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Bayer (Archiv)

Bayer-Chef fordert radikalen Bürokratieabbau für Europas Wettbewerbsfähigkeit

von Hasepost Redaktion 1. April 2026

Der Vorstandschef des Leverkusener Agrarchemie- und Pharmakonzerns Bayer, Bill Anderson, hat einen verstärkten Abbau der Bürokratie in Europa gefordert. Er warnte vor einer Überregulierung, insbesondere beim Thema Künstliche Intelligenz, und mahnte mehr Handlungswillen sowie eine stärkere Ausrichtung auf technologische Führungsrollen an.

Bayer-Chef fordert weniger Regulierung in Europa

Bill Anderson, CEO des Leverkusener Agrarchemie- und Pharmakonzerns Bayer, hat einen verstärkten Abbau der Bürokratie in Europa gefordert. „Wenn Europa technologisch aufholen und auf Augenhöhe agieren will, dann sollten wir zum Beispiel nicht absolut notwendige Gesetze einfach abschaffen“, sagte der Vorstandschef im Gespräch mit dem „Focus“. „Der Titel des Weltmarktführers im Regulieren schafft keine Wertschöpfung und keinen Wohlstand.“

Sorge vor Überregulierung bei Künstlicher Intelligenz

Anderson sieht mit Sorge, dass beim Thema „Künstliche Intelligenz“ wieder der „Reflex“ da sei, „alle denkbaren Szenarien direkt regulieren zu wollen“, so Anderson im „Focus“. „Dass man zum Beispiel nicht stehlen oder betrügen darf, ist doch gesetzlich bereits hinreichend geregelt.“

Europa in der multipolaren Welt

Der CEO sagte, dass in Europa immer noch zu viel über Regulierung und die Absicherung von Wohlstand gesprochen werde. In anderen Regionen der Welt gehe es vor allem um die globale Führungsrolle, wirtschaftliche Dynamik und wachsenden Wohlstand. „Europa muss sich in dieser multipolaren Welt neu orientieren und ins Handeln kommen – und das möglichst schnell“, forderte er im „Focus“. „Das braucht Klarheit und den Willen, wirklich etwas verändern zu wollen.“
Nachdem Anderson im Jahr 2023 den Chefsessel bei Bayer übernommen hatte, strich er rund zwei Drittel der Managementpositionen ersatzlos. „Viele der ehemaligen Manager arbeiten heute ausschließlich an besseren Produkten und Lösungen für unsere Kunden, statt Reisekostenabrechnungen freizugeben oder die Arbeit des Teams zu kontrollieren“, sagte er dem „Focus“.

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1. April 2026 0 Kommentare
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Winfried Kretschmann

Kretschmann warnt vor globaler Rückkehr des Nationalismus

von Hasepost Redaktion 1. April 2026

Der scheidende baden-württembergische Ministerpräsident warnt vor einer Rückkehr des Nationalismus und sieht darin eine globale Gefahr. In einem Interview mit dem Magazin "Focus" kritisiert Winfried Kretschmann (Grüne) zudem die politische Kultur im Landtag und in den sozialen Netzwerken, die sich seiner Ansicht nach dramatisch verändert hat.

Kretschmann warnt vor Nationalismus

Der scheidende baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat vor den Folgen von Nationalismus gewarnt. „Der Nationalismus kehrt nicht nur im Osten oder der Bundesrepublik zurück, sondern weltweit“, sagte er dem „Focus“. „Ich halte ihn übrigens für das gefährlichste Gift der politischen Moderne“, so Kretschmann, der nach 15 Jahren das Amt in Stuttgart demnächst an seinen Parteifreund Cem Özdemir übergibt.
Man müsse sich „nur die Entstehung des Ersten Weltkriegs anschauen“, sagte er weiter dem „Focus“. „Die jüngste Blaupause wurde der Brexit. Für Europa ein furchtbarer Einschnitt, der bis heute vielfach unterschätzt wird.“

Veränderung der politischen Kultur

Ein „Kollateralschaden der AfD“ sei zugleich, „dass vom Landtag bis in die sozialen Netzwerke hinein heute ein destruktiver Dauerton dominiert“, so Kretschmann im „Focus“. „In der Vergangenheit bestand zwischen den demokratischen Parteien in den zentralen politischen Fragen ein großer Konsens. Und Opposition machte auch konstruktive Gegenvorschläge“, sagte der Grünen-Politiker dem Magazin. Das habe sich dramatisch verändert.

