# Rückgang bei neuen Ausbildungsverträgen 2024 festgestellt Datum: 10.04.2025 09:03 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://www.hasepost.de/rueckgang-bei-neuen-ausbildungsvertraegen-2024-festgestellt-586765/ --- Die Zahl der neuen Ausbildungsverträge in der dualen Berufsausbildung in Deutschland ist im Jahr 2024 leicht um 1,8 Prozent gesunken, was einem Rückgang von etwa 8.900 Verträgen im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Trotz der zuvor positiven Entwicklungen seit dem massiven Einbruch im Jahr 2020 konnte dieser Trend nicht aufrechterhalten werden. Insgesamt wurden 470.900 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen bekanntgab. ## Entwicklung der Ausbildungsverträge Destatis teilt mit, dass sich der zunächst positive Trend der letzten Jahre in der dualen Berufsausbildung im Jahr 2024 nicht fortsetzt. Nach einer Steigerung von 2,1 Prozent im Jahr 2023 und kleineren Zuwächsen in den Jahren 2022 und 2021 steht nun ein Rückgang zu Buche. Während 2020 ein starker Rückgang von 9,3 Prozent aufgrund der Corona-Pandemie verzeichnet wurde, hatten sich die Zahlen von 2021 bis 2023 leicht erholt. ### Geschlechterverteilung bleibt konstant Bei der Geschlechterverteilung der neuen Ausbildungsverträge zeigt sich 2024 keine Veränderung im Vergleich zum Vorjahr: 36 Prozent der Verträge wurden von Frauen und 64 Prozent von Männern abgeschlossen. Im Vergleich zu 2014, als noch 40 Prozent der Neuverträge von Frauen abgeschlossen wurden, lässt sich ein langfristiger Trend erkennen, dass sich Frauen zunehmend aus der dualen Berufsausbildung zurückziehen. ### Struktur der Ausbildungsbereiche Die Gesamtzahl der Auszubildenden, betrachtet über alle Ausbildungsjahre, blieb im Jahr 2024 nahezu unverändert bei etwa 1.213.800 Personen. Auch hier spiegelt sich die Geschlechterverteilung wider, mit einem Anteil von 35 Prozent Frauen und 65 Prozent Männern. Die verschiedenen Ausbildungsbereiche zeigen deutliche Unterschiede in ihrer Größe: Der Sektor Industrie und Handel verzeichnet die meisten Auszubildenden (688.500), gefolgt vom Handwerk mit etwa 337.800 Auszubildenden. Freie Berufe, der Öffentliche Dienst und die Landwirtschaft folgten in der Rangliste, während die Hauswirtschaft mit nur 3.300 Auszubildenden den geringsten Anteil hatte. Diese Zahlen spiegeln die klare Verteilung der Interessens- und Berufswahlmuster junger Menschen wider, so die Statistiker von Destatis. ✨ durch KI bearbeitet, 10. April 2025 09:03. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück