Osnabrücker Spitzenkoch Thomas Bühner: Blattgold für Ribérys Protz-Steak kostete weniger als 50 Euro

Dekadent aber geschmacklich neutral

Thomas Bühner und das Ribery Goldsteak
Goldsteak: Screenshot Instagram



Wer unbedingt geschmacklich vollkommen neutrales Blattgold zu sich nehmen will, dem empfiehlt der Osnabrücker Spitzenkoch Thomas Bühner (la Vie) das „Danziger Goldwasser“, einen auch im Supermarkt erhältlichen Gewürzlikör, in dem kleine Blattgoldflocken schwimmen.

Essen in Blattgold einzuwickeln ist für Bühner dekadent, aber nach seinen Angaben zwar Fummelarbeit aber im Einkauf eine billige Angelegenheit.



Ein Steak in Blattgold eingewickelt, bezeichnete Thomas Bühner im Interview mit Spiegel Online (kostenpflichtiger Inhalt) als „Dekadenz in Tüten“ und es würde geschmacklich „absolut keinen Sinn“ machen.

Gold auf Steak schmeckt nach nichts

Auf die Frage, wonach die Zutat für das für Franck Ribéry gepimpte Steak schmecken würde, erklärte der vielfach prämierte Spitzenkoch „nach nichts“, allerdings solle man beim Verzehr aufpassen, dass nichts von dem Blattgold am Zahn kleben bleibt.

Auch Bühner hat in den 80er Jahren schon mal Speisen entsprechend garniert, die Arbeit mit dem hauchdünnen Gold verlangt dabei viel Fingerspitzengefühl und das Hantieren mit einer Pinzette.

Blattgold gibt’s im Onlineshop für weniger als 50 Euro

Für die angeblich 1.200 Euro die der umstrittene Fußballspieler des FC Bayern für das Rindersteak bezahlt haben soll, hofft Bühner, dass wenigstens das Fleisch „außergewöhnlich gut“ war. Den Wert der zusätzlich verwendeten Zutaten – Blattgold, das auch in Onlineshops erhältlich ist – bezifferte Bühner auf „weniger als 50 Euro“.