In einem Bürgerbegehren hatten sich mehr als 10.000 Osnabrückerinnen und Osnabrücker für die Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft ausgesprochen.

Die CDU schätzt die Kosten für dieses Projekt auf ca. 50 Millionen Euro. Die Fraktion der Linken hält diese Summe für eine Märchengeschichte. 

„Die Schätzung von 50 Millionen Kapitalaufwand für die erste Phase einer neuen
kommunalen Wohnungsbaugesellschaft ist absolut seriös und belastbar“, erklärte CDU-Fraktionsvorsitzender Fritz Brickwedde. Wenn der kommunale Eigenbetrieb Immobilien 200 Wohnungen bauen würde, betrage der Kapitalaufwand dreißig Millionen. Bei 100 weiteren größeren Wohnungen für Familien mit Kindern müssten zwanzig Millionen investiert werden, heißt es in der Pressemeldung der CDU. Zudem kämen erhebliche Kosten für weiteres Personal hinzu.

CDU erzählt „Märchen“

Ganz anders sieht das die Ratsfraktion der Linken. Sie widersprechen in einer Meldung der Schätzung von 50. Millionen Euro und bezeichnen sie als „Märchengeschichte“. „Das Märchen von den 50 Millionen Euro, die nicht belegt sind. Das Märchen von der Unfinanzierbarkeit der Wohnungsgesellschaft. Das Märchen vom Verzicht auf Schulsanierungen zum Bau von Wohnungen. Dabei werden wir selbstverständlich das Eine tun, ohne das Andere zu lassen!
Eine kommunale Wohnungsgesellschafft schafft Vermögensgegenstände (die Wohnungen) und erzeugt stetige Einnahmen (die Mieten). Darüber hinaus stehen eine Vielzahl von Fördermitteln aus Bundes– und Landestöpfen zur Verfügung. Wir brauchen nur endlich die Möglichkeit, um auf die Töpfe zugreifen zu können. Das geht mit der kommunale Wohnungsgesellschaft“, heißt es in der Meldung.

CDU schuld an Misere?

Durch der Verkauf der OWG durch die CDU/FDP vor 17 Jahren sei die Partei auch schuldig an der großen Wohnungsnot, die in Osnabrück herrscht, sagt die Fraktionsvorsitzende der Fraktion die Linke, Giesela Brandes-Steggewentz. „Wir brauchen jetzt die Entscheidung für eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft, damit wir langfristig bezahlbaren und guten Wohnraum in unserer Stadt schaffen und sichern können! Wir brauchen ganz sicher nicht das große Märchenbuch der für die Misere mitverantwortlichen CDU!“.