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1. April 2026 0 Kommentare
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Spielschein für

Aktuelle Lottozahlen: 6 Millionen Euro im Jackpot

von Hasepost Redaktion 1. April 2026

In der Mittwochs-Ausspielung von "6 aus 49" des Deutschen Lotto- und Totoblocks sind am Abend die aktuellen Gewinnzahlen ermittelt worden. Neben den regulären Lottozahlen wurden auch die Zahlenblöcke für "Spiel77" und "Super 6" bekannt gegeben.
In der Ziehung von „6 aus 49“ wurden die Lottozahlen 8, 10, 11, 14, 22 und 48 gezogen, die Superzahl ist die 1. Im Jackpot liegen aktuell 6 Millionen Euro.

Ergebnisse bei "Spiel77" und "Super 6"

Im Zusatzspiel „Spiel77“ lautet der Gewinnzahlenblock 7082796. Im Spiel „Super 6“ wurde der Zahlenblock 784065 gezogen. Diese Angaben sind ohne Gewähr.

Hinweis auf geringe Gewinnchance und Suchtgefahr

Der Deutsche Lotto- und Totoblock teilte mit, dass die Chance, sechs Richtige und die Superzahl zu tippen, bei etwa 1 zu 140 Millionen liege. Zudem warnte der Deutsche Lotto- und Totoblock davor, dass Glücksspiel süchtig machen könne.

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1. April 2026 0 Kommentare
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Lars Klingbeil

ARD-Deutschlandtrend: Union und SPD verlieren, AfD fast gleichauf

von Hasepost Redaktion 1. April 2026

Union und SPD verlieren in der politischen Stimmung weiter an Zustimmung. In der aktuellen Umfrage für den „Deutschlandtrend“ der ARD liegen Union und AfD nahezu gleichauf, während SPD und FDP schwache Werte verzeichnen. Auch die Zufriedenheit mit der Arbeit der Bundesregierung und zentralen Akteuren in Regierung und Opposition ist überwiegend gering.

Union vorne, AfD knapp dahinter

Laut einer Umfrage für den „Deutschlandtrend“ der ARD verlieren die Koalitionspartner Union und SPD in der politischen Stimmung. Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die Union derzeit auf 26 Prozent, ergab die Erhebung von Infratest unter 1.316 Wahlberechtigten von Montag bis Dienstag dieser Woche (Quelle: Infratest für ARD „Deutschlandtrend“). Das sind 2 Prozentpunkte weniger als Anfang März.
Die AfD hätte demnach 25 Prozent in Aussicht (+2). Die SPD verschlechtert sich auf 12 Prozent (-2). Das ist ihr niedrigster Wert seit August 2019. Die Grünen wären bei 14 Prozent (+1), die Linke bei 10 Prozent (+1).
Sowohl die FDP als auch das BSW (-1) lägen bei 3 Prozent und damit unter der Mandatsschwelle. Alle anderen Parteien kommen in der Umfrage derzeit zusammen auf 7 Prozent.

Breite Unzufriedenheit mit Bundesregierung und Koalitionspartnern

Mit der Arbeit der Bundesregierung sind aktuell 15 Prozent der Befragten sehr zufrieden beziehungsweise zufrieden (-10); 84 Prozent (+11) sind mit der Arbeit von Union und SPD weniger oder gar nicht zufrieden (Quelle: Infratest für ARD „Deutschlandtrend“).
Mit Blick auf die einzelnen Koalitionspartner zeigen sich 22 Prozent zufrieden mit der Arbeit der CDU, 75 Prozent sind weniger oder gar nicht zufrieden. Mit der Arbeit der CSU sind 17 Prozent zufrieden und 71 Prozent unzufrieden. Im September 2025 waren 29 Prozent mit der gemeinsamen Arbeit von CDU/CSU zufrieden oder sehr zufrieden und 68 Prozent weniger oder gar nicht zufrieden mit der Arbeit der Unionsfraktion. Mit der Arbeit der SPD sind aktuell 13 Prozent zufrieden (-16 im Vergleich zu September 2025) und 83 Prozent unzufrieden.

