Osnabrück 🎧Osnabrücker Ausstellungshäuser öffnen ab Freitag wieder

Osnabrücker Ausstellungshäuser öffnen ab Freitag wieder

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Die Kunsthalle Osnabrück, das Erich Maria Remarque-Friedenszentrum und das Museum Industriekultur öffnen ab Freitag, 21. Mai, wieder ihre Pforten, da die Corona-Inzidenz in der Stadt Osnabrück an fünf Tagen unter 100 liegt. Das Museum Industriekultur öffnet ab 10 Uhr, die anderen beiden Häuser ab 11 Uhr. Das Museumsquartier Osnabrück öffnet einen Tag später, am Samstag, 22. Mai, 11 Uhr. Das Museum am Schölerberg bleibt wegen Umbauarbeiten geschlossen.

Eine telefonische oder Online-Anmeldung ist im Museumsquartier Osnabrück und im Museum Industriekultur erforderlich, in der Kunsthalle Osnabrück und im Remarque-Zentrum jedoch nicht. Auch gibt es zeitliche Begrenzungen des Besuchs. Voraussetzung ist auch ein negativer Test für alle, die nicht bereits als genesen oder geimpft gelten. Als genesen gilt, wer vor weniger als sechs Monaten und mehr als 28 Tagen positiv getestet wurde. Auch wer vor mehr als sechs Monaten infiziert war und eine Erstimpfung bekommen hat, gilt als geimpft. Kinder und Jugendliche bis 14 Jahren sind grundsätzlich von der Testpflicht ausgenommen und werden negativ Getesteten gleichgestellt. Auch ist das Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes beim Besuch der Ausstellungshäuser verpflichtend. Kinder bis sechs Jahre sind davon befreit.

Neu konzipierte Dauerausstellung im Museumsquartier

Im Museumsquartier Osnabrück können die Ausstellungen „Möser – Eine begehbare Graphic Novel“ (letzte Chance: nur noch bis zum 24.Mai) und „Johanna Diehl: Taubes Geäst“ sowie die neu konzipierte Dauerausstellung mit Werken Felix Nussbaums wieder vor Ort erlebt werden. Zur weiteren Vertiefung sind die Online-Führungen durch das digitale Felix-Nussbaum-Haus weiterhin im Programm.

Am 14. Dezember 2020 feierte die Stadt Osnabrück den 300. Geburtstag des berühmten Osnabrückers Justus Möser. Seine Biografie öffnet Einblicke in die Epoche der Aufklärung, deren Prägungen unmittelbar bis in die Gegenwart hineinragen – in eine Zeit, die wieder Fragen nach der Zukunft stellt, nach der Basis unserer Gesellschaft und des sozialen Miteinanders. „Möser“ ist eine „begehbare Graphic Novel“, die am Beispiel des Juristen, Literaten und Staatsmannes in das Zeitalter des aufgeklärten Absolutismus und der Aufklärung einführt und dabei Mösers überregionale Bedeutung sichtbar macht.

Mehr als 50 Bilder Felix Nussbaums werden in der Dauerausstellung in neue thematische Zusammenhänge gestellt: „Heimat und Familie“, „Exil“, „Zerstörung“, und Themen wie „Trauer und Angst“ und „Identität“ beleuchten die Werke im Dialog mit ausgewählten Selbstbildnissen. Das Thema „Identität“ stellt einen zentralen Aspekt in Nussbaums Schaffen dar und wird anhand eines Überblicks seiner Werke der Jahre von 1927 bis 1943 vorgestellt. Dabei sind herausragende Werke wie „Mann mit Blume“ von 1938 oder das „Stillleben mit Pampelmuse“ neu zu entdecken. Die Serie der Selbstbildnisse von 1936, in denen Nussbaum die eigenen, inneren Befindlichkeiten im Kontext der Erfahrung in der Emigration thematisiert, werden ebenfalls nach langer Zeit erstmals wieder in einer Auswahl zusammenhängend präsentiert.

In der dritten Ausstellung der Reihe „Gegenwärtig“ trifft die Fotografin Johanna Diehl auf das Leben und Werk des Malers Felix Nussbaum (bis 14. Novemeber). Sie begibt sich auf seine Spuren während des Exils und der Flucht und untersucht, in welcher Gestalt sein vom Widerstand geprägtes Werk heute noch präsent ist. Sie findet Formen des Überschreibens von Erinnerung und spürt dem Verborgenen und Übersehenen im kulturellen Gedächtnis nach. In Nussbaums Gemälden interessiert sich Diehl dabei für die Dinge, die sich außerhalb des Bildzentrums, am Rand, gewissermaßen in den „Falten“ des Bildes befinden. In ihren für die Ausstellung entstandenen fotografischen und filmischen Arbeiten, die in Zusammenarbeit mit dem bildenden Künstler und Konzertschlagzeuger Raphael Sbrzesny entstanden sind, konzentriert sich die Künstlerin auf die gestutzten Bäume aus Nussbaums Werk, die symbolisch mitunter für das frühzeitig Um-die-eigene-Existenz-gebracht-werden stehen.

Aufgrund von Umbauarbeiten im Kulturgeschichtlichen Museum sind Beeinträchtigungen während des Besuchs möglich. Der Besuch des Museums ist nur in einem vorab vereinbarten Zeitfenster möglich. Terminbuchungen werden ab dem heutigen Donnerstag, ab 10 Uhr unter Telefon 0541 323-2237 oder per E-Mail unter willkommen-mq4@osnabrueck.de angenommen.

