Kein Widerstand gegen FMO-Zuschuss im städtischen Haushalt

Wird der Osnabrücker Regionalflughafen nun grün? Fast könnte man dies vermuten, denn ohne ein grundsätzliches Abrechnen mit dem Flugverkehr im Allgemeinen und dem FMO im Konkreten, winkten die Osnabrücker Grünen in der Haushaltsdebatte den städtischen Zuschussbetrag durch.

Grünen-Wähler sind wahre Vielflieger

49 Prozent der Grünen-Anhänger gaben bei einer Umfrage aus dem Jahr 2014 an, sie seien in den vergangenen zwölf Monate geflogen. Unter immerhin 1.032 von der renommierten Forschungsgruppe Wahlen Befragten, fand sich kein Anhänger der Grünen, der noch nie in seinem Leben geflogen ist.
Ob es diese Affinität der eigenen Zielgruppe zu der laut Umweltbundesamt mit Abstand klimaschädlichsten Art sich fortzubewegen ist, die zu einem Umdenken der Osnabrücker Grünen führte?

Grüne begrüßen Abkehr von Startbahnverlängerung



Im Rahmen der Haushaltsdebatte begründete Fraktionsgeschäftsführer Michael Hagedorn die Zustimmung für den Haushaltsposten, der immerhin 3 Millionen Euro beträgt, mit der Abkehr von den Plänen für eine Verlängerung der Startbahn am Flughafen Münster/Osnabrück.
Vor wenigen Wochen hatte sich der in diesem Jahr neu angetretene Flughafenchef Rainer Schwarz von den bisherigen Plänen zur Verlängerung der Piste von 2200 auf 3600 Meter distanziert. Mit dem Ausbau der Startbahn könnten zukünftig auch interkontinentale Flüge ab Münster/Osnabrück abgefertigt werden.  Auch ohne eine verlängerte Startbahn meldet der FMO in diesem Jahr positive Zahlen.

Oberbürgermeister und FMO-Aufsichtsratschef Wolfgang Griesert zeigte sich erfreut über den Kurswechsel der Ökopartei, erinnerte die Grünen aber auch daran, dass es kein „Aus“ für die Startbahnverlängerung gäbe, sondern weiterhin nur ein Moratorium, das bei einer geänderten Nachfragesituation auch wieder auf den Prüfstand kommen könne.