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Region Osnabrück: Arbeitsmarkt kommt trotz Pandemie in Schwung — Fast 1.200 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr

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Der Arbeitsmarkt der Region Osnabrück kommt trotz der Corona-Pandemie in Schwung. Demnach wurden fast 1.200 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr gemeldet. Die Langzeitarbeitslosigkeit verharrt allerdings weiter auf hohem Niveau.

Die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk (Geschäftsstellen Bersenbrück, Georgsmarienhütte, Melle und Osnabrück) sank im Mai 2021 um 327 auf jetzt 14.083. Im Vorjahresvergleich waren 1.188 Menschen weniger arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote sank gegenüber dem April um 0,2 Prozentpunkte auf 4,6 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahreswert waren es damit 0,5 Prozentpunkte weniger.

Spürbarer Rückgang bei den Arbeitslosenzahlen

„Saisonbedingt gibt es im Monat Mai spürbare Rückgänge bei den Arbeitslosenzahlen. Dass dies in diesem Jahr trotz Pandemie auch zutrifft, ist sehr erfreulich. Sicherlich ist es wichtig, dass sich das Infektionsgeschehen in den vergangenen Wochen abgeschwächt hat und wir wieder eine Perspektive für eine Normalisierung des gesellschaftlichen Lebens haben“, resümiert Christiane Fern, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Osnabrück. So habe auch die Nachfrage nach Arbeitskräften wieder deutlich angezogen. Im Vorjahresvergleich meldeten die regionalen Arbeitgeber im Mai 2021 rund 40 Prozent mehr neue Stellen, der Gesamtbestand lag mehr als ein Viertel höher als noch vor zwölf Monaten. Größere Nachfrage registrierte die Arbeitsagentur, insbesondere im verarbeitenden Gewerbe, im Gesundheits- und Sozialwesen, im Baugewerbe, aber jetzt auch wieder im Handel. „Es sind also Chancen da. Wir können im Moment mit Optimismus in die Zukunft blicken“, so Fern. „Derzeit ‚erholen sich‘ die Bestände vieler Personengruppen, vor allem sieht es bei den Jüngeren unter 25 Jahren inzwischen deutlich besser aus. Allerdings steigt die Zahl der Langzeitarbeitslosen noch leicht an und verbleibt damit auf hohem Niveau.“

Kurzarbeit

Seit April 2021 zeigten bis zum 26. Mai 2021 insgesamt 311 Betriebe für 3.697 Mitarbeiter konjunkturelle Kurzarbeit an. Zum Vergleich: Von April 2020 bis Mai 2020 waren es zusammen 5.902 Betriebe mit bis zu 81.551 betroffenen Personen. Im November 2020 waren 14.137 Personen in insgesamt 1.845 Betrieben auch tatsächlich in Kurzarbeit. Gemäß einer aktuellen Hochrechnung hatten im Dezember 2020 2.176 Betriebe für insgesamt 15.876 Mitarbeiter Kurzarbeit realisiert.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung, die neben Arbeitslosen auch Personen erfasst, die Arbeit suchen, jedoch zum Beispiel derzeit an (Qualifizierungs-)Maßnahmen teilnehmen oder erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden, umfasste im Mai 18.337 Personen – 438 weniger als im Vormonat (minus 2,3 Prozent) und 1.474 weniger als vor einem Jahr (minus 7,4 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote lag mit 6,0 Prozent um 0,4 Prozentpunkte unterhalb des Vorjahreswertes und um 0,1 Prozentpunkte niedriger als im April 2021.

Jugendarbeitslosigkeit und Ausbildungsmarkt

Im Mai waren im Agenturbezirk 1.309 junge Menschen unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet, somit 47 Personen bzw. 3,5 Prozent weniger als im April und 311 weniger als im Mai 2020 (minus 19,2 Prozent). Die Jugendarbeitslosenquote (bis unter 25 Jahre) betrug 3,6 Prozent und lag somit um 0,8 Prozentpunkte unter dem Niveau des letztjährigen Mai. Auf dem Ausbildungsmarkt hatten sich im Agenturbezirk seit Beginn des Berichtsjahres 2.157 Ausbildungssuchende gemeldet – ein Rückgang um 397 Personen im Vorjahresvergleich. Zeitgleich sank die Zahl gemeldeter Ausbildungsstellen um 53 auf 3.927. Von diesen sind zu diesem Zeitpunkt 2.040 noch unbesetzt, zehn weniger als im Vorjahr. Die Zahl der als unversorgt geltenden Bewerber reduzierte sich ebenfalls – um 281 auf 886.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Osnabrück

