# Siemens Energy hält trotz Verlusten an Windkraftsparte fest Datum: 17.01.2026 11:51 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://www.hasepost.de/siemens-energy-haelt-trotz-verlusten-an-windkraftsparte-fest-677086/ --- Siemens-Energy-Chef Christian Bruch erteilt Forderungen von Aktionären nach einer Abspaltung der verlustreichen Windkraftsparte Siemens Gamesa eine Absage. Stattdessen setzt der Vorstandschef auf einen laufenden Turnaround und betont die Bedeutung der Windenergie als Zukunftstechnologie. Zugleich dringt er auf mehr Tempo beim geplanten Bau neuer Erdgaskraftwerke in Deutschland und fordert rasche Ausschreibungen. ## Bruch setzt auf Turnaround bei Siemens Gamesa Christian Bruch, Vorstandschef des Münchner Energietechnikkonzerns Siemens Energy, weist Forderungen von Aktionären nach einer Abspaltung der verlustreichen Windkraftsparte Siemens Gamesa zurück. „Eine Abspaltung jetzt würde die Probleme nicht lösen. Windenergie bleibt eine wichtige Zukunftstechnologie“, sagte Bruch der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Zwar prüfe Siemens Energy alle Geschäftseinheiten auf Profitabilität. Aber die Windkraftsparte Siemens Gamesa sei derzeit „mitten im Turnaround“. Das Geschäft zu stabilisieren habe jetzt Priorität. „Dann entscheiden wir über Optionen“, sagte Bruch. Ein aktivistischer Investor und Siemens-Energy-Aktionär hatte im Dezember die Abspaltung von Siemens Gamesa gefordert. Bruch sagte dagegen jetzt der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“, die Sparte habe „spürbare Fortschritte“ erzielt. „Das Ziel lautet, 2026 den Break-even zu erreichen, also ein Ergebnis an der Gewinnschwelle“, sagte er. ### Forderung nach Tempo beim Kraftwerksbau Der Siemens-Energy-Chef forderte zugleich von der Bundesregierung mehr Tempo beim geplanten Bau von Dutzenden neuer Erdgaskraftwerke in Deutschland. „Es ist gut, dass die Bundesregierung mit der Europäischen Kommission eine Einigung erzielt hat. Fakten schafft das aber noch keine. Es muss jetzt zügig weitergehen, die Ausschreibungen müssen zeitnah kommen, damit die Kraftwerksbetreiber und auch wir Kapazitäten planen können.“ Deutschland dürfe beim Bau der Gaskraftwerke nicht noch mehr Zeit verlieren. „Unsere Gasturbinen sind weltweit gefragt, andere Länder sind da wesentlich schneller. Die Politik muss jetzt liefern“, sagte Bruch der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Sein Unternehmen ist ein führender Hersteller von Kraftwerkstechnik. ### Einigung über Kraftwerksstrategie Das Bundeswirtschaftsministerium hatte am Donnerstag mitgeteilt, man habe sich nach jahrelangen Verzögerungen mit der EU-Kommission im Grundsatz über die sogenannte Kraftwerksstrategie geeinigt. Im deutschen Stromsektor sei zunächst die Ausschreibung von zwölf Gigawatt an neuer steuerbarer Leistung geplant. Teil davon sollen die zusätzlichen Gaskraftwerke sein. Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, 17. Januar 2026 11:51. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück