Osnabrück Sonnenschein im Zoo Osnabrück: Servalnachwuchs von Zootierarzt untersucht

Sonnenschein im Zoo Osnabrück: Servalnachwuchs von Zootierarzt untersucht

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Der Anfang August 2020 im Zoo Osnabrück geborene Servalnachwuchs ist vom Zootierarzt untersucht worden. Dabei wurde nicht nur das Geschlecht festgestellt, sondern das Jungtier hat auch einen Namen bekommen. Wer in den Herbstferien den Zoo besucht, kann sich außerdem auf die täglich stattfindenden „Zoo-Lights“ freuen.

Anfang August hat das Serval Weibchen Nahla Nachwuchs bekommen, nun wurde das Jungtier erstmals vom Zootierarzt untersucht. Das zwei Kilogramm schwere Tier mit den für Servale typischen dunklen Flecken im hellen Fell wurde geimpft, entwurmt und hat einen Mikrochip eingesetzt bekommen, wie auch bei Haustieren oder Pferden üblich. „Mit dem Chip lässt sich auch bei späteren Untersuchungen genau feststellen, um welches Tier es sich handelt, welches Geschlecht es hat und ob eine Krankheitsgeschichte vorliegt“, erklärt Zootierarzt Jannis Göttling vom Zoo Osnabrück. Das Jungtier sei jedoch gesund und gut genährt. „Nach der Kotuntersuchung wissen wir dann auch abschließend, ob die Entwurmung erfolgreich war“, so Göttling weiter.

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Entwurmung, impfen und chippen – das Servaljungtier „Kianga“ bleibt beim Besuch des Tierarzt recht friedlich. / Foto: Zoo Osnabrück, Lisa Simon.

Bei der Untersuchung ist auch das Geschlecht der Katze identifiziert worden: Das Jungtier ist ein Weibchen und so hat es direkt einen Namen bekommen: „Kianga ist ein afrikanischer Name und steht für Sonnenschein“ freut sich Wolfgang Festl, Tierpfleger und Revierleiter der Afrika-Tierwelt „Takamanda“. Der Name steht auch für das muntere Gemüt Kiangas, die bereits viel im Gehege umherläuft und schon häufig dabei beobachtet wurde, wie sie an der Fensterscheibe mit Besuchern spielt. „Vielleicht ist sie nach der Untersuchung etwas zurückhaltender, aber in wenigen Tagen kann man sie bestimmt wieder munter spielen sehen“, verrät Festl.
Wer Kianga im Zoo Osnabrück beobachten möchte, sollte sich jedoch nicht zu viel Zeit lassen, denn im Frühjahr wird Kianga in einen anderen Zoo umziehen, um ihre eigene Familie zu gründen. In welchem Zoo sie zukünftig leben wird, steht aber noch nicht fest.

Nächstes Jahr wird erneut Nachwuchs erwartet

Servale, die in der Wildnis Einzelgänger sind, können in menschlicher Obhut in gut strukturierten Gehegen auch als Paare zusammenleben. „Dabei bekommen sie in der Regel jährlich Nachwuchs“ erklärt Wolfgang Festl. Auch Kiangas Eltern, die fünf Jahre alte Nahla und der zehn Jahre alte Tano, konnten schon mehrfach Jungtiere großziehen. „Wenn der Nachwuchs da ist, zieht sich Tano zurück und lässt Nahla mit dem Nachwuchs alleine“, so Festl weiter. In den ersten Wochen werden die Jungtiere dann von der Mutter gesäugt und bekommen feste Nahrung vorgekaut, bevor sie eigenständig fressen können.

„Zoo-Lights“ in den Herbstferien sogar täglich

Wer Kianga im Zoo beobachten möchte, hat derzeit die Möglichkeit den Besuch mit einem besonderen Erlebnis zu verbinden. In den Herbstferien leuchten seit Freitag und bis zum 24. Oktober 2020 die „Zoo-Lights – Geheimnisvolle Lichterwelten“ täglich statt nur freitags und samstags. Ab 17:30 Uhr erstrahlt der Zoo in besonderem Licht. Die Wege werden von bunten Strahlern und Lichtschläuchen erhellt und am Wegesrand, in Bäumen und im Dickicht sind bunt leuchtende, große Tierfiguren zu entdecken. Dieses Jahr beinhaltet die Lichtsafari erstmalig Klanginseln, die ein noch eindrucksvolleres Erlebnis versprechen, und einen Rundgang durch „Takamanda“. Nach den Herbstferien können die „Zoo-Lights“ noch am 30. und 31. Oktober besucht werden.

Die „Zoo-Lights“ leuchten in den Herbstferien nun täglich im Zoo Osnabrück (ab 17:30 Uhr). / Foto: Zoo Osnabrück, Hanna Räckers.

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