Bewertungen führender Politikerinnen und Politiker

Aus dem Bundeskabinett wird weiterhin Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) am besten bewertet: Aktuell sind 49 Prozent mit seiner Arbeit zufrieden. Das sind 6 Prozentpunkte weniger als im März. Mit Außenminister Johann Wadephul (CDU) sind 30 Prozent zufrieden (-3); 42 Prozent sind mit ihm unzufrieden und 28 Prozent kennen ihn nicht bzw. trauen sich kein Urteil zu (Quelle: Infratest für ARD „Deutschlandtrend“).
Mit der Arbeit des CSU-Vorsitzenden und bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder zeigen sich 27 Prozent zufrieden (-6 im Vergleich zu Januar); 63 Prozent sind mit ihm weniger bzw. gar nicht zufrieden. Mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sind 21 Prozent zufrieden (-8); 76 Prozent sind mit ihm unzufrieden.
Bei den SPD-Vorsitzenden gibt es starke Veränderungen: Lars Klingbeil, Vize-Kanzler und Finanzminister (SPD), verschlechtert sich deutlich auf einen Zufriedenheitswert von 18 Prozent (-15); 67 Prozent sind mit seiner Arbeit unzufrieden. Mit Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) sind 15 Prozent zufrieden (-10); 57 Prozent sind mit ihr unzufrieden und 28 Prozent kennen sie nicht bzw. trauen sich kein Urteil zu. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) liegt bei einen Zufriedenheitswert von 12 Prozent (-1 im Vergleich zu März); 56 Prozent sind mit ihr unzufrieden und 32 Prozent kennen sie nicht oder trauen sich kein Urteil zu.
Mit der Grünen-Fraktionsvorsitzenden Britta Haßelmann sind 7 Prozent zufrieden (-6 im Vergleich zu Februar); 30 Prozent sind mit ihr unzufrieden und 63 Prozent kennen sie nicht oder trauen sich kein Urteil zu. Der AfD-Fraktionsvorsitzende Tino Chrupalla erreicht 18 Prozent Zufriedenheit (+1 im Vergleich zu Februar); 55 Prozent sind mit ihm unzufrieden, 27 Prozent kennen ihn nicht oder trauen sich kein Urteil zu. Die Linken-Vorsitzende Heidi Reichinnek kommt auf einen Zufriedenheitswert von 15 Prozent (-3 im Vergleich zu Februar); 44 Prozent sind mit ihr unzufrieden und 41 Prozent kennen sie nicht bzw. trauen sich kein Urteil zu.

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Junge Leute

Deutsche Bevölkerung gespalten: Chancen und Ängste bei Künstlicher Intelligenz

von Hasepost Redaktion 1. April 2026

Der Blick der Deutschen auf Künstliche Intelligenz (KI) ist laut einer Umfrage für den „Deutschlandtrend“ der ARD gespalten. 38 Prozent der Befragten erwarten, dass KI das Leben in den kommenden Jahren eher verbessern wird, während 45 Prozent von einer Verschlechterung ausgehen. Große Unterschiede zeigen sich unter anderem zwischen Altersgruppen und Einkommensgruppen. Besonders kritisch sehen viele Menschen in Deutschland die mit KI verbundene Gefahr von Deepfakes und Falschinformationen.

Gesellschaft gespalten zwischen Hoffnung und Skepsis

Laut einer Erhebung von Infratest unter 1.316 Wahlberechtigten von Montag bis Dienstag dieser Woche sind 38 Prozent der Ansicht, dass KI das Leben in den nächsten Jahren eher verbessern wird. 45 Prozent meinen hingegen, KI werde das Leben in den nächsten Jahren eher verschlechtern. Die Umfrage wurde für den „Deutschlandtrend“ der ARD durchgeführt.
Am positivsten fällt der Blick auf KI bei den 18- bis 34-Jährigen aus. In dieser Altersgruppe glaubt eine knappe Mehrheit von 51 Prozent, KI werde das Leben verbessern, 37 Prozent erwarten, dass KI das Leben verschlechtern wird.

Einkommen beeinflusst Beurteilung von KI

Deutliche Unterschiede in der Bewertung zeigen sich nach Einkommen. Der Blick auf KI fällt kritischer aus bei Menschen mit niedrigerem Einkommen und positiver bei Menschen mit höheren Haushaltsnettoeinkommen. Konkrete Prozentwerte zur Differenzierung nach Einkommensgruppen nennt die Erhebung von Infratest nicht.

