratin. Gerade in diesen Zeiten, in denen rechte Kräfte die Gesellschaft spalteten, brauche es starke Stimmen für Zusammenhalt. „Wer dieses Engagement als störend empfindet, sollte sich vielleicht die katholische Soziallehre genauer ansehen“, sagte Kiziltepe.

Unterstützung für die Kirchen aus der EU-Politik

Auch der EU-Grünenpolitiker Erik Marquardt stellte sich hinter die Kirchen und kritisierte Klöckner. „Besonders als Bundestagspräsidentin sollte man Kritik am politischen Umgang mit den Schwächsten ernst nehmen und nicht wegwünschen“, sagte Marquardt. Klöckner solle sich „ab und zu mit christlichen Werten und ihrer politischen Umsetzung“ befassen.

Widerspruch aus den Reihen der CDU

Verteidigung für Klöckners Vorstoß kam hingegen vom CDU-Abgeordneten Christoph Ploß. „Immer mehr Menschen wenden sich von den Kirchen ab, wenn sie zu politischen Institutionen mit linksgrünem Anstrich mutieren“, sagte Ploß. „Eine Kirche sollte keine SPD 2.0, Grüne 2.0 oder CDU 2.0 sein und muss selbstverständlich auch nicht immer sagen, was uns Christdemokraten gefällt, aber derzeit geben sich viele Kirchenvertreter eher wie linksgrüne Parteipolitiker“, beklagte er.

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mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet
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Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.
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