Osnabrück Rote Hände gegen den Einsatz von Kindersoldaten

Rote Hände gegen den Einsatz von Kindersoldaten

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Am Mittwoch, den 12. Februar 2020, sammelten Schüler des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums und der Gesamtschule Lengerich mit Unterstützung von terre des hommes rote Handabdrücke um ein Zeichen gegen den Einsatz von Kindersoldaten zu setzen.

An den Missbrauch von Kindern als Soldaten erinnert der Red Hand Day jährlich am 12. Februar. Im Rahmen des Projektes werden seit über 15 Jahren Abdrücke roter Hände zum Protest gegen den Einsatz von Kindersoldaten gesammelt. Weltweit werden schätzungsweise 250.000 Kinder und Jugendliche zum Kämpfen gezwungen. “Vor allem bei Mädchen kommt auch zu sexueller Ausbeutung”, berichtet Dominik Groß vom Team “Junges Engagement/Weltretter”, der Organisation terre des hommes. Kindersoldaten werden unter brutalen Methoden zu Gehorsamkeit und Disziplin gezwungen. Zudem leiden sie unter Hunger, harter Arbeit und fehlender Gesundheitsversorgung, während sie sich täglicher Todesgefahr ausgesetzt sehen. Einige der Kindersoldaten werden bereits im Alter vom neun Jahren zum Kämpfen gezwungen.

Ablauf und Hintergrund des Red Hand Days in Osnabrück

Am Mittwoch luden Schüler des EMA-Gymnasiums und der Gesamtschule Lengerich Passanten dazu ein, beim “Red Hand Day” mitzuwirken. Dazu konnten Interessierte ihre Hand mit roter Farbe bestreichen, auf ein Blatt Papier abdrücken und mit ihrem Namen, Wohnort und einer Nachricht an die Politiker versehen. “Wir sind durch die Arbeitsgemeinschaft “Weltretter” auf das Thema aufmerksam geworden. Dort haben wir die Geschichte eines Betroffenen gehört und ich konnte mich sehr gut in seine Lage hineinversetzen”, berichtet eine Schülerin der Gesamtschule Lengerich. “Kinder sollten ihre Kindheit leben können und nicht als Soldaten missbraucht werden. Deswegen bin ich heute hier”, fährt sie fort. Das durch die Organisation terre des hommes initiierte Projekt “Weltretter” bietet Heranwachsenden im Alter von 12 – 17 Jahren bundesweit die Möglichkeit sich für verschiedene nationale und internationale Kinderrechtsthemen einzusetzen.

Über die Forderungen

“Bislang konnten wir im Rahmen des “Red Hand Day” bereits über 100.000 Handabdrücke in über 50 verschiedenen Ländern sammeln. Diese übergeben wir unter anderem an Politiker und die Kinderkommission um verstärkt auf die Problematik aufmerksam zu machen”, erzählt Groß. Die Bundestagsfraktion wirke sogar teilweise selbst bei dem Projekt aktiv mit. Langfristiges Ziel sei es jedoch, dass sich Staaten und United Nations (UN) auf internationaler Ebene noch intensiver gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten einsetzen. “Das Verständnis für das Thema ist groß, wo es leider hapert, ist die konkrete Realisierung unserer Forderungen”, bedauert Groß. Die Organisation setzt sich unter anderem gegen den Export von Kleinwaffen ein. “Kindersoldaten fahren keine Panzer. Denen werden für sie haltbare Kleinwaffen in die Hand gedrückt”, begründet er. Außerdem fordere terre des hommes Kindern und Jugendlichen aus Kriegsgebieten verstärkt Therapien anzubieten, um traumatische Erlebnisse besser verarbeiten zu können. “Bei Produkten, die durch Kinderarbeit entstehen, kann man Verbrauchern raten diese nicht zu kaufen, um so einen Teil zur Besserung der Problematik beizutragen. Bei dem Einsatz von Kindersoldaten gestaltet sich das schwieriger. Da hilft oft nur der politische Druck”, so Groß.


PM
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