Große Sorge vor Deepfakes und Falschinformationen

Das größte Risiko beim Einsatz von KI sehen die befragten Deutschen bei Fotos oder Videos, die mit KI von einzelnen Personen erstellt werden, wie etwa „Deepfakes“. 53 Prozent bewerten das in der Umfrage als sehr großes Risiko, 38 Prozent als großes Risiko, 4 Prozent als weniger großes und 2 Prozent als gar kein Risiko.
Ein hohes Risiko beim Einsatz von KI sehen die Deutschen auch bei der Unterscheidung von echten und falschen Nachrichten. 47 Prozent sehen bei diesem Aspekt ein sehr großes Risiko, 43 Prozent ein großes Risiko, 6 Prozent ein weniger großes und 1 Prozent gar kein Risiko.
Den Verlust von Arbeitsplätzen im Zusammenhang mit KI bewerten 17 Prozent der Befragten als sehr großes Risiko. 47 Prozent sehen darin ein großes Risiko, 29 Prozent ein weniger großes und 4 Prozent gar kein Risiko.

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Finanzamt (Archiv)

Zwei Drittel der Deutschen fühlen sich steuerlich überlastet

von Hasepost Redaktion 1. April 2026

Zwei Drittel der Deutschen fühlen sich durch Steuern und Sozialabgaben zu hoch belastet. Laut einer Umfrage für den „Deutschlandtrend“ der ARD finden vor allem Befragte im erwerbsfähigen Alter die Abgabenlast überhöht. Gleichzeitig stößt eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf besonders starke Ablehnung, während viele der Befragten einzelne Reformvorschläge in der Steuer- und Sozialpolitik unterstützen.

Mehrheit empfindet Belastung als zu hoch

Zwei Drittel (66 Prozent) der Deutschen fühlen sich laut einer Umfrage für den „Deutschlandtrend“ der ARD durch Steuern und Sozialabgaben zu hoch belastet. Für die Erhebung hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest 1.316 Wahlberechtigten von Montag bis Dienstag dieser Woche befragt. Für 28 Prozent der Befragten ist demnach die Belastung angemessen, für ein Prozent zu niedrig und 3 Prozent gaben an, keine Steuern oder Sozialabgaben zu zahlen.
Insbesondere Befragte im erwerbsfähigen Alter fühlen sich zu stark belastet. Unter den befragten 18- bis 34-Jährigen halten 72 Prozent die Belastung für zu hoch, 19 für angemessen und 2 Prozent für zu niedrig. Bei denjenigen, die 65 Jahre und älter sind, halten 56 Prozent ihre Belastung für zu hoch, 38 für angemessen und 2 Prozent für zu niedrig.

Unterstützung für gezielte Reformvorschläge

Unter den Partei-Anhängern kritisieren die AfD-Anhänger am meisten die Steuerlast: 87 Prozent halten persönlich Steuern und Sozialabgaben für zu hoch, 8 für angemessen und 0 Prozent für zu niedrig. Einzig die Grünen-Anhänger halten mehrheitlich die eigene Belastung für angemessen (63 Prozent), 35 Prozent dieser Partei-Anhänger hält sie für zu hoch und 2 Prozent für zu niedrig.
Gegenwärtig gibt es verschiedene Vorschläge für Änderungen in der Arbeitsmarkt-, Sozial- und Steuerpolitik. Eine mögliche Absenkung der Einkommenssteuer für geringe und mittlere Einkommensgruppen bei gleichzeitiger Anhebung der Einkommenssteuer für hohe Einkommen geht für 76 Prozent der Befragten in die richtige und für 18 Prozent in die falsche Richtung. Eine beschleunigte Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse, damit Asylbewerber schneller in Arbeit kommen, hielten 74 Prozent für richtig, 19 Prozent für falsch. Eine stärkere Besteuerung von gesundheitsschädlichen Stoffen wie Alkohol, Tabak oder Softdrinks bewerten 72 Prozent als richtig, 24 Prozent sehen das anders.
Bei der Überlegung, Unternehmen die Möglichkeit zu geben, Beschäftigte länger befristet anzustellen als bisher, ist das Meinungsbild gespalten: 48 Prozent meinen, das geht in die richtige Richtung, 44 Prozent meinen, das geht in die falsche Richtung. Mehrheitlich kritisch wird der Vorschlag zur Abschaffung bestehender Steuervorteile für künftige Ehepaare, also das sogenannte Ehegatten-Splitting, gesehen: 32 Prozent fänden das richtig, 54 Prozent falsch. Eine mögliche Abschaffung der kostenlosen Mitversicherung für Ehepartner in der gesetzlichen Krankenversicherung geht für 26 Prozent in die richtige und für 64 Prozent in die falsche Richtung.

