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Schlecht abgesichert? Spielband im Landwehrviertel nach über einem Jahr Bauzeit immer noch nicht fertig

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Das Spielband im Landwehrviertel soll auf rund 1.800 Quadratmetern Kindern unterschiedlichen Alters eine Spielwiese bieten. / Foto: Schulte

Das Spielband sollte die Sensation im Landwehrviertel werden. Bereits im September 2021 kündigte die Stadtwerke-Entwicklungstochter ESOS – Energieservice Osnabrück an, dass die Arbeiten bis zum Ende des Jahres abgeschlossen sein sollen. Die Realität sieht leider anders aus: Im August 2022 ist der große Spielplatz noch immer nicht fertig – und scheinbar nicht sonderlich gut abgesichert.

Der Vater eines kleinen Kindes meldete sich bei unser Redaktion mit einem Hinweis: Im Landwehrviertel sei das Spielband errichtet worden, das für Kinder und Jugendliche unterschiedlichen Alters Spielmöglichkeiten bieten sollte. Dieses sei auch bereits fertiggestellt und schon einmal geöffnet gewesen. Nun habe sei dieses seit rund drei Monaten jedoch wieder gesperrt, so dass Kinder aus dem Neubaugebiet den rund 1.800 Quadratmeter großen Platz den gesamten Sommer nicht nutzen konnten.

Auf Nachfrage zeigte sich die Stadtwerke irritiert: Das Spielband sei noch gar nicht geöffnet gewesen. „Daher stimmt die Aussage nicht, dass das Spielband wieder gesperrt ist“, so ein Sprecher auf Nachfrage. Der Bereich sei auch durch einen Bauzaun abgesperrt. Scheinbar nicht sonderlich gut, wie sich bei unserem Besuch zeigte: Die Zäune standen offen, auf einem der drei Spielflächen spielten zwei Frauen mit ihren Kindern. Kaum verwunderlich, denn auf den ersten Blick scheint die große Spielfläche fertiggestellt zu sein.

Die Bauzaun-Absicherung scheint Osnabrückerinnen und Osnabrücker nicht abzuhalten. / Foto: Schulte
Die Bauzaun-Absicherung scheint Osnabrückerinnen und Osnabrücker nicht abzuhalten. / Foto: Schulte

Doch warum verzögert sich der Bau derart? „Das Spielband ist zwar so gut wie, aber noch nicht gänzlich fertig“, so Pressesprecher Sebastian Philipp. Aktuell würden noch einige Restarbeiten an Geräten fehlen. „Außerdem ist es entscheidend, dass der Rasen rund um die Spielbereiche komplett anwächst.“ Denn der Rasen diene dort vor allem dem Fallschutz und somit ganz entscheidend der Sicherheit. „Da das Spielband ja naturgemäß Kindern und Jugendlichen zur Verfügung stehen soll, sind wir hier natürlich ganz besonders vorsichtig.“ Richtiger Ansatz, aber die Realität sieht im Landwehrviertel scheinbar schlicht anders aus.

Zwei Mütter mit ihren Kindern spielen auf dem gesperrten Spielplatz. / Foto: Schulte
Zwei Mütter mit ihren Kindern spielen auf dem gesperrten Spielplatz. / Foto: Schulte

Zudem gab der Familienvater unserer Redaktion den Hinweis, dass durch den Sand des schlummernden Spielplatzes bereits Unkraut durchblitze – nach rund einem Jahr ziehender Bauphase wohl kein Wunder. „Ein Dienstleister ist mit der Betreuung des Spielbandes betraut und kümmert sich auch um die Beseitigung von Unkraut“, sagt Philipp. Man werde den entsprechenden Hinweis jedoch aufnehmen und noch einmal sensibilisieren.

Das Unkraut bahnt sich einen Weg durch die derzeit ungenutzten Sandflächen. / Foto: Schulte
Das Unkraut bahnt sich einen Weg durch die derzeit ungenutzten Sandflächen. / Foto: Schulte

„Sobald die Restarbeiten abgeschlossen sind und der Rasen ordentlich angewachsen ist, wird das Spielband auch offiziell freigegeben“, so Philipp weiter. Die derzeitige Witterung erschwere jedoch die Arbeiten. Mit einer Freigabe können man voraussichtlich im Herbst rechnen. Für die Kinder im Landwehrviertel wohl eine ernüchternde Antwort, immerhin wird es dann kälter und die Spielzeit verlagert sich zunehmend in die Innenräume. Vermutlich im kommenden Frühjahr und Sommer wird dort dann aber wenigstens ordentlich gespielt werden können – unkrautfrei.

+++[Update]+++

Stadtwerkesprecher Sebastian Philipp ergänzt, dass die Bauzäune wiederum mit Schellen gesichert waren, „die offenbar mutwillig aufgebrochen wurden“. Zudem hätte die Stadtwerketochter mehrfach Schilder und Hinweise angebracht, die darauf hinweisen, dass das Spielband noch gesperrt sei. Diese Schilder seien zum Teil ebenfalls abgerissen worden. Daher könne man nicht von einer schlechten Absicherung sprechen, sondern „vielmehr hat sich dort jemand mittels Gewalt Zutritt zum noch abgesperrten Spielband verschafft“.



Jasmin Schulte
Jasmin Schulte
Jasmin Schulte begann im März 2018 als Redakteurin für die Hasepost. Nach ihrem Studium der Germanistik und der Politikwissenschaft an der Universität Vechta absolvierte sie ein Volontariat bei der Hochschule Osnabrück. Weitere Stationen führten sie zu Tätigkeiten bei einer lokalen Werbeagentur und einem anderen Osnabrücker Verlag. Seit März 2022 ist Jasmin Schulte zurück bei der HASEPOST und leitet nun unsere Redaktion. Privat ist Jasmin Schulte als Übungsleiterin tätig, bloggt über Literatur und arbeitet an ihrem ersten eigenen Roman.
 

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