Bremer BrückeNeuer Trainer an der Bremer Brücke: Daniel Scherning

Neuer Trainer an der Bremer Brücke: Daniel Scherning

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Nach einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz des VfL Osnabrück berichtet Hermann Schmidt, Hasepost-Fußballreporter, über die Berufung des neuen Trainers Daniel Scherning.

Lange gefackelt haben die Verantwortlichen an der Bremer Brücke diesmal nicht. In Fan-Kreisen wurden zuvor alle denkbaren Konstellationen diskutiert, und immer wieder tauchten Namen auf, die Anlass für die Hoffnung auf einen sofortigen Wiederaufstieg der Lila-Weißen gaben.

Neuer Anfang

Nun sind alle Spekulationen Schall und Rauch: Der neue Trainer heißt Daniel Scherning, und er ist – wie seine beiden Vorgänger – kein Mann, der in die Annalen des großen des deutschen Fußballgeschehens der letzten Jahre eingegangen wäre. Das Motto lautet: Alles auf Anfang. Und einher geht damit, dass jedem Anfang ein neuer Zauber innewohnt. Für Daniel Scherning kommt es darauf an, einen leistungsfähigen Kader zusammenzustellen, Begeisterung zu wecken, Zusammenhalt zu fördern und neue, kreative Spielideen zu entwickeln.

Gebürtiger Paderborner in Osnabrück

Der siebenunddreißigjährige Fußballlehrer und gebürtige Paderborner hat als aktiver Fußballer für den SC Paderborn, den SC Pfullendorf (Südbaden), den SC Verl, Arminia Bielefeld II und Schalke 04 II im Sturm gespielt. Nach einer Tätigkeit als Scout bei Arminia Bielefeld wurde er dort zum Co-Trainer und später Trainer der zweiten Mannschaft und der U 19 der Arminen bestellt, bevor er als Co-Trainer von Steffen Baumgart zum SC Paderborn wechselte. In der heutigen Pressemeldung teilt der VfL Osnabrück dazu mit: „Aus dieser Zeit hat Scherning tiefgehende Erfahrungen in der 3.Liga, der 2. Bundesliga sowie der 1.Bundesliga gesammelt und hat den Paderborner Fußball gemeinsam im Trainerteam mitentwickelt.“ Daniel Scherning selbst fügt hinzu: „Der VfL ist ein Leuchtturm der Region mit einem begeisterungsfähigen Umfeld. Wie viele andere auch, habe ich zuletzt den Auftritt im Relegations-Rückspiel verfolgt und war vom Publikum und von der Spielart begeistert. Darauf möchte ich gemeinsam mit der Mannschaft aufsetzen und die Fans mit genau dieser intensiven Spielweise begeistern und natürlich erfolgreich sein.“

Der „richtige Mann“

Es liegt auf der Hand, dass der neue Cheftrainer an der Bremer Brücke entscheidenden Einfluss auf die Kaderplanung für die kommende Drittliga-Saison nehmen wird. Seine umfassenden Erfahrungen aus den Unterhäusern des deutschen Profifußballs werden ihm dabei von Nutzen sein. Daniel Scherning ist ein junger Trainer, der das zukünftige Umfeld, in dem sich der VfL Osnabrück in der bevorstehenden Saison auseinandersetzen muss, gut kennen wird. VfL Geschäftsführer Dr. Michael Welling bescheinigt dem neuen VfL-Coach, dass er aufgrund seiner emotionalen Art und seiner Vorliebe für aggressiven Offensivfußball, der „richtige Mann“ für die Lila-Weißen ist. Daniel Schernings Name habe bereits „seit längerer Zeit im Fokus der VfL-Überlegungen“ gestanden. Gemeinsam mit Daniel Scherning wechselt Danilo Fernando Evangelista de Souza als dessen Co-Trainer vom SC Paderborn zum VfL Osnabrück. Das Training für die neue Saison beginnt am 21. Juni.

Scherling setzt auf Fans

In der Pressekonferenz selbst äußerte sich Neutrainer Daniel Scherning zurückhaltend. Aufgrund der gegenwärtig weitgehend offenen Kaderplanung war eine Stellungnahme zu den aktuellen Zielen des VfL Osnabrück nicht möglich, obgleich das prinzipiell für die Fans ja nur der sofortige Wiederaufstieg sein dürfte. Es komme darauf an, so Scherning, dass Mut und Wille gefördert würden, um die bevorstehenden Spiele zu gewinnen, so wie das im letzten Relegationsspiel des VfL gegen Ingolstadt sichtbar geworden sei. Dabei setze er auch auf die Begeisterungsfähigkeit der Fans und die Stimmung, die an der Bremer Brücke herrsche. Dr. Michael Welling teilte mit, dass die Gespräche mit Daniel Schering kurzfristig erfolgten. Er gab der Hoffnung Ausdruck, dass der VfL in der neuen Formation zu den altbekannten Werten und Erfolgen des Vereins zurückfinde.

Foto: Daniel Scherning / Jana Lange.

Hermann Schmidt
Hermann Schmidt beobachtet den Fußball an der Hase von der Elbe aus. In Hamburg war der gebürtige Hesse lange Zeit als Verlagsmanager tätig. Zwanzig Jahre lang hat er selbst gespielt, in der Jugend als Stürmer und danach als Vorstopper in seiner Heimat und beim BFC Südring (Berlin). Schmidt ist Autor zahlreicher Fußballbücher und Biografien. Die Buchveröffentlichungen „Legenden des FC St. Pauli“ und „Männer trinken kein Fanta“ sind im Jahr 2020 erschienen. Zu seinen Lieblingsclubs gehören neben dem VfL auch Holstein Kiel, der FC St. Pauli und der 1.FC Köln.

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