Aktuell 🎧Ob-Kandidatin Katharina Pötter legt zum globalen Klimastreik eigenes klimapolitisches...

Ob-Kandidatin Katharina Pötter legt zum globalen Klimastreik eigenes klimapolitisches Sofortprogramm vor

-

CDU-Kandidatin Katharina Pötter / Foto: CDU Osnabrück

Am Freitag (24. September) ist der Globale Klimastreik und auch in Osnabrück ist eine große Demo geplant. CDU-Oberbürgermeisterkandidatin Katharina Pötter nutzt den Anlass, um ein eigenes Klima-Sofortprogramm für Osnabrück zu präsentieren.

Die Osnabrücker Oberbürgermeisterkandidatin Katharina Pötter hat den Osnabrücker Teilnehmerinnen und Teilnehmern des globalen Klimastreiks am 24. September ihre Unterstützung zugesagt und ein eigenes klimapolitisches Sofortprogramm vorgelegt. „Vor dem menschgemachten Klimawandel und seinen Folgen, die schon heute auch in Osnabrück spürbar sind, kann niemand mehr die Augen verschließen“, sagt die 42-Jährige. Sie habe großen Respekt vor Gruppen wie „Fridays for Future“, deren Mitglieder mit viel persönlichem Engagement dafür einträten, dass die notwendige Bekämpfung der Erderwärmung wieder deutlich stärker in den Fokus genommen wird als in den ersten Monaten der Corona-Pandemie. „Gerade die junge Generation ist wirklich sehr beunruhigt“, beobachtet Katharina Pötter auch in ihrem eigenen Umfeld. „Viele Jugendliche sehen ihre persönliche Zukunft bedroht und fordern deshalb völlig zurecht vehement, dass etwas unternommen wird.“

Klimaschutz als wichtigstes Zukunftsthema

Klimaschutz sei das wichtigste Zukunftsthema unserer Epoche. Deshalb hat Katharina Pötter unter dem Titel „Klimaschutz konkret für Osnabrück“ ein Sofortprogramm erarbeitet. Diesem liegt die Überzeugung zugrunde, dass Umwelt- und Klimaschutz am besten gelingt, wenn sowohl bei der Wirtschaft als auch bei Privatpersonen vor allem auf Innovationen und Anreize gesetzt wird. Es gehe vor allem um mehr Tempo: „Alle Pläne liegen längst in den Schubladen der Stadtverwaltung“, so Katharina Pötter, „wir müssen jetzt vom Reden ins Machen kommen“. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Masterplanbeirats „100% Klimaschutz“ werde sie in den ersten Wochen nach ihrem Amtsantritt eine ehrliche Sachstandsanalyse durchführen und deutlichere Prioritäten setzen. „Wir dürfen uns nicht weiter mit zu vielen Einzelmaßnahmen verzetteln.“

Klimaneutrales Osnabrück

Im Einzelnen setzt Katharina Pötter in ihrem Sofortprogramm auf eine verantwortungsbewusste Stadtentwicklungspolitik, die den Schutz der Grünen Finger einbezieht, die energetische Sanierung möglichst vieler öffentlicher und privater Gebäude, die Förderung des Radverkehrs und den Umbau Osnabrücks zu einer klimaresilienten Stadt. Langfristig sei das Ziel, Osnabrück zu einer klimaneutralen Stadt zu machen. „Ich will nicht, dass junge Familien für bezahlbaren Wohnraum weiter in den Landkreis ziehen, um dann mit dem Auto in die Stadt zu fahren. Beim Klima sind die Stadtgrenzen egal, daher hilft es auch nicht, wenn durch Verbote und Verhinderung bauwillige Familien oder Unternehmen die wachsen, vertrieben werden“, so Katharina Pötter. „Wir schaffen uns durch Verbote in der Stadt ein gutes Gewissen und das Baugebiet entsteht dann auf der anderen Seite direkt an der Stadtgrenze – ohne Stadtbusanbindung (Beispiel Bissendorf)“, ergänzt Pötter. Daher müssen wir diese Themen als Region angehen: Die Stadt gemeinsam mit den Umlandgemeinden.

