„Zigarettenstümmel soweit das Auge reicht“, mit diesen Worten beschreibt Andreas Stermann das Bild, das sich ihm und ein paar Mitgliedern des Vereins puramondo e.V. am Sonntag bot, als sie loszogen den Schlossgarten wenigstens ein bisschen von den Hinterlassenschaften achtloser Raucher zu befreien.

„Um den Schlossgarten wirklich von Kippen zu befreien, bedarf es sicher Tage und den Einsatz vieler Menschen. Und als puramondo e.V. ging es in erster Linie darum, auf das Thema Umweltverschmutzung und hier bezogen auf Zigarettenstummel, aufmerksam zu machen. Kippenstummel gehören einfach nicht in die Natur“, so Stermann weiter.

Der Verein, der erst Ende April von rund 25 Gleichgesinnten gegründet wurde, will in Zukunft vermehrt Aktionen und Bildungsveranstaltungen rund um das Thema Müll und Umweltverschmutzung initiieren.

Zigarette ist Symbol und Verursacher zugleich

Zur Motivation den Schlossgarten zumindest im Ansatz zu reinigen heißt es: „Der Schlossgarten war und ist für viele von uns ein Ort an dem wir uns immer gern aufhielten. Die meisten von uns haben in Osnabrück an der Uni studiert und viel Zeit dort verbracht. Dass die Wiese immer verdreckt ist, gerade nach sonnigen Wochenendtagen, ist mittlerweile ein Bild das zur Gewohnheit geworden ist. Wir wollten dies jedoch nicht einfach so hinnehmen. Uns geht es nicht nur um die Ästhetik, vielmehr treibt uns das stetig wachsende globale Müllproblem an, welches eng mit unserem Konsumverhalten verbunden ist. Die Zigarette, bzw. ihr Überbleibsel ist dabei Symbol und Verursacher zugleich. Eine Zigarette scheint nicht schlimm zu sein und ist allzu schnell weggeworfen und vergessen. Jährlich summiert sich das Ganze jedoch, sodass man auf aberwitzige Zahlen von rund 4,5 Billionen weggeworfenen Zigaretten jährlich kommt. Doch damit nicht genug, die Schadstoffe einer Zigarette gelangen durch Regen in den Boden und verschärfen das Problem gravierend.“

Weitere Aktionen in Vorbereitung

„Tausende Zigaretten liegen noch immer auf der Wiese, den Wegen und den Anlagen drumherum“, beklagt der Verein in einer Mail an unsere Redaktion. Die Mitglieder freuen sich darüber zu zu sehen, dass die Aktion in der Bevölkerung auf viel Wohlwollen gestoßen ist. Für die nahe Zukunft sind Aktionen mit anderen Organisationen, wie den City Cleaners Germany, die sich bereits den Hauptbahnhof vorgenommen haben, geplant.

Für den Sommer ist neben einer weiteren Kippensammelaktion auch noch die Präsenz auf einem Festival in der Region geplant, wo über die Themen des Vereins informiert werden soll.

Wer Lust hat sich anzuschließen, erreicht puramondo auf ihrer Facebook– oder Instagramseite oder per Mail unter puramondo@web.de.