Osnabrück Osnabrücker Grüne fordern verstärkte Aufklärung über Corona-Regeln und Impfungen

Osnabrücker Grüne fordern verstärkte Aufklärung über Corona-Regeln und Impfungen

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Die Osnabrücker Grünen sehen bei der städtischen Aufklärungskampagne über das Coronavirus noch viel Luft nach oben: Informationen zu den geltenden Regeln, Impfterminen und zu den verschiedenen Impfstoffen müssten nach Ansicht von Volker Bajus, Fraktionsvorsitzender, deutlich niedrigschwelliger angeboten werden.

Die Grünen in Osnabrück sehen die Corona-Entwicklung weiterhin mit Sorge: „Leider gibt es in der Stadt immer noch keinen Anlass zur Entwarnung. Während bundesweit die Zahlen sinken, stagnieren sie bei uns. Osnabrück ist immer noch eine sogenannte Hochinzidenzkommune und fällt damit unter die strengen Regeln der Bundesnotbremse. In vergleichbaren Städten wie Oldenburg oder Münster, aber auch im Landkreis ist inzwischen vieles wieder offen, nur bei uns nicht. Die bisherigen Anstrengungen der Stadt reichen offensichtlich nicht aus. Wir müssen mehr tun, um endlich vor die Lage zu kommen“, fordert der Fraktionsvorsitzende Volker Bajus.

Informationen mehrsprachig verbreiten

Die Grünen schlagen daher eine umfangreiche Informations- und Aufklärungskampagne vor, die alle wichtigen Akteure einschließt. Die allermeisten Osnabrücker würden sich an die Regeln halten, die Testmöglichkeiten nutzen und sich impfen lassen. Aber um die Zahlen nachhaltig zu senken, müssten endlich auch die Menschen erreicht werden, die schlecht oder falsch informiert sind. „Dass in Osnabrück viele Menschen von den Informationen der Behörden kaum erreicht werden, weil sie unter anderem nicht gut Deutsch sprechen, ist doch auch für die Verwaltung keine neue Information, sondern eigentlich bekannt, wurde aber offensichtlich nicht beachtet. Wir haben die Verwaltung in den vergangenen Wochen mehrfach aufgefordert, mehrsprachige Informationen gezielter zu verteilen. Das ist leider viel zu spät und zu zaghaft aufgegriffen worden“, so Bajus.

Mehr Vertrauen schaffen

Es reiche eben nicht, mehrsprachige Informationen auf der städtischen Webseite oder in die Briefkästen zu verteilen. Ziel müsse es vielmehr sein, in die Kommunikationskanäle der verschiedenen Zielgruppen zu kommen. Zudem brauche man Multiplikatoren und Bündnispartner, die auch Zweifler besser erreichen. So würde in manchen Communities und Quartieren Behörden zu wenig geglaubt. Das sei zwar verständlich, denn zum Beispiel viele Geflüchtete haben in ihren Herkunftsländern nicht gerade gute Erfahrungen mit staatlichen Institutionen gemacht. Fehlendes Vertrauen sei aber in der Pandemie fatal.

Mehr für Impfbereitschaft tun

Nach Ansicht der Grünen wäre es zielführend, wenn man auch die Arbeitgeber, das Jobcenter, die Schulen, Vereine und Glaubensgemeinschaften, aber auch den Einzelhandel mit ins Boot holt und über diese die Informationen verteilt. „Was wir brauchen, ist eine umfangreiche Kampagne, die flächendeckend die Menschen dort abholt, wo sie täglich unterwegs sind. Dazu gehört auch, dass wir ganz gezielt die sozialen Medien nutzen. Da ist in Osnabrück bei der Verwaltung noch reichlich Luft nach oben“, stellt Bajus fest und appelliert auch an die Bevölkerung: „Hier sind wir aber auch alle gefordert. Reden wir mit unseren Arbeitskollegen und Nachbarn. Tun wir was für die Impfbereitschaft und den täglichen Corona-Schutz“.

Symbolbild: Abstand halten.



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