„possessed“ in der Kunsthalle

Die Ausstellung „possessed“ des European Media Art Festivals in der Kunsthalle Osnabrück und an weiteren Orten, kuratiert von der Berlinerin Inga Seidler, kann erstmals besucht werden (bis 30. Mai). Die Ausstellung nimmt das Thema der 34. Ausgabe des European Media Art Festivals auf und bewegt sich – entsprechend der Doppelbedeutung des Wortes „possessed“ in seiner deutschen Übersetzung – im Spannungsfeld der Begriffe Besitz und Besessenheit. Die gezeigten Arbeiten behandeln auf vielfältige Weise koloniale und kapitalistische Zusammenhänge der Themen Herrschaft, Kontrolle, Besitz und Eigentum. Dabei fällt ein besonderes Augenmerk auf die Rolle von Technologien. Ihnen setzen die medienkünstlerischen Arbeiten zugleich neue, alternative und indigene Vorstellungen von Miteinander und Besitz entgegen. Zu sehen sind Arbeiten von Patricia Domínguez, Nora Al Badris, Lerato Shadi, Pedro Neves Marquez, Vladan Joler und Johannes Paul Raether. Weitere Informationen gibt es unter Telefon 0541 323-2190 oder im Internet.

50. Todestag von Remarque

Im Erich Maria Remarque-Friedenszentrum ist neben der Dauerausstellung zu Leben und Werk Remarques die Sonderausstellung „Weltweit Remarque“ bis 22. Juni zu sehen. Anlässlich des 50. Todestages Erich Maria Remarques wird im Remarque-Friedenszentrum eine Bilanz der internationalen Wirkung des Schriftstellers gezogen. Welchen Stellenwert nimmt sein Werk (auch über „Im Westen nichts Neues hinaus“) heute in unterschiedlichen Kulturen ein? In welchen Zusammenhängen werden seine humanistischen Positionen und sein Einsatz für Frieden und Toleranz heute aktualisiert? Die Sonderausstellung nähert sich diesen Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven und thematisiert die weltweite aktuelle Verbreitung seiner Schriften, die Präsenz Remarques in unterschiedlichen Medien von Literatur und Film über Musik und Graphic Novel bis hin zu Blogs und Diskussionsforen. Angebunden wird diese Darstellung, die global ansetzt, an den jeweiligen kulturellen und politischen Hintergrund. So kann unter Einsatz unterschiedlicher Vermittlungsmedien verdeutlicht werden, dass Remarque weiterhin ein höchst aktueller Autor ist und sein Werk in unterschiedlichen Zusammenhängen vom schulischen Unterricht bis hin zu aktuellen kriegerischen Konflikten kontinuierlich eine aufklärerische Aktualisierung erfährt. Weitere Informationen sind unter Telefon 0541 323-3292 oder im Internet erhältlich.

MIK öffnet ebenfalls

Das MIK Museum Industriekultur wird die regulären Öffnungszeiten mittwochs bis sonntags von 10 bis 18 Uhr wiederaufnehmen. Ein Museumsbesuch ist derzeit nur mit einem Zeitfensterticket möglich, das über den Online-Ticketshop des Museums erhältlich ist. Es können sowohl die Dauerausstellung als auch die aktuelle Sonderausstellung „Über Wasser“ besucht werden, die seit ihrer digitalen Eröffnung am 22. März jetzt erstmals für Besucher zugänglich ist. Alle Informationen zum Museumsbesuch und Ticketkauf finden sich auf der Homepage des MIK oder unter Telefon 0541 122 447.

Im MIK – Museum Industriekultur Osnabrück steht das Verhältnis von Mensch, Natur und Wirtschaft im Zentrum. Die spannende interaktive Dauerausstellung thematisiert die Naturgeschichte des Piesbergs und seine Entwicklung zum Industriegebiet. Auf lebendige Weise wird die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Region erzählt. Mit einer eigenen Kinderspur und der Möglichkeit, mit dem gläsernen Fahrstuhl in den 30 Meter tiefen Stollen zu fahren, wird Kulturgeschichte hier zum eindrücklichen Erlebnis für die ganze Familie.

Wer die Sonderausstellung „Über Wasser“ besucht, taucht tief ein in die Geschichte des Wassers. Ohne Wasser ist die Welt nicht vorstellbar. Wasser ist Grundlage allen Lebens, prägt die Natur, wird in unzähligen Arten und Weisen genutzt – und ist zunehmend kostbar. So facettenreich wie das Wasser ist auch die Ausstellung. Sie unterscheidet sich von anderen Ausstellungen. Denn: Nicht nur Mitarbeiter des MIK haben sie gemacht, sondern auch Menschen der Region Osnabrück. Über 120 Beiträge von über 70 Akteuren sind in den vier Ausstellungsräumen vereint. „Über Wasser“ bringt verschiedene Sichtweisen zusammen – regionale und globale, aktuelle und historische, künstlerische und wissenschaftliche, erwachsene und kindliche. Das Zusammenspiel der Beiträge regt zum Nachdenken und zur Diskussion an. Im Mittelpunkt stehen der menschliche Umgang mit natürlichen Ressourcen in Geschichte und Gegenwart und die historisch gewachsenen Herausforderungen der heutigen globalisierten Gesellschaft. Von der Trinkwasserversorgung über die Energiegewinnung aus Wasserkraft bis zur Geschichte des Wassersports wird unser Nutzen von Wasser deutlich. Mit Problemen wie Wasserverschmutzung und Wasserknappheit stellen sich brisante Fragen – lösungsorientierte Diskussionen werden angeregt. Informationen zu dem umfangreichen Rahmenprogramm mit Vorträgen, Lesungen, Konzerten und vielem mehr sind unter www.mik-osnabrueck.de zu finden.

Titelbild: Osnabrücker Museumsquartier

PM
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