Deutliche Ablehnung höherer Mehrwertsteuer

Die Vergütungen für niedergelassene Ärzte und Krankenhäuser zu begrenzen, geht für 23 Prozent der Befragten in die richtige und für 63 Prozent in die falsche Richtung. Mehr Zuzahlungen für Medikamente und Behandlungen fänden 20 Prozent richtig und 76 Prozent falsch. Die stärkste Ablehnung erfährt eine mögliche Erhöhung der Mehrwertsteuer: 6 Prozent fänden das richtig, 91 Prozent falsch.
Das Vertrauen in die Regierung, Maßnahmen einzuleiten, ist dabei gering. Ein Fünftel (20 Prozent) hat laut der Umfrage Vertrauen, dass die Regierung die notwendigen Maßnahmen einleitet, um die sozialen Sicherungssysteme in Deutschland zukunftssicher zu machen. 74 Prozent haben darin kein Vertrauen. Ein gutes Viertel (26 Prozent) hat Vertrauen, dass die Regierung die notwendigen Maßnahmen einleitet, um die Wirtschaft in Deutschland wieder voranzubringen. 70 Prozent haben dieses Vertrauen nicht.

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Iburger Straße / Foto: Pohlmann

Situation an der Iburger Straße: Verärgerter Anwohner sieht akuten Handlungsbedarf

von Lilli Würdemann 1. April 2026

Die Frage nach Umweltspuren auf der Iburger Straße ist schon lange Streitthema zwischen der Osnabrücker Politik, Fahrradverbänden, Klimaaktivisten, Anwohnern und Autofahrern. Doch diejenigen, die die Situation am meisten betrifft, werden häufig in der Debatte um die Iburger Straße außer Acht gelassen: Die Anwohner der Iburger Straße selbst erleben tagtäglich die Gefahrensituationen, die sich an der Iburger Straße ergeben. Im Gespräch mit unserer Redaktion hat nun ein Anwohner, der namentlich nicht genannt werden möchte, dargelegt, wie komplex die Situation eigentlich sei und wie einfach sie seiner Meinung nach doch zu lösen wäre.

Wenn das Verlassen des Hauses schon zur Gefahr wird 

Gleich vor seiner Haustür an der Iburger Straße ergibt sich das erste Problem. Der Fußgängerweg ist nur etwa 80 Zentimeter schmal. Häufig würden aber auf dem Fußgängerweg Autofahrer unerlaubt parken, da die Parksituation unübersichtlich und chaotisch sei. Durch diese Enge sei es nicht selten vorgekommen, dass der Mann beim Verlassen des Hauses beinahe von Fahrrad- oder E-Scooter-Fahrern angefahren worden wäre. „Die Radfahrer werden immer schneller, wenn dann jemand mit 20 oder 25 km/h angerast kommt, hat man als Fußgänger, der das Haus verlässt, nichts mehr auszurichten“, so der verärgerte Anwohner. Auch seine 88-jährige Mutter, die mit ihm zusammen wohnt, gerate immer wieder in Gefahrensituationen. 

Enge Fuß- und Radwege an der Iburger Straße / Foto: Lilli Würdemann

Enge Fuß- und Radwege an der Iburger Straße. / Foto: Lilli Würdemann

Hilfe für Anwohner bleibt aus 

Beschwert habe sich der Mann schon bei der Polizei und dem Ordnungsamt. Diese könnten jedoch nach eigener Angabe nichts ausrichten. Dies trifft auf Unverständnis: „Die Polizei kommt erst, wenn etwas passiert ist. Dann ist das Geschrei groß, aber keiner wollte vorher etwas tun.“

Busspur würde Verkehrssituation enorm entlasten 

Die Probleme seien jedoch seiner Meinung nach so einfach zu lösen. Eine Busspur, auf der auch die Fahrradfahrer geregelt fahren könnten, wäre eine enorme Entlastung für die Verkehrssituation an der Iburger Straße. Fahrradfahrer könnten so auf die Busspur ausweichen und müssten nicht mehr die engen Radwege benutzen. Dies würde der Verkehrssituation auch entgegenkommen, da nach Angabe des Mannes Radfahrer aus Bequemlichkeit und Zeitstress auch die Radwege entgegengesetzt benutzten würden. Auch Radfahrer, denen das Fahren auf der schmalen Radspur zu unsicher sei, würden auf die Fußgängerwege ausweichen.

