Osnabrück Osnabrücker Oberbürgermeister Griesert besucht Maskenproduktion bei Zender

Osnabrücker Oberbürgermeister Griesert besucht Maskenproduktion bei Zender

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Oberbürgermeister Wolfgang Griesert ließ sich bei seinem Besuch die Zusammenhänge der Produktionsanlagen von Zender-Betriebsleiter Mark Kröger erläutern. / Foto: WFO / Ingmar Bojes

Oberbürgermeister Wolfgang Griesert hat den Automobilzulieferer Zender besucht, dieser produziert seit Pandemiebeginn im großen Stil Corona-Masken.

Seit Beginn der Corona-Pandemie produziert der Osnabrücker Automobilzulieferer Zender medizinische Atemschutzmasken. Das mittelständische Unternehmen kann die zertifizierten Masken in großem Umfang und fast unabhängig von internationalen Lieferketten produzieren. Für diese Leistung erhielt das Osnabrücker Unternehmen nun auch eine Auszeichnung als eines der 100 innovativsten Unternehmen Deutschlands. Bei einem seiner regelmäßigen Unternehmensbesuche nutzte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert zusammen mit WFO-Geschäftsführer Ralf Minning die Gelegenheit zu gratulieren und sich ein Bild von der Osnabrücker Maskenproduktion zu machen.

Maskenproduktion seit 2020

Als zu Beginn der Corona-Pandemie weltweit Atemschutzmasken und Schutzbekleidung fehlten, besann sich Zender auf seine Kernkompetenz: die Verarbeitung von Industriestoffen und Textilien. Doch anstatt technische Textilien für Autos wie bisher herzustellen, fokussierte sich das Unternehmen auf zertifizierte Atemschutzmasken für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen. Das Unternehmen startete am Standort in Atter im Frühjahr 2020 mit einer Kapazität von 300.000 Masken pro Woche, investierte aufgrund der großen Nachfrage laut Marco Dei Vecchi, dem geschäftsführenden Gesellschafter von Zender, gezielt in die Automatisierung der Produktionsabläufe: „Durch die Vollautomatisierung expandieren wir weiter, die Maskenproduktion macht bereits rund 60 Prozent des Gesamtumsatzes aus“, so Dei Vecchi.

Aufbruchs- und Gründerstimmung

Im neuen Produktionsstandort im Fledder nahm der Oberbürgermeister bei seinem Besuch dann auch eine „Aufbruchs- und Gründerstimmung“ wahr. „Wir haben in den vergangenen Monaten sehr deutlich gesehen, wie wichtig es ist, dass wir systemrelevante Produktionen in Europa halten. Dass die Bundesregierung bei einem Osnabrücker Unternehmen pro Monat 16 Millionen Masken abnimmt, freut mich ganz besonders“, so Griesert weiter. Besonders der hohe Professionalisierungsgrad beeindruckte das Stadtoberhaupt. „Es wirkt alles sehr viel weniger provisorisch, als man es nach einer so kurzen Zeit der Umstellung und Produktionsausweitung erwarten könnte“, befand Griesert, der den Aufbau der vollautomatisierten Produktionsstraße für medizinische Masken erlebte.

Meltblown-Anlage für Ventile

Um noch unabhängiger produzieren zu können, wird Zender in Kürze zusätzlich eine eigene Meltblown-Anlage in Betrieb nehmen. Mit diesen – in Deutschland sehr seltenen Anlagen – wird das Filtervlies für die Coronas-Masken produziert. “Wir investieren in Ausbau und Automatisierung und sind damit wettbewerbsfähig und von Asien unabhängig”, so Marco Dei Vecchi. „Auch Krankenhäuser wollen mehr und mehr mit deutschen Herstellern zusammenarbeiten”, erläutert Lena Guth, die bei Zender für die kaufmännische Leitung verantwortlich zeichnet.

Regionale Kompetenz

Bei der rasanten Expansion und im neuen Betätigungsfeld stieß das Unternehmen oft auf neue Herausforderungen und ungeklärte Fragen. „Wir sind sehr froh, dass die Wirtschaftsförderung Osnabrück uns immer mit Rat und Tat zur Seite stand und uns stets mit schneller, unkomplizierter Hilfe unterstützt hat“, so Dei Vecchi. Das bekräftigte auch WFO-Geschäftsführer Ralf Minning und sicherte unter anderem weitere Unterstützung bei der laufenden Suche nach Produktionsflächen zu. Er lud das Unternehmen überdies zu dem von der WFO betreuten Automotive-Netzwerk autOS e.V. ein. „Es ist unvorstellbar, wie viel Kompetenz hier in der Region vorhanden ist. Da Synergien zu schaffen und voneinander zu lernen, ist ungeheuer wichtig“, betonte Minning.



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