Start Aktuell Osnabrücker Stadtrat will Partnerschaft mit Derby retten

Osnabrücker Stadtrat will Partnerschaft mit Derby retten

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Osnabrück war führend in Europa mit Städetepartnerschaften, die zusätzlich mit dem Austausch von Städtebotschaftern manifestiert wurden, was einzigartig in Deutschland ist. Im 39. Jahr der Städtepartnerschaft droht nun ein abruptes Ende des Austausches von Städtebotschaftern.

Städtebotschafter bald ohne Gesandten aus Derby?
Städtebotschafter bald ohne Gesandten aus Derby?
Von links: Geoffrey Davoine (Angers), Olga Zhizhileva (Twer), Daniel Hampton (Derby), Begüm Bucak (Çanakkale) und Nelly Vergunst (Haarlem)


Im kommenden Jahr wird die Städtepartnerschaft mit dem britischen Derby 40 Jahre alt. Generationen von Schülern haben so erstmals Kontakt mit der „Insel“ gehabt. Städtebotschafter sind aktiv in Schulen und werben für das Miteinander, vermitteln Praktika und helfen sogar bei Wirtschaftskontakten zwischen den Partnerstädten. Nun droht dieser lebendige Austausch aus Kostengründen ein abruptes Ende zu finden. Genau wie in Osnabrück hat auch die Partnerstadt im Königreich mit Finanzproblemen zu kämpfen.

In einem gemeinsamen Antrag von Grünen, SPD, FDP und CDU soll nun versucht werden die bestehende Partnerschaft im vollem Umfang zu retten. Der Rat der Partnerstadt Derby soll gebeten werden keine Mittelkürzungen für den Haushalt zu beschließen, die das Ende der „Twinning – Cities“ bedeuten würde.

Siegfried Mierke von der kleinen Fraktion UWG und Piraten erklärte, warum er zusammen mit seinem Kollegen aus der Piratenpartei sich enthalten werde. Er kann die haushaltspolitischen Entscheidungen in der Partnerstadt nicht beurteilen, und halte auch nichts von derartigen Resolutionen, bei denen in die Souveränität eines anderen Parlaments hineinredet werde.

Oberbürgermeister Wolfgang Griesert bezeichnete den einzigartigen Austausch von Botschaftern als „Europa vor Ort“ und maßgeblich für die Anerkennung von Osnabrück durch die EU-Kommission mit dem Kulturerbe-Siegel.

Unter großem Beifall erklärte Maria-Theresia Sliwka, dass „unter Freunden“ ein solcher Hinweis durchaus möglich sei.

Der Antrag wurde mit kleinen Formulierungsänderungen einstimmig vom Stadtrat angenommen.

Foto: Stadt Osnabrück
Heiko Pohlmann
Heiko Pohlmann gründete die HASEPOST 2011 unter dem Titel "I-love-OS", die Ursprungsidee reicht aber auf das bereits 1996 gestartete Projekt "Loewenpudel.de" zurück. Direkte Durchwahl per Telefon: 0541/385984-11


 

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