Deutschland & die Welt Regierung für neue Fähren im Mittelmeer aus deutschen Werften

Regierung für neue Fähren im Mittelmeer aus deutschen Werften

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Foto: Bojen im Meer, über dts

Berlin (dts) – Die Bundesregierung prüft, Beschaffungsvorhaben der öffentlichen Hand vorzuziehen, um die Auslastung der Werften und die Beschäftigung entlang der maritimen Wertschöpfungsketten zu sichern. Das berichtet die “Neue Osnabrücker Zeitung” unter Berufung auf Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums. Demnach setzt sich die Bundesregierung auf europäischer Ebene auch dafür ein, dass ein EU-Flottenerneuerungsprogramm für Passagierschiffe – etwa im Mittelmeer – etabliert wird.

Es soll zur Auslastung und zum Beschäftigungserhalt der EU-Werften und Zulieferunternehmen beitragen. “Neben der Unterstützung der maritimen Wirtschaft im Rahmen der KfW-Sofortprogramme muss es uns darüber hinaus gelingen, mit klugen Maßnahmen die Auftragslage in der maritimen Branche auch für die Zukunft zu stabilisieren”, sagte der Maritime Beauftragte der Bundesregierung, Norbert Brackmann, der Zeitung. Dazu prüfe man verschiedene Möglichkeiten, zum Beispiel, ob bereits geplante Behördenschiffe schneller in Auftrag gegeben werden können. “Auch auf europäischer Ebene können wir uns ein solches Programm vorstellen, sodass zum Beispiel Fähren im Mittelmeer durch Neubauten aus Deutschland ersetzt werden könnten.” Ein solches Vorgehen könne Arbeitsplätze auf den Werften und in über 3.000 Zulieferbetrieben deutschlandweit auch nach Corona sichern helfen. Mit ihrer Prüfung reagierte die Bundesregierung auf Forderungen des Verbandes für Schiffbau und Meerestechnik (VSM) zur Entschärfung der Nachfragelücke infolge der Coronakrise. Allein der Bund bereedert über 700 Schiffe, von denen mehr als 500 über 20 Jahre alt sind. “Eine wichtige Hilfe wäre es, wenn die öffentliche Hand Anschaffungen beispielsweise bei Küstenwache oder Forschungsschiffen vorzieht und vor allem auch Planungsverfahren vereinfacht und beschleunigt”, sagte VSM-Hauptgeschäftsführer Reinhard Lüken der NOZ. “Den Steuerzahler würde das keinen Cent extra kosten, denn die Anschaffungen müssen sowieso getätigt werden.”


dts Nachrichtenagentur
Ein Artikel der Nachrichtenagentur dts.

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