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Niels Stensen Bildungszentrum und Hochschule Osnabrück kooperieren erstmals in der Fachweiterbildung

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Die „Weiterbildung zur Fachkraft für Leitungsaufgaben in der Pflege“, findet künftig sowohl im Niels Stensen Bildungszentrum als auch an der Hochschule Osnabrück statt. Beide Einrichtungen schlossen jetzt einen Kooperationsvertrag und entsprechen damit dem zunehmenden Akademisierungsbedarf im Gesundheitswesen.

„Wir erproben hier die Verzahnung von hochschulischer und beruflicher Bildung. Insgesamt werden drei Hochschulmodule in die Fachweiterbildung des Niels Stensen Bildungszentrums integriert. Das erste Modul „Patientensicherheit: Kooperation und Kommunikation“, läuft derzeit, erläutert Pflegewissenschaftler Prof. Dr. Benjamin Kühme. Die Zustimmung der Pflegekammer Niedersachsen zur Anerkennung der Weiterbildung liegt bereits vor.

Stärkung der Berufsrolle

Auch Maria Thobe, Fachbereichsleitung in der Fachweiterbildung „Leitungsaufgaben in der Pflege“, begrüßt die Integration der Hochschulmodule. „Für die ersten 24 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist das eine sehr gute Möglichkeit hochschulische Bildung und -sozialisation zu erfahren. In den Pflegeberufen werden vermehrt akademische Abschlüsse erworben. Das bedeutet, es wird künftig einen verstärkten Qualifikationsmix der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflegepraxis geben, der besondere Anforderungen an die Führung stellt. Damit wir Prozesse optimieren und Organisationsstrukturen verändern können, brauchen wir zudem den wissenschaftlichen Diskurs mit entsprechend ausgebildetem Personal.“


„Durch den erweiterten Kompetenzerwerb wird die Attraktivität unserer Weiterbildung gesteigert,“ ergänzt Martin Pope, Leiter des Niels Stensen Bildungszentrums. Die Zusammenarbeit und der Austausch mit den Kollegen und Kolleginnen der Hochschule ist dabei in jeder Weise bereichernd und zukunftsorientiert. Gleichzeitig bleibt der Charakter einer berufsständigen Weiterbildung durch die gelungene Ergänzung gewahrt.“

Aufwertung der Fachweiterbildung

Teilnehmer Christian Trentmann, Fachkraft für Intensiv- und Anästhesiepflege und bereits seit drei Jahren in leitender Funktion tätig, beurteilt die Kooperation so: „Auf dem Weg der Professionalisierung und der damit verbundenen Akademisierung der Pflege halte ich die Integration von Hochschulmodulen in die Fachweiterbildung für sehr gut. Der Einbezug wissenschaftlicher Aspekte und wissenschaftlichen Arbeitens in die Weiterbildung wertet diese ohnehin schon sehr gute Fachweiterbildung nochmals auf.“

Ganz ähnlich äußert sich Kühme zu den Vorteilen der Kooperation: „Als Hochschullehrer mit langjähriger Erfahrung in Pflegepraxis und Pflegebildung, bin ich sicher, dass die Pflegepraxis vom gemeinsamen Bildungsprojekt profitieren wird. Klassische Fachweiterbildungen in der Pflege stellten lange Zeit eine „Sackgasse“ dar, da es keine Anschlüsse in den hochschulischen Bildungssektor gab“.

Die klassische berufliche Weiterbildung wird durchlässiger

Das gemeinsame Angebot ziele nun darauf ab, die Stärken der klassischen Fachweiterbildungen in der Pflege, unter anderen die Berufständigkeit und die Praxisnähe, aufzunehmen und mit modularisierter Hochschulbildung zu verschränken. „Das Projekt fördert also die Durchlässigkeit der klassischen beruflichen Weiterbildung in das hochschulische Bildungsprogramm, das heißt, die Hochschulmodule können grundsätzlich auf Pflegestudiengänge der Hochschule Osnabrück angerechnet werden.“
„Mit der Kooperation wird die Pflege weiter professionalisiert“, meint auch Susanne Trippe. Die Gesundheits- und Krankenpflegerin leitet die Tagespflege in Melle Riemsloh und ist Teilnehmerin des Pilotprojekts. „Ich halte es für wichtig, das Ansehen der Pflege in der Bevölkerung zu steigern, hoffentlich können sich dann auch mehr Abiturientinnen und Abiturienten für den Pflegeberuf begeistern“.

Förderung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung

Die Kooperation ist ein Resultat des Forschungsverbundprojekts „Kompetenzentwicklung von Gesundheitsfachpersonal im Kontext des Lebenslangen Lernens (KeGL)“. Ziel ist die Entwicklung berufsbegleitender wissenschaftlicher Zertifizierungsprogramme in der Gesundheitswirtschaft in Verbindung mit einer verstärkten Würdigung gesamtheitlicher persönlicher Kompetenzprofile.
Das Verbundprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Vorhabens „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ gefördert. Die Hochschule Osnabrück ist für das Teilvorhaben „Wissenschaftliche Weiterbildung für Gesundheitsfachberufe zur Optimierung einer patientenzentrierten Versorgung“ verantwortlich.

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