In der Schlussphase des Wahlkampfs hinterließ Olaf Scholz (SPD) nach Einschätzung des Rhetoriktrainers Michael Ehlers den Eindruck, als befinde er sich auf einer Abschiedstour. Während Scholz bemüht schien, seine bisherigen Erfolge zusammenzufassen, zeigte Unionskanzlerkandidat Friedrich Merz (CDU) eine bemerkenswerte Weiterentwicklung, insbesondere durch seinen Einsatz von Humor.
Die Analyse von Olaf Scholz‘ Auftritt
Michael Ehlers, Rhetoriktrainer, äußerte sich zur öffentlichen Wirkung von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in den letzten Tagen des Wahlkampfs. Ehlers sagte der „Rheinischen Post“ (Montagausgabe), Scholz habe versucht, in klaren und verständlichen Sätzen seine Erfolge als Kanzler zu kommunizieren. „Er versuchte noch einmal in kurzen, klaren, verständlichen Sätzen zu erklären, was seine Kanzlerschaft eigentlich gebracht hat“, so Ehlers. Doch gleichzeitig habe der Kanzler den Eindruck hinterlassen, sich bereits verabschieden zu wollen: „Als habe er sich schon verabschiedet. Für mich klang das wie eine Abschiedstour.“
Friedrich Merz‘ rhetorische Entwicklung
Friedrich Merz, Kanzlerkandidat der CDU, habe laut Ehlers hingegen rhetorische Fortschritte gemacht. „Man konnte ihn lachen sehen und er war tatsächlich einer der wenigen Spitzenkandidaten, der einen gewissen Humor bewiesen hat“, erklärte Ehlers in Bezug auf Merz‘ Auftritte im Wahlkampf. Insbesondere sei dies deutlich geworden, als Merz auf die Avancen von Alice Weidel reagierte. Mit dieser humorvollen Art habe Merz insbesondere bei unentschlossenen Wählern Sympathiepunkte sammeln können. Dennoch führte Ehlers weiter aus, dass Merz Schwächen zeigte, sobald er in alte Muster verfiel: „Schwach wurde Merz dann, wenn er seinen Erfolg genoss, in alte Muster zurückfiel und überheblich wurde.“
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .