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Region Osnabrück: Fünf Prozent weniger Entgelt im Gastgewerbe in 2020

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Kellnerin (Symbolbild)

In der Region Osnabrück ist das Entgelt sozialversicherungspflichtig Beschäftigter im Jahr 2020 im Vorjahresvergleich leicht gestiegen – jedoch durchaus mit Abweichungen zwischen einzelnen Wirtschaftsbranchen. Gerade im Gastgewerbe gab es sogar deutliche Einbußen.

Trotz Corona-Krise verdienten sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, die Vollzeit arbeiteten, in der Region Osnabrück im Jahr 2020 leicht mehr als im Jahr zuvor. Das monatliche Medianentgelt dieser Personengruppe umfasste 2020 3.136 Euro und lag damit um 38 Euro bzw. 1,2 Prozent über dem Vorjahreswert. Zwischen 2016 und 2019 war das Medianentgelt indes durchschnittlich sogar um 2,2 Prozent gestiegen. Wesentlicher Grund für die „nur“ moderate Steigerung war die auseinandergehende Entwicklung in verschiedenen Wirtschaftsbranchen. So wuchs etwa das monatliche Entgelt im Bereich „Heime und Sozialwesen“ um 98 auf 3.289 Euro (ein Plus von 3,1 Prozent). Dagegen verzeichnete das Gastgewerbe einen merklichen Rückgang: Das Medianentgelt reduzierte sich um 4,9 Prozent bzw. um 100 von 2.027 auf 1.927 Euro. Von 2016 bis 2019 war das Entgelt im Gastgewerbe noch um durchschnittlich 3,6 Prozent gewachsen.

Pandemie machte Gastgewerbe 2020 deutlich zu schaffen

„Das Gastgewerbe hat finanziell durch die Folgen der Pandemie stark gelitten“, konstatiert Christiane Fern, Leiterin der Osnabrücker Arbeitsagentur. „Das hat die Beschäftigten ganz besonders getroffen, wie man an den Entgelten feststellen kann. Und dabei blicken wir an dieser Stelle nur auf die in Vollzeit Beschäftigten, hinzu kommen ja noch die vielen Minijobber.“ Leichte Einbußen beim monatlichen Entgelt gab es überdies nur in den Bereichen „Information und Kommunikation“ (minus zehn Euro bzw. minus 0,2 Prozent auf jetzt 3.796 Euro) sowie in der „Metall-, Elektro- und Stahlindustrie“ – minus 57 Euro bzw. 1,5 Prozent auf nun 3.824 Euro. Das höchste Medianentgelt erreichten im Jahr 2020 Vollzeitbeschäftigte der „Finanz- und Versicherungsdienstleistungen“ mit 4.554 Euro monatlich (plus 1,9 Prozent gegenüber 2019), das niedrigste Entgelt hingegen im Bereich „Arbeitnehmerüberlassung“ mit 1.727 Euro pro Monat (plus 0,8 Prozent gegenüber 2019).

Rund 50 Prozent weniger Geld für Menschen ohne Berufsabschluss

Branchenübergreifend zeigten sich auch 2020 beim Entgelt massive Unterschiede, je nachdem, ob Vollzeitbeschäftigte einen Berufsabschluss vorweisen konnten oder nicht. So verdienten Personen mit einem anerkannten Berufsabschluss in der Stadt Osnabrück 2020 monatlich 3.344 Euro, im Landkreis 3.126 Euro. Bei vorliegendem akademischen Abschluss lag das Medianentgelt in der Stadt bei 4.798 Euro, im Landkreis bei 4.600 Euro. Wer keinen Abschluss vorweisen konnte, erhielt in der Stadt monatlich 2.171 Euro, im Landkreis 2.295 Euro. „Über den Daumen gepeilt bekommen Ungelernte, die Vollzeit arbeiten, 50 Prozent weniger Geld im Monat. Diesen Rückstand zu überwinden, sollte ein klarer Anreiz dafür sein, sich um einen erfolgreichen Berufsabschluss zu bemühen und sich zur Fachkraft weiterzubilden“, so Christiane Fern.

Fachkräfte dringend gesucht

So herrsche, wie Fern erläutert, in der Region Osnabrück in diversen Berufen ein Fachkräfteengpass. Dazu zählten etwa solche im Maschinen- und Metallbau, im Bereich Energietechnik, im Verkauf, in der Verwaltung oder im Bereich Erziehung. Fern: „Die beste Option, seinen Arbeitsplatz zu sichern und perspektivisch deutlich mehr Geld zu verdienen, ist und bleibt die berufliche Qualifikation. Darum sollte man sich eher früher als später dringend bemühen.“



PM
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