Osnabrück Realitätsnah bleiben: Ende der Kita-Notbetreuung mit Fingerspitzengefühl

Realitätsnah bleiben: Ende der Kita-Notbetreuung mit Fingerspitzengefühl

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Die Osnabrücker CDU-Fraktion mahnt, bei der Rückkehr zum Normalbetrieb in den Kindertagesstätten die Träger und einzelnen Einrichtungen nicht aus den Augen zu verlieren. Was politisch gewollt ist, sei nicht eins zu eins in der Realität umsetzbar.

„Es ist schon richtig, dass die niedersächsische Landesregierung einen Plan zur sukzessiven Öffnung der Kitas vorgelegt hat und eine Rückkehr zum Normalbetrieb in Aussicht stellt. Bei der Umsetzung gilt es aber, die Träger und einzelnen Einrichtungen mitzunehmen und nicht mit Druck zu versuchen, politischen Willen durchzusetzen,“ so Eva-Maria Westermann, jugendpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion. Nach dem niedersächsischen Stufenplan soll ab dem 8. Juni die Notbetreuung in den Kitas enden und ein Übergang zur Regelbetreuung eingeleitet werden. Die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses in Osnabrück hat diesen Plan zum Anlass genommen, mit der Einrichtungsleitung der „Wüstenmäuse“ und den Geschäftsbereichsleitungen für Horte und Kindertagesstätten der Diakonie in Stadt und Landkreis Osnabrück darüber zu sprechen, wie die Rückkehr zum Normalbetrieb gelingen kann.

Erzieher und Pädagogen oft in Risikogruppe

„Bei den Erziehern und Pädagogen haben wir seit Jahren großen Personalmangel, das bestätigten uns auch die Vertreter der Diakonie. Die aktuelle Coronasituation macht die Lage natürlich nicht besser. Viele der Beschäftigten in den Kitas gehören zur vulnerablen Gruppe, die durch Alter oder Vorerkrankung durch das Corona-Virus besonders gefährdet sind. Daher warne ich davor, dass durch die in Aussicht gestellten Öffnungen der Druck auf die Beschäftigten wächst und möchte bei allen Bestrebungen, Normalität wiederherzustellen, Eltern zu entlasten und Kindern das so wichtige Spielen mit Gleichaltrigen zu ermöglichen doch darum bitten, keine verallgemeinernden Vorgaben zu erlassen, die die Einrichtungen nicht umsetzen können. Jede Einrichtung muss prüfen, was sie realistisch umsetzen kann. Dabei sind die jeweiligen Träger, aber auch die Kommune aufgerufen, unterstützend tätig zu werden,“ so Westermann.

PM
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