Es ist kein Geheimnis: In den letzten Jahren ist die Anzahl der Unfälle mit und durch Smartphone-Nutzer extrem angestiegen. Viele, gerade junge Menschen, schreiben Nachrichten, spielen Spiele, oder hören Musik und vernachlässigen dabei zunehmend den Verkehr um sich herum.

In China tritt man dem smartphone-bedingten Verletzungsrisiko jetzt mit so genannten „Smombie-Spuren“ entgegen, wie das Newsportal iFun unter Bezugnahme auf die BBC berichtet.

Bei „Smombie-Spuren“ handelt es sich um farblich abgegrenzte Abschnitte des Fußweges, welche die Benutzer sicher von A nach B geleiten soll. So können die handybegeisterten Chinesen gleichzeitig nach unten auf ihren Display schauen und dabei den neuen Markierungen folgen. Das soll verhindern, dass Unfälle durch Unaufmerksamkeit entstehen.

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Smartphone im Straßenverkehr große Gefahr

Zugegeben, die meisten Smartphone-Unfälle schaden nur dem Ego des Verursachers. Oftmals sieht es sogar ziemlich lustig aus, wenn Menschen beim Tippen gegen Pfeiler laufen, über ihre eigene Füße stolpern, oder in die falsche Straße abbiegen. Doch manchmal kann die Unachtsamkeit auch wirklich gefährlich werden. Eine Studie der DEKRA ergab, dass rund 8% der Fußgänger in Deutschland ihr Handy beim Überqueren der Straße nutzen. Zunehmend werden die Smartphone-Nutzer angefahren, oder sogar überfahren. Die „Smombie-Spuren“ sollen Zusammenstöße verhindern, ohne das Verhalten der Fußgänger zu ändern.

Wir fragen unsere Leser

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Auch ein Modell für Osnabrück?

In Osnabrück nutzt man bereits Piktogramme, um den Verkehr sicherer zu machen. In der Lotterstraße, wo kein eigener Radstreifen existiert, markieren weiße Fahrradsymbole auf der Fahrbahn die gemeinsame Nutzung der Straße. Sind also „Smombie-Spuren“ auch eine Option für Osnabrück? Was meinen Sie: Sind solche Spuren sinnvoll? Oder sollte man eher das Fehlverhalten der Fußgänger angehen?

Begriffserklärung Smombie: Smombie setzt sich aus den Worten „Smartphone“ und „Zombie“ zusammen und beschreibt Menschen, die ihren Blick ständig auf ihr Handy gerichtet haben.
Im Jahr 2015 war „Smombie“ das Jugendwort des Jahres.