Die Osnabrücker Schülerin Nudžejma Polutak aus dem 12. Jahrgang der Integrativen Gesamtschule Osnabrück hat beim Bundesentscheid des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten 2024/25 den 3. Platz belegt. Ihre Arbeit widmet sich der Migrationsgeschichte ihrer Großeltern und überzeugte die Jury durch eine intensive, eigenständige Recherche sowie eine kreative und historische Aufarbeitung des Themas.
Erster Platz in Niedersachsen
Bereits im September hatte Nudžejma Polutak auf Landesebene in Niedersachsen den ersten Platz erzielt. Der Wettbewerb stand in diesem Jahr unter dem Titel „Bis hierhin und nicht weiter!? Grenzen in der Geschichte“ und beleuchtete unterschiedliche Perspektiven auf historische und persönliche Grenzerfahrungen.
Multimediale Ausstellung mit persönlicher Perspektive
In ihrer Arbeit entwickelte die Schülerin eine multimediale Ausstellung, die die Besucherinnen und Besucher auf eine persönliche Reise durch die Erfahrungen ihrer Großeltern führte. Diese individuelle Perspektive verband sie gekonnt mit historischen Hintergründen, Einordnungen und interaktiven Elementen.
Der Ansatz beeindruckte die Jury: Die Ausstellung schaffte es, familiäre Erlebnisse mit gesellschaftlichen und politischen Fragestellungen zu verknüpfen und historische Themen greifbar zu machen. Die offizielle Meldung zum Landessieg ist unter anderem auf der Webseite der IGS Osnabrück zu finden.
Beitrag zur demokratischen Erinnerungskultur
Die Bundesauszeichnung würdigt nicht nur die schulische Leistung von Polutak, sondern auch ihren Beitrag zur demokratischen Erinnerungskultur. Das Projekt zeigt, wie relevant die Beschäftigung mit Familiengeschichte sein kann – insbesondere in einer Gesellschaft, in der Migrationserfahrungen für viele Lebensläufe prägend sind. Der Erfolg verdeutlicht, welches Potenzial in Schülerarbeiten steckt, die über den regulären Unterricht hinausgehen. Persönliche Geschichte wird hier nicht abstrakt behandelt, sondern wirkt in die Gegenwart hinein und macht historische Entwicklungen erfahrbar.
Ansporn für die IGS
Der Erfolg von Nudžejma Polutak gilt als Motivation für weitere Projekte an der IGS Osnabrück. Er zeigt, wie engagiert junge Menschen forschen, lernen und ihre eigene Geschichte mit gesellschaftlichen Fragen verbinden können. Die Schule hofft, auch künftig Beiträge auf ähnlich hohem Niveau in Wettbewerbe einzubringen.
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