Der VfL Osnabrück hat im Abstiegskampf einen Dämpfer kassiert. Im Heimspiel gegen Hansa Rostock unterlagen die Lila-Weißen mit 0:1 – auch, weil sie offensiv über weite Strecken zu ideenlos blieben und keine Antwort auf den Rückstand kurz nach der Pause fanden.
Im Vergleich zum 1:1 in Saarbrücken veränderte VfL-Trainer Marco Antwerpen seine Startelf auf drei Positionen: Niklas Niehoff, Braydon Manu und Ismail Badjie rückten für Lion Semic, Niklas Kölle und Chance Simakala in die Anfangsformation. Antwerpen hatte sich vor dem Spiel „viel Tempo“ von seiner Mannschaft gewünscht – doch auf dem Platz war davon zunächst wenig zu sehen. Auch die Gäste aus Rostock starteten verhalten.
Erst nach 17 Minuten gelang dem VfL durch Manu der erste aussichtsreiche Abschluss. Hansa brauchte weitere zehn Minuten, ehe Sigurd Haugen erstmals für Gefahr sorgte. In der Schlussphase der ersten Halbzeit zogen beide Teams das Tempo leicht an: Bryang Kayo verpasste in der 44. Minute den möglichen Führungstreffer, Haugen scheiterte auf der Gegenseite kurz darauf. Zur Pause blieb es somit beim torlosen Remis.
Haugen trifft im dritten Versuch – Osnabrück bleibt ideenlos
Mit dem Wiederanpfiff wechselten beide Trainer jeweils einmal: Beim VfL kam Niklas Kölle für Badjie. Die Osnabrücker fanden besser in die zweite Hälfte – doch das Tor erzielte Hansa. Im dritten Anlauf setzte sich Haugen im Strafraum durch und traf aus halbrechter Position eiskalt zur Gästeführung (50.).
Der VfL zeigte sich bemüht, doch echte Torgefahr blieb Mangelware. Rostock hingegen hatte das 2:0 auf dem Fuß – Haugen traf erneut, stand jedoch im Abseits (62.). Die Partie wurde zur Schlussphase hin offener, ohne zwingende Abschlüsse auf beiden Seiten. Zwei Ballgewinne der Gäste tief in der Osnabrücker Hälfte (83., 86.) blieben ungenutzt, sodass es bis in die Nachspielzeit spannend blieb.
Wiemann vergibt letzte Chance – VfL in Abstiegsgefahr
In der fünfminütigen Nachspielzeit setzte sich der VfL nochmal offensiv fest, doch ein letzter Abschluss von Niklas Wiemann blieb zu harmlos.
Mit der 0:1-Niederlage verliert Osnabrück nicht nur wichtige Punkte, sondern auch an Sicherheit im Tabellenkeller. Der Vorsprung auf die Abstiegsränge beträgt nur noch zwei Zähler. Mit dem Auswärtsspiel in Dresden am kommenden Samstag und dem Heimspiel gegen Ingolstadt eine Woche später warten zudem zwei schwere Aufgaben auf die Lila-Weißen.