Die Frühjahrsbelebung ließ die Arbeitslosenzahl trotz eines weitgehenden „Shutdown“ sinken./ Grafik: Agentur für Arbeit Osnabrück

Die Gruppe arbeitslos gemeldeter Ausländer reduzierte sich im Vorjahresvergleich um 286 auf 4.007 Personen (minus 6,7 Prozent). Im Vergleich zum Vormonat gab es einen Rückgang um 29 Personen (minus 0,7 Prozent). Hierzu gehören sowohl Menschen, die schon länger im Agenturbezirk leben, als auch neu hinzugekommene Flüchtlinge. 1.230 Flüchtlinge, die als Asylbewerber nach Deutschland gekommen sind und sich im Agenturbezirk um Arbeit oder Ausbildung bemühen, waren im Mai 2021 bei Agenturen und Jobcentern arbeitslos gemeldet. Weitere 956 befanden sich in Integrationskursen, Qualifizierungsmaßnahmen oder waren erwerbstätig und gleichzeitig arbeitsuchend gemeldet.

Arbeitslosenversicherung und Grundsicherung

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung, für den die Arbeitsagentur verantwortlich zeichnet, reduzierte sich der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen gegenüber dem April um 400 auf jetzt 5.869 Personen. Im Vorjahresvergleich waren es 1.247 Menschen weniger.

In der Grundsicherung – verantwortlich hierfür sind das Jobcenter der Stadt Osnabrück sowie das Jobcenter „MaßArbeit“ des Landkreises – umfasste die Arbeitslosenzahl 8.214 Personen, 73 mehr als im Vormonat und 59 mehr als im Mai 2020.

Bewegung am Arbeitsmarkt

Die Fluktuation am Arbeitsmarkt lässt sich an den Zahlen zu Arbeitslos(ab)meldungen verdeutlichen. Im Mai nahmen Agentur und die Jobcenter in Stadt und Landkreis 2.385 Arbeitslosmeldungen auf (236 weniger als im Vorjahreszeitraum) und registrierten 2.709 Abmeldungen (873 mehr als im Mai 2020). Es meldeten sich 961 zuvor erwerbstätige Menschen arbeitslos, 403 weniger als vor einem Jahr. Durch die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit konnten in diesem Monat 1.126 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 313 mehr als im Vorjahr (plus 38,5 Prozent).

Stadt und Landkreis Osnabrück

In der Stadt Osnabrück wurden 7.043 arbeitslose Menschen gezählt, 500 weniger als vor einem Jahr – aktuell eine Arbeitslosenquote von 7,3 Prozent (Mai 2020: 7,8 Prozent). 2.084 Personen waren bei der Arbeitsagentur in der Stadt Osnabrück arbeitslos gemeldet, ein Rückgang um 476 Menschen gegenüber dem Vorjahr (minus 18,6 Prozent) und um 194 gegenüber dem April (minus 8,5 Prozent). Beim Jobcenter Osnabrück waren 4.959 Personen als arbeitslos registriert – 24 Menschen weniger im Vergleich zum Mai 2020 (minus 0,5 Prozent).

Im Landkreis lag die Arbeitslosenquote mit 3,4 Prozent um 0,1 Prozentpunkte unter dem Vormonatswert und um 0,3 Prozentpunkte unter dem des Vorjahresmonats. So waren 7.040 Menschen ohne Arbeit und damit insgesamt 688 weniger als im Mai 2020. 3.785 Arbeitslose (771 weniger als im Mai des Vorjahres und 206 weniger als im April) zählte die Arbeitsagentur, hinzu kamen 3.255 Personen beim Jobcenter des Landkreises („MaßArbeit“) – ein Zuwachs um 83 Personen gegenüber dem Vorjahresmonat (plus 2,6 Prozent).

PM
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