Radspur an der Iburger Straße / Foto: Lilli Würdemann

Radspur an der Iburger Straße. / Foto: Lilli Würdemann

Unermüdlicher Lärm ist Alltag 

Durch den starken Verkehr an der Iburger Straße entsteht zusätzlich großer Lärm, der für die Anwohner der Iburger Straße fast immer zu hören ist. Dies werde auch durch den Verkehr von Lkws verstärkt. „Wenn ich am Küchenfenster für jeden Lkw, den ich zähle, Geld bekommen würde, wäre ich ein gemachter Mann. Die Lkws, die nicht in Osnabrück ausliefern, nehmen die Iburger Straße als Abkürzung zur A30 und fahren dann in Wallenhorst wieder auf die Autobahn auf“, so die Theorie des Anwohners. 

Anwohner fühlt sich vom Rat im Stich gelassen 

Das Problem in der Politik sieht der Anwohner vor allem darin, dass sich niemand im Stadtrat trauen würde, eine wirklich Entscheidung zu treffen, da durch die Verärgerung der Autofahrer eine Wiederwahl gefährdet sein könnte. „Die Autofahrer werden vielleicht erst verärgert sein, wenn eine Busspur eingerichtet wird. Aber die beruhigen sich wieder und werden sich auch daran gewöhnen“, zeigt sich der Anwohner zuversichtlich. Großer Wunsch des Mannes ist es, dass alle Verkehrsteilnehmer mehr Rücksicht und Achtsamkeit an den Tag legen würden.

Ratsbeschluss war da, kann aber aus rechtlichen Gründen nicht realisiert werden

Der Rat der Stadt hatte bereits im Juli 2025 beschlossen, auf der bislang vierspurigen Bundesstraße zwei Fahrspuren für Busse und Radfahrer umzuwidmen. Eine rechtliche Prüfung der Stadtverwaltung hat kürzlich jedoch ergeben, dass die Einrichtung solcher Spuren wegen negativer Auswirkungen auf Verkehrssicherheit und Verkehrsfluss nicht möglich ist. Das Bürgerbündnis BOB möchte Radfahrer deshalb gern auf eine Alternativroute lotsen.

1. April 2026 0 Kommentare
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Frankfurter Börse

Dax steigt kräftig: Anleger trotzen Iran-Kriegsrisiken

von Hasepost Redaktion 1. April 2026

Der Dax hat am Mittwoch kräftig zugelegt und ist mit einem deutlichen Plus aus dem Xetra-Handel gegangen. Parallel dazu gaben Gas- und Ölpreise spürbar nach, während der Euro gegenüber dem US-Dollar an Stärke gewann.
Am Mittwoch schloss der Dax den Xetra-Handel bei 23.299 Punkten und verzeichnete damit ein Plus von 2,7 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem sehr freundlichen Start blieb der Leitindex den gesamten Handelstag über stabil im Plus.

Positive Impulse aus New York und Unsicherheit wegen Nahost

Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, verwies auf die Entwicklung an den US-Börsen: „Die Indizes in New York starten einen weiteren Tag in Folge im Plus, womit die positive Dynamik seit Wochenbeginn erhalten bleibt“, kommentierte Lipkow laut CMC Markets. Zugleich mahnte er mit Blick auf die geopolitische Lage zur Vorsicht. „Gleichwohl ist nicht wirklich klar, wie sich die kommenden Tage im Nahen Osten und damit auch an der Börse entwickeln werden. Die Ansage von US-Präsident Trump, dass der Krieg im Iran in den kommenden zwei Wochen beendet sein wird, lässt erneut viel Raum für Spekulationen.“
Seiner Ansicht nach sei die weitere Entwicklung offen. Von einer diplomatischen Lösung bis zu einer weiteren Eskalation und dem Einsatz von Bodentruppen im Iran sei alles möglich, so Lipkow. „Mit dem Verlauf des Krieges und den Timelines hat sich die US-Regierung seit Anfang März des Öfteren geirrt. Viele Marktteilnehmer bleiben deshalb vorsichtig, positionieren sich weiterhin im Brent-Crude-Öl und kaufen die Edelmetalle Gold und Silber“, sagte der Analyst laut CMC Markets.

