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Petitionsübergabe: Rettungsdienst-Beschäftigte für ein Ende des DRK zweiter Klasse im Landkreis Osnabrück

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Am gestrigen Montag haben Beschäftigte des DRK Rettungsdienst und Krankentransport im Landkreis Osnabrück e.V. die Petition „Kein DRK zweiter Klasse“ an die Geschäftsführung übergeben.

Am vergangenen Montag (07. Juni 2021) haben circa 35 Beschäftigte des DRK Rettungsdienst und Krankentransport im Landkreis Osnabrück e.V. eine Petition an die Geschäftsleitung übergeben. Die Übergabe fand stellvertretend für über 160 unterzeichnende Beschäftigte statt. Die Petition ist eine Initiative der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, welche kritisiert, dass der DRK-Betrieb seit Jahren die Erhöhungen des bundesweit geltenden DRK Reformtarifvertrags ungefähr mit einem Jahr Verspätung umsetzt.

Große Beteiligung

„Die Petition ist ein starkes Zeichen“, so Julian Tiemeyer, schließlich hätten sich mehr als 60 Prozent der Kollegen aller sechs Wachen innerhalb kurzer Zeit an der Petition beteiligt: „Das gab es noch nie bei uns“, stellt der Betriebsratsvorsitzende und Notfallsanitäter fest. Das sei kein Wunder, ergänzt Notfallsanitäter André Kuhlenbeck, denn je nach Tarifverlauf, Tätigkeit und Berufserfahrung entgehe den Kolleg:innen so in zwanzig Jahren, einem halben Erwerbsleben, 20.000 bis 30.000 Euro. „Man fühlt sich wie DRK zweiter Klasse, und das ohne Not, denn die Rettungsdiensttätigkeiten finanzieren sich nicht aus dem Eigenbudget unseres DRK-Betriebs, sondern sind Refinanzierungsleistungen der Kassen“, wie Rettungsassistent Ralf Vogelsang hervorhebt.

Tarifleistungen

Die Kollegen seien verärgert, weil es im Grunde nur darum gehe, dass die Geschäftsleitung bei den Kostenträgern die bundesweit anerkannten Tarifleistungen einpreisen. „Spätestens jetzt, im Jahr des großen Klatschens für die Gesundheitsversorgung, verlangen wir von der Geschäftsleitung, dass sie diese Traute haben“, fordert Notfallsanitäter Tobias Büscheroff. Um sie zu unterstützen, richtet sich die Petition ebenso an die Kostenträger und die Fraktionen des Kreistags. Für Gewerkschaftsarbeit sei das ein ungewöhnlicher Schritt, „aber wenn es hilft, die Bewegungslosigkeit der Geschäftsleitung aufzubrechen, soll uns das Recht sein“, so der ver.di-Gewerkschaftssekretär Oliver Barth.

Der DRK Rettungsdienst und Krankentransport im Landkreis Osnabrück e.V. fährt in allen Gemeinden des Landkreis Osnabrück Rettungseinsätze. Die Wachen der über 220 Beschäftigten befinden sich in Ankum, Bad Laer, Harderberg, Melle, Ostercappeln und Quakenbrück.



PM
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