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Osnabrücker Pflegeheime appellieren: Senioren nicht zum Weihnachtskaffee nach Hause holen

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„Wir bitten die Senioren und ihre Angehörigen dringend, in diesem Jahr auf den Weihnachtsbesuch zu Hause zu verzichten.“ So lautet der gemeinsame Appell von Wohlfahrtspflege sowie Stadt und Landkreis Osnabrück.

Für die Wohlfahrtsverbände der Region Osnabrück mit ihren Pflegeeinrichtungen unter dem Dach von AWO, Caritas, Diakonie, DRK und Paritätischem sagt Monika Schnellhammer, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege: „Wir wissen, dass diese Bitte für viele alte Menschen und ihre Angehörigen wie eine Zumutung klingt, aber wir bitten darum, weil damit das Risiko einer Corona-Infektion verringert werden kann.“ Die Häuser haben für die Weihnachtstage Besuchsmöglichkeiten geschaffen, die sich an den Vorgaben des Landes Niedersachsen orientieren. Schnellhammer bittet darum, dass sich die Angehörigen in den Einrichtungen über die Besuchsregelungen informieren.

Belastung für Senioren und Familien

Kreisrat Matthias Selle, Sozialvorstand beim Landkreis, ergänzt: „Wir wissen, dass in diesem Jahr wegen der Coronagefahr die Besuchsmöglichkeiten stark eingeschränkt sind. Dies bringt für die Senioren und für ihre Familien eine große Belastung mit sich. Angesichts der nach wie vor sehr hohen Infektionszahlen appellieren wir jedoch an die Vernunft aller, in diesem Jahr Vorsicht walten zu lassen. Nutzen Sie das Telefon, vielleicht auch das Smartphone mit einem Video-Call, schreiben Sie Briefe. Auch wenn es eine Einschränkung ist – es schützt die Seniorinnen und Senioren in den Einrichtungen!“

„Das Risiko abwägen“

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Katharina Pötter, Stadträtin und Leiterin des Krisenstabes der Stadtverwaltung appelliert: „Jeder sollte auch für die Feiertage das Risiko abwägen. Wir können doch nicht zusammen feiern, um wenige Tage später getrennt krank zu sein.“

Nach Familienbesuch droht Quarantäne

Monika Schnellhammer führt weiter aus, dass sich aufgrund der gesetzlichen Vorschriften jeder Bewohner nach der Rückkehr in das Pflegeheim einem Schnelltest unterziehen sollte. Zudem ist nicht auszuschließen, dass sich der Bewohner anschließend bis zu 14 Tage auf seinem Zimmer aufhalten muss, auch wenn der Schnelltest negativ ist: „Dies ist eine Empfehlung des RKI. Es ist daher wichtig, dass diese Frage mit der Einrichtung vor der Besuchsplanung abgestimmt wird.“

PM
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