Rheinmetall vorn, BASF am Ende der Kursliste

Bis kurz vor Handelsschluss standen die Papiere von Rheinmetall an der Spitze der Frankfurter Kursliste. Das Schlusslicht bildeten die BASF-Aktien.

Rückgang bei Gas- und Ölpreisen, Euro legt zu

Unterdessen sank der Gaspreis deutlich. Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Mai kostete 48 Euro und damit sechs Prozent weniger als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund neun bis zwölf Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.
Auch der Ölpreis gab stark nach. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 101,70 US-Dollar, das waren 228 Cent oder 2,2 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Mittwochnachmittag stärker. Ein Euro kostete 1,1608 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8615 Euro zu haben.

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1. April 2026 0 Kommentare
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Bundesgerichtshof (Archiv)

Karin Angerer soll neue Präsidentin des Bundesgerichtshofs werden

von Hasepost Redaktion 1. April 2026

Die bisherige Präsidentin des Oberlandesgerichts Bamberg, Karin Angerer, soll nach Informationen der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstagausgabe) neue Präsidentin des Bundesgerichtshofs werden. Der Vorschlag geht demnach auf die Unionsfraktion zurück und wird von der SPD mitgetragen, das Bundesjustizministerium habe sein Einverständnis signalisiert. Die bisherige BGH-Präsidentin Bettina Limperg geht Ende August in den Ruhestand.

Vorschlag von Union und SPD-Unterstützung

Dem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstagausgabe) zufolge handelt es sich bei der Personalie um einen Vorschlag der Unionsfraktion. Die SPD trage diesen mit. Auch das Bundesjustizministerium habe sein Einverständnis signalisiert, hieß es in der Zeitung.
Die bisherige BGH-Präsidentin Bettina Limperg geht Ende August in den Ruhestand. Auf sie soll nach den Informationen der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstagausgabe) Karin Angerer folgen, die derzeit Präsidentin des Oberlandesgerichts Bamberg ist.

Wahl durch den Richterwahlausschuss geplant

Angerer soll am 10. Juni durch den Richterwahlausschuss zur Richterin am Bundesgerichtshof gewählt werden. Der Ausschuss kommt auf Einladung der Bundesjustizministerin zusammen. Ihm gehören 16 Landesminister und ebenso viele Bundestagsabgeordnete an. Um Angerer zur Präsidentin des obersten deutschen Gerichts für Straf- und Zivilsachen zu machen, ist anschließend ein Beschluss des Kabinetts erforderlich.

Juristische Laufbahn von Karin Angerer

Die 62 Jahre alte Angerer begann ihre Karriere laut der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ 1993 als Staatsanwältin in München. Zuvor war sie an der Freien Universität Berlin promoviert worden. Nach Stationen im bayerischen Justizministerium und bei der EG-Kommission wurde sie Richterin am Landgericht München II. Zwischen 2006 und 2010 war sie Richterin am Oberlandesgericht München, danach neun Jahre Referatsleiterin im bayerischen Justizministerium.
Anschließend fungierte Angerer als Vizepräsidentin des Landgerichts München II, ehe sie von 2021 bis 2023 das Justizprüfungsamt leitete. Dort war sie für die bayerischen Staatsexamina verantwortlich. 2023 wurde Angerer Präsidentin des Oberlandesgerichts Bamberg. Vor zwei Jahren wählte sie der Landtag zur nebenamtlichen Richterin am Bayerischen Verfassungsgerichtshof.

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Christian Dürr

FDP-Chef Dürr fordert radikale Neuaufstellung als Wirtschaftspartei

von Hasepost Redaktion 1. April 2026

FDP-Fraktionschef Christian Dürr will seine Partei klarer als wirtschaftsliberale Kraft positionieren und dafür andere Themen bewusst zurückstellen. In einem sechsseitigen Manifest mit dem Titel „Die FDP muss sich entscheiden“ fordert er ein Ende widersprüchlicher Kurssetzungen und mehr Konzentration auf wirtschaftliche Freiheit. Das Papier, über das die „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstagausgabe) berichtet, versteht Dürr als Angebot an Partei und Wählerschaft.

