Osnabrück Osnabrücker Verbände fordern zeitnahe Verlegung der B68

Osnabrücker Verbände fordern zeitnahe Verlegung der B68

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Zahlreiche Osnabrücher Verbände fordern die zeitnahe Verlegung der Bundesstraße 68 (B68) aus der Innenstadt. Auch die Stadt hatte bereits mehrfach vom Niedersächsischen Verkehrsministerium und dem Bundesverkehrsministerium gefordert, den Verkehr auf die umliegenden Autobahnen zu verlegen.

In den letzten sechs Jahren wurden in Osnabrück 11 Radfahrende und zu Fuß Gehende durch LKW getötet. Immer wieder kommt es zu schweren Unfällen mit LKW. Zuletzt wurde eine 49-jährige Radfahrerin im Juni 2020 an der Kreuzung Schlosswall/Martinistraße getötet, als ein ortsunkundiger LKW-Fahrer einen spontanen Spurwechsel vorgenommen hatte.

Verkehrsministerium verhindert Verlegung des Verkehrs

Auf Initiative des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club Osnabrück fordern jetzt mehrere Verbände in einer Petition die Verlegung der Bundesstraße 68. „Die B68 führt mitten durch die Innenstadt von Osnabrück – leider immer wieder mit tödlichen Folgen. Daher muss die Streckenführung der Bundesstraße so schnell wie möglich auf die Autobahnen 1 und 30 verlegt und ein Durchfahrtverbot für schwere LKW angeordnet werden. Die Sicherheit von Radfahrenden und zu Fuß Gehenden darf nicht mit dem Bau der A33-Nord erpresst werden“, fordert der verkehrspolitische Sprecher des ADFC Wolfgang Driehaus.

Die Stadt Osnabrück hatte bereits mehrfach gefordert, die B68 auf die umliegenden Autobahnen 1 und 30 zu verlegen, um den durchfahrenden Schwerlastverkehr aus der Stadt herauszubekommen. Bisher weigern sich aber sowohl das Niedersächsische Verkehrsministerium als auch das Bundesverkehrsministerium, diese unkomplizierte und verhältnismäßig schnell umzusetzende Maßnahme durchzuführen. Man müsse erst den Bau der A33-Nord abwarten.

Verkehrssicherheit muss erhöht werden

„Wir wollen nicht länger zuschauen, wie Menschen auf Osnabrücks Straßen sterben. Die Verlegung der B68 und ein Durchfahrtverbot für den Schwerlastverkehr müssen jetzt kommen“, fordert Fahrradblogger Daniel Doerk. „Eine A33-Nord hätte ohnehin kaum Effekte. Die prognostizierten 120 Schwerlastfahrten am Tag können auch jetzt schon von den bestehenden Autobahnen aufgenommen werden. Den Verkehr in Osnabrück würde das ein gutes Stück sicherer machen.“ Jonas Michalowski von Fridays for Future Osnabrück ergänzt: „Nicht nur um die Verkehrssicherheit zu erhöhen fordern wir, die B68 aus der Stadt zu verlegen. Auch aus Gründen des lokalen Lärm- und Umweltschutzes muss diese Bundestraße aus der Stadt gelegt werden. Osnabrück ist für Menschen da, nicht für motorisierten Individualverkehr.“

„Um für mehr Verkehrssicherheit zu sorgen, ist der Schwerlastverkehr aus der Stadt rauszuhalten. Denn: Es vergeht nicht eine Woche, wo irgendwo im Stadtgebiet es zu einem Unfall zwischen Radfahrer und LKW kommt“, so Tobias Demircioglu, 1. Vorsitzender im VCD Osnabrück.

Zahlreiche Unterstützer für Petition

Mit der Petition fordern der ADFC Osnabrück und die Verbände die Minister Scheuer und Althusmann auf, die B68 so schnell wie möglich aus der Stadt Osnabrück auf die umliegenden Autobahnen 1 und 30 zu verlegen und ein Durchfahrtverbot für den Schwerlastverkehr anzuordnen, um Radfahrende und zu Fuß Gehende zu schützen und Menschenleben zu retten.

Die Petition wird außerdem u.a. vom NABU Osnabrück e.V, de Aktionszentrum 3. Welt, der Stadtbahn-Initiative Osnabrück und dem AStA der Hochschule Osnabrück unterstützt.



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