Gefährliches Extremwetter

„Wir müssen die Stadt fit machen für die Zukunft – auch für Extremwetterlagen. Hier geht es sowohl um die Sicherung der Wasserversorgung bei regenarmen Sommern wie 2018 und 2019 wie auch um Schutz bei Starkregenereignissen“, so Pötter. Wenn die bereits beschlossenen Untersuchungen für Gefährdungen durch Starkregen vorlägen, müsse der Rat intensiv über die Umsetzung und die Kosten diskutieren. Das Konzept der Schwammstadt müsse in der Stadtentwicklungspolitik auf Grundlage der Risikokarte konsequent umgesetzt werden. „Privatleute und Unternehmen, die in gefährdeten Zonen liegen, will ich durch ein passgenaues Beratungsangebot unterstützen, damit sie Eigentum effizient und nachhaltig selbst schützen können“, ergänzt Pötter. Aber nicht nur die Wasser-, sondern auch die Stromnetze werden sich weiterentwickeln: Dezentrale Energieerzeugung und Elektromobilität erforderten einen zeitnahen Umbau.

Alternativen statt Verbote

Bei allen für den Klimaschutz notwendigen Maßnahmen gehe es darum, schnell Erreichbares auch schnell umzusetzen und sich ambitionierte Ziele zu setzen, zugleich aber realistisch zu bleiben. Es gelte, möglichst alle Bürgerinnen und Bürger auf diesem Weg mitzunehmen. „Wir müssen zum Beispiel auch zur Kenntnis nehmen, dass Stand heute nicht jeder von jetzt auf gleich auf sein Auto verzichten, sich ein teures E-Auto kaufen oder seine Wohnung für viel Geld energetisch sanieren kann. Statt diesen Leuten von oben herab zu unterstellen, Umwelt- und Klimaschutz sei ihnen ja offensichtlich egal und man müsse ihnen nun eben mit Verboten kommen, muss man ihnen stattdessen zuhören und ihnen Hilfen und realistische Alternativen anbieten.“

Sachliche Debatte nötig

„Energieverschwendung ist schlecht“, ergänzt Pötter, „und zwar auch im übertragenen Sinn: Wenn wir umwelt- und klimapolitische Diskussionen mit ideologischen Scheuklappen führen und uns ständig nur gegenseitig unlautere Ziele unterstellen, verschwenden wir fürchterlich viel Energie, die wir besser dafür verwenden könnten, gemeinsam nach ambitionierten, aber auch realistischen Lösungen zu suchen.“ Gerade die Debatte um den Schutz der Grünen Finger in Osnabrück sei in den vergangenen Monaten leider viel zu häufig misstrauisch und empört und viel zu selten sachlich und zielorientiert geführt worden.

PM
Täglich erreichen uns dutzende Pressemitteilungen, von denen wir die auswählen, die wir für unsere Leser für relevant und interessant halten. Sofern möglich ergänzen wir die uns übermittelten Texte. Sofern nötig kürzen wir allzu werberische Aussagen, um unsere Neutralität zu wahren. Für Pressemitteilungen der Polizei gilt: diese werden bei Fahndungsaufrufen oder Täterbeschreibungen grundsätzlich nicht gekürzt.

aktuell in Osnabrück

Nach Tankstellenraub in Osnabrück – Polizei nimmt minderjährige Täter fest

Festnahme (Symbolbild) Zwei Minderjährige raubten eine Tankstelle in der Lengericher Landstraße aus. Inzwischen konnte die Polizei die Täter festnehmen.  Am Mittwochabend...

„Dear Osnabrück”: Was bedeutet es für verschiedene Menschen in Osnabrück zu leben?

Museumsquartier in Osnabrück Auf künstlerische Weise hat das Projekt „Dear Osnabrück“ des Wander Kammer Museums Geschichten um das Ankommen und...




CDU-Kreisverbände formieren sich gegen Vorsitz-Mitgliederbefragung

Foto: Wahlurne auf CDU-Parteitag, über dts Berlin (dts) - Vor der Kreisvorsitzendenkonferenz der CDU am Samstag haben sich 13...

NRW-Wirtschaftsminister: Digitales Bürgeramt bis Ende 2022

Foto: Computer-Nutzerin, über dts Düsseldorf (dts) - Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) will ein höheres Tempo bei der Digitalisierung...

 

Diese Artikel gefallen Ihnen sicher auch ...Lesenswert!
Empfohlen von der Redaktion

Hasepost Zeitung für Osnabrück

Kostenfrei
Ansehen