„Warum eigentlich gibt es in Osnabrück keinen Christopher Street Day?“ Nicht nur Zugezogene werden sich das fragen, auch Alt-Osnabrücker, die sich noch an die Versuche Anfang der 2000er Jahre erinnern, eine bunte Parade zu organisieren, wie es sie inzwischen eigentlich weltweit gibt.

Dabei sind die Wurzeln dieser unter der Regenbogen-Fahnen gefeierten Demonstration schwul-lesbischer (LSBTI*) Lebensfreude alles andere als „fröhlich“, denn erinnert wird an den Aufstand von Homosexuellen und anderen sexuellen Minderheiten gegen die teils auch rassistisch motivierte Polizeiwillkür in der New Yorker Christopher Street im Juni 1969.

Teilnehmerin eines Christopher Street Days
Teilnehmerin eines Christopher Street Days (Pixabay)

Zur Erinnerung an den Aufstand vor inzwischen genau 50 Jahren wurde zuerst in New York City mit einem Straßenumzug an dieses Ereignis erinnert. Inzwischen gibt es zahlreiche ähnliche Demonstrationen für die Rechte von Schwulen und Lesben weltweit, der bekannteste „CSD“ ist Teil der „Cologne Pride“, die ein Veranstaltungsprogramm und ein mehrtägiges Straßenfest umfasst.

CSD-Umzug startet um 16:00 Uhr am Hauptbahnhof

Ganz so groß wie in Köln wird der erste neue CSD in Osnabrück sicher nicht werden, über die Veranstaltungsseite auf Facebook gibt es aber immerhin schon mehr als 1.300 Interessierte und Zusagen.

Los geht es um 16 Uhr am Hauptbahnhof in Osnabrück, von wo aus eine Fußgruppe durch die Stadt bis zum Marktplatz ziehen wird, wo bereits seit Freitag das Rathaus mit einer Regenbogenfahne geschmückt ist..
Am Marktplatz findet die Abschlusskundgebung, sowie Mitmachaktionen an Ständen der bunten Osnabrücker LSBTI*-Szene statt.

Das bunte Bühnenprogramm lädt danach zum Feiern ein. Abends geht es im Rosenhof mit der offiziellen CSD-Party weiter.