Wer einigermaßen handwerklich begabt ist, kann heutzutage mithilfe etlicher Werkzeuge und Anleitungen fast alles selbst bei Renovierungen in die Hand nehmen. Denn nicht nur die Art und Weise und, was in Haus und Wohnung restauriert oder saniert werden muss, ist entscheidend dabei, sondern eher die Herangehensweise und Machart ist das A und O einer perfekten und vor allem einfachen Renovierung. Hier sind schon einmal ein paar hilfreiche Tipps und Anregungen aufgeführt, wie Renovierungen leichter von der Hand gehen können und, was man dazu beitragen selbst kann.

Zuerst den Boden gießen oder doch eher die Wände verputzen?

In der Regel gibt es bei einem Bezug einer Wohnung oder eines Hauses viel zu tun. Denn meistens bezieht man die Räumlichkeiten nicht gleich immer fertig saniert, renoviert und besenrein. Besonders bei Häusern, die vielleicht schon eine Zeit lang leer standen und nicht bewohnt waren, gibt es jede Menge zu tun. Umbaumaßnahmen und bauliche Veränderungen kommen hinzu. Schließlich will man sich sein neues Zuhause vor dem Einzug genau so gestalten, wie man es sich immer schon vorgestellt hat. Und damit das auch gelingt und durchgesetzt werden kann, muss ordentlich in die Hände gespuckt werden. Das Erste, was es zu begutachten gibt, sind Wände und Böden der jeweiligen Räume. Denn ist der Bodenbelag dahin, der Untergrund nicht mehr tauglich, müssen zuerst die Böden gegossen oder ausgebessert werden. Soll ein Estrich gegossen werden, ist zu überlegen, ob nicht zuerst die Wände verputzt und ausgebessert werden. Denn das Trocknen des Bodens kann je nach Witterung einige Tage andauern. Muss nur der alte Bodenbelag entfernt werden und ein neuer soll verlegt werden, dann auf jeden Fall erst die Wände in Ordnung bringen und dann an den Boden gehen.

Tapeten – ja oder nein?

Besonders in Altbauten sehen verputzte Wände besonders edel und schön aus. Und ganz ehrlich: Warum sollte man sich die Mühe machen und die Wände zu tapezieren, wenn man es sich mit dem sauberen Verputzen der Wände so viel einfacher machen kann? Mit ein paar Anwendungstricks und etwas Fingerfertigkeit kann man wunderbar für ganz glatte Wände sorgen, die später einfach nur noch mit einer schönen und beliebigen Wandfarbe gestrichen werden können, fertig!

Tapeten richtig lösen

Die Tapetenreste von der Wand zu holen kann ganz schön nervenaufreibend und anstrengend sein. Am besten geht man besonders bei mehreren Schichten alter Tapeten aus den Vorjahren so vor: Die ganzen Wände ausreichend mit einer Bürste oder einer Tapezierrolle mit Wasser und etwas Spülmittel tüchtig einfeuchten und über Nacht schon einziehen lassen. Aber Vorsicht! Die Wände sollten so durchtränkt sein, dass auch am Morgen noch leichte Feuchtigkeit vorhanden ist. Zu wenig Wasser bewirkt nichts und die Tapeten saugen sich wieder voll Wasser und trocknen dann erneut wieder ein. Dann muss das gleiche Prozedere von vorne beginnen. Am nächsten Tag dann mit einem Spachtel die Tapeten vorsichtig von den Wänden kratzen. Nicht zu stark mit der spitzen Kante des Spachtels arbeiten, das hinterlässt Kratzer und Furchen im Putz.

Schöne Türen einsetzen

Die Tür ist das Portal und der Durchlass zum nächsten Raum und sollte dementsprechend schön und edel daher kommen. Schließlich gibt es heutzutage eine gigantische Auswahl an unterschiedlichen Entfaltungsmöglichkeiten bezüglich verschiedener Tür-Designs und Modelle. Neben Farben und Formen sind besonders auch die Beschaffenheiten der Türen von großer Bedeutung. Je nach Anbringung und Einsatz muss eine Türe Sicherheit und Schutz bieten können und aber auch gleichzeitig technisch höchst modern sein und dennoch sehr edel, elegant und effektiv sein. Eine schöne Türe kann einen schlichten Raum zum Glänzen bringen und ihn durch das Design einer Türe mächtig in Szene setzen. Eine Vielzahl an verschiedenen Tür-Modellen findet man auch hier.

Wände raus oder neue rein?

Eine Zimmerwand einfach so mal eben einreißen ist nicht so einfach, wie gedacht. Denn tragende Wände dürfen auf keinen Fall weggerissen werden. Das sollte man zunächst erst einmal aus statischen und Sicherheitsgründen im Vorfeld abklopfen lassen. Ist die Wand einmal raus, kann man sie grundsätzlich nicht mehr so schnell ersetzen, deshalb immer genau durchplanen, ob das Einreißen und Vergrößern tatsächlich sein muss – zumal hier z.B. auch Stromkabel oder Rohre für alte Heizkörper verlaufen können. Eine neue Wand kann schnell mit Rigips erledigt werden und mit ein wenig Cleverness sogar noch gut getarnt werden. Große Räume sorgen grundsätzlich für einen freien Blick und eine räumliche Erweiterung und Bewegungsfreiheit.

Decken ziehen

Zimmerdecken in Altbauten beispielsweise sind oftmals extrem hoch. Nicht nur der Optik wegen sollten diese etwas nach unten verlagert werden. Auch die Heizkosten können bei extrem hohen Decken ebenso extrem nach oben schießen. Durch Rigips oder auch Sperrholzplatten, die im Anschluss gestrichen werden, kann man sich gut aushelfen. Allerdings sollte man hohe Decken mit Stuckornamenten und Malereien natürlich auf jeden Fall im Original erhalten und für diesen schönen Anblick dann auch bereit sein, erhöhte Heizkosten gerne auf sich zu nehmen oder eben mit dicken Pullis und Socken aushelfen.