„Die FDP darf nicht länger die Partei des Sowohl-als-auch sein“

Der FDP-Vorsitzende Christian Dürr plädiert in dem Manifest für eine deutlichere Schwerpunktsetzung seiner Partei. „Die FDP darf nicht länger die Partei des Sowohl-als-auch sein“, heißt es in dem sechs Seiten umfassenden Dokument, aus dem die „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ zitiert. Gefordert werden darin „weniger Wirrwarr, weniger Nebenschauplätze, weniger politisches Klein-Klein“. Dabei gehe es nicht allein um „die Wirtschaft“, also Unternehmen, sondern um die wirtschaftliche Freiheit jedes Einzelnen.
Dürr leitet seine Thesen aus der Geschichte der FDP ab. Die Partei sei immer dann stark gewesen, wenn sie auf die Fragen der Zeit die richtigen Antworten gefunden habe. In den Siebzigerjahren sei es vor allem um gesellschaftliche Liberalität gegangen. Heute jedoch gehe es darum, dass die Menschen unter wirtschaftlicher Unfreiheit litten.

Angebot an Partei und Wähler

„Das Manifest ist mein Angebot an die FDP, wie wir wieder erfolgreich werden“, sagte Dürr der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Es sei zugleich ein Angebot an die Wähler. „Dass wir uns auf wirtschaftliche Freiheit fokussieren, ist in dieser historischen Situation zwingend. Als Parteichef will ich das vorantreiben“, so Dürr weiter.
Der FDP-Vorsitzende steht seit einiger Zeit unter Druck, weil die FDP unter seiner Führung bislang nicht wieder auf Erfolgskurs gekommen ist. Anfang vergangener Woche kam man in den Gremien der Partei überein, dass der gesamte Bundesvorstand auf dem Parteitag Ende Mai zurücktreten werde. Dürr will auf dem Parteitag Ende Mai erneut als Vorsitzender antreten; mit FDP-Vize Henning Höne hat sich allerdings bereits der erste Gegenkandidat gemeldet.

Selbstkritik und Neuakzentuierung

In seinem Manifest zeigt sich Dürr auch selbstkritisch. „An einem entscheidenden Punkt bin ich hinter meinen eigenen Ansprüchen zurückgeblieben: Es ist mir nicht gut genug gelungen, meinen Plan, meine Richtung und meine Vorstellung für die FDP so in die Partei zu tragen, dass daraus eine klare gemeinsame Orientierung wird.“ Das sei jedoch seine Verantwortung. Führung zeige sich nicht allein im Einsatz, im Kampf und auf der Bühne. Dürr bezieht sich damit auf die Wahlkämpfe der vergangenen Monate, in denen er sich stark engagiert hatte. „Führung zeigt sich vor allem darin, Klarheit zu schaffen.“
Diese Klarheit will Dürr nun nachholen. Alle politischen Themen des Landes sollten unter dem Aspekt der wirtschaftlichen Freiheit betrachtet werden. In seinem Papier erläutert er das am Beispiel der Einwanderungspolitik. Wer sich in Deutschland etwas aufbauen wolle, sei „herzlich willkommen“. Angesichts der demographischen Krise brauche das Land Einwanderung in den Arbeitsmarkt. Aber wenn das Ergebnis der Migrationspolitik „Pro-Hamas-Demonstrationen und mehr Einwanderung in die sozialen Sicherungssysteme“ sei, laufe etwas falsch.
Die Menschen in Deutschland seien „keineswegs intolerant“ geworden, so Dürr. Sie wehrten sich aber gegen die Einschränkung ihrer persönlichen Freiheit, ob wirtschaftlich oder im Meinungsdiskurs.
Mit seinem Manifest, an dem Dürr nach eigenem Bekunden schon in den vergangenen Monaten gearbeitet hat, will der FDP-Vorsitzende nun in die Offensive kommen. Eine neue Agentur soll bei der Kommunikation der Inhalte helfen.

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1. April 2026 0 Kommentare
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