Osnabrück 🎧Prof. Garber von der Universität Osnabrück erhält Bundesverdienstkreuz

Prof. Garber von der Universität Osnabrück erhält Bundesverdienstkreuz

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Prof. em. Dr. phil. Drs. h.c. Klaus Garber hat sich über mehrere Jahrzehnte hinweg um Literatur der Frühen Neuzeit verdient gemacht: Er initiierte das Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Osnabrück und sorgte für den Erhalt bedeutender Handschriften und Bücher. Für sein Lebenswerk erhielt Garber nun das Bundesverdienstkreuz.

Über Jahrzehnte hat sich Prof. em. Dr. phil. Drs. h.c. Klaus Garber an der Universität Osnabrück unter anderem um die Literatur der Frühen Neuzeit verdient gemacht. Für sein wissenschaftliches Lebenswerk wurde dem Germanisten und Literatur- und Kulturwissenschaftler am Montag, den 22. März 2021, im Osnabrücker Rathaus von Oberbürgermeister Wolfgang Griesert im Namen des Bundespräsidenten das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht.

Garber initiierte IKFN

Prof. Garber wurde 1937 in Hamburg geboren und studierte an den Universitäten Bern, Hamburg und Göttingen. 1970 wurde er in Bonn bei Richard Alewyn mit einer Dissertation zur Schäfer- und Landlebendichtung des 17. Jahrhunderts promoviert. Drei Jahre später erhielt er den Ruf an die neu gegründete Universität Osnabrück. Dort initiierte er die Einrichtung des Interdisziplinären Instituts für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN) an der Universität und fungierte bis zu seiner Emeritierung 2004 als dessen Gründungsdirektor.

Viel Schrifttum gerettet

Zahlreiche Publikationen Garbers befassen sich mit der europäischen und deutschen Literatur der Frühen Neuzeit, der Buch- und Bibliotheksgeschichte sowie mit dem Literaturwissenschaftler Richard Alewyn und Walter Benjamin. Finanziert durch das Land Niedersachsen, die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die VolkswagenStiftung hat Prof. Garber über Jahrzehnte wertvolle Handschriften und Bücher in Königsberg, Stettin, Danzig, Elbin, Dresden, Thorn, Breslau, Sankt Petersburg, Moskau, Minsk, Lemberg, in Polen und den baltischen Staaten gesichtet und der Forschung zugänglich gemacht. Durch dieses Wirken sei deutschsprachiges Schrifttum aus untergegangenen oder versehrten Bibliotheken der ehemaligen deutschen Ostgebiete und des Baltikums gerettet worden, so der Osnabrücker Oberbürgermeister in seiner Laudatio. Für seine wissenschaftlichen Verdienste erhielt Prof. Garber bereits Ehrendoktorwürden der Universitäten Hamburg und Riga.

Engagement bei Jubiläum des Westfälischen Friedens

Griesert hob zugleich Prof. Garbers Engagement bei der 350-Jahr-Feier des Westfälischen Friedens 1998 hervor. Der Kongress mit dem Titel „Der Frieden – Rekonstruktion einer europäischen Vision“ fand vom 25. bis 31. Oktober 1998 an der Universität Osnabrück mit 120 Referentinnen und Referenten und 300 Teilnehmenden aus dem In- und Ausland statt. Diese Tagung, die sich mit den europäischen Friedensvorstellungen von ihren Anfängen bis in die Gegenwart beschäftigte, war die zentrale wissenschaftliche Veranstaltung zur 350-Jahrfeier des Westfälischen Friedens in Osnabrück. „Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung“, so Prof. Garber. „Nicht zuletzt im Hinblick auf unsere Universität und als Würdigung für meine Aktivitäten im Osten Europas und der ehemaligen Sowjetunion.“

Präsidentin Uni Osnabrück Frau Prof. Menzel-Riedl, Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Klaus Garber, Wolfgang Griesert. / Foto: Andre Havergo.

PM
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