Start Aktuell Neue Schwer- und Leichtgewichte im Zoo Osnabrück

Neue Schwer- und Leichtgewichte im Zoo Osnabrück

-



Seit vergangenem Montagmorgen leben zwei neue Bisons in der nordamerikanischen Tierwelt „Manitoba“ des Zoo Osnabrück. Die „Vorhut“ bildeten zwei Schleiereulen und ein Waldkauz, die bereits vor wenigen Wochen neu in die begehbare Voliere der 2018 eröffneten Tierwelt zogen. Passend zum kanadischen „Manitoba“ findet am kommenden Samstag und Sonntag das „Indian Summer“-Wochenende mit verschiedenen Mitmachaktionen und Bands im Zoo statt.

„Der Weg zu uns war kurz für die beiden neuen Waldbisons: Sie kommen nämlich aus dem Tierpark Nordhorn“, berichtet Tobias Klumpe, wissenschaftlicher Kurator im Zoo Osnabrück. Die Bisonkuh und ihr drei Monate altes Jungtier zogen Montagmorgen an den Schölerberg. Nach der rund einstündigen Fahrt ließen die Osnabrücker Tierpfleger beide Tiere zunächst in das sogenannte Vorgehege. „Sie sollten ihre drei Artgenossen in unserer nordamerikanischen Tierwelt ‚Manitoba‘ erst einmal geschützt über ein Kontaktgitter kennenlernen. Das erste Kennenlernen verlief sehr friedlich und entspannt“, freut sich der Biologe. Am Dienstag durften die dreijährige Gwenda und ihre Tochter Jamalia die gesamte Anlange, die rund 3.900 Quadratmeter umfasst, kennenlernen. „Die Osnabrücker Artgenossen, besonders Bulle Winnetou, haben die beiden gut aufgenommen. Das Kennenlernen verlief perfekt, ganz entspannt und ruhig. Wir haben jetzt eine tolle Bisongruppe“, so Klumpe.
Winnetou begleitete die beiden Neulinge beim ersten Rundgang über die Anlage und nur wenige Minuten später stand die gesamte Gruppe friedlich zusammen. Die in der Wildbahn als „potenziell gefährdet“ geltenden Nationaltiere der USA erreichen eine Schulterhöhe von bis zu knapp 190 Zentimetern und ein Gewicht von bis zu einer Tonne. Zoobesucher können die größten Säugetiere Nordamerikas zumeist beim Fressen beobachten, denn die Bisongruppe vertilgt mehrere Schubkarren Heu pro Tag. Gwenda und Jamalia leben jetzt mit Männchen Winnetou (3 Jahre), Weibchen Eliza (5 Jahre) und deren Nachwuchs Akai (5 Monate) in der 2018 eröffneten nordamerikanischen Tierwelt „Manitoba“.

Gefiederte Verstärkung in begehbarer Voliere


Nur wenige Meter weiter können Zoobesucher weitere neue Zoobewohnern kennenlernen: In der begehbaren Voliere leben nun weitere zwei Schleiereulen, die aus Belgien an den Schölerberg zogen. „Die beiden vierjährigen Schleiereulen verstärken den bereits in der Voliere lebenden Artgenossen“, berichtet Andreas Wulftange, wissenschaftlicher Kurator. Männchen und Weibchen sind, wie es typisch für diese Vogelart ist, kaum zu unterscheiden: Das Weibchen ist nur etwas größer und ein wenig dunkler gefärbt als das Männchen. Die Schleiereule zählt zu den am weitesten verbreiteten Vogelarten, war jedoch in den 1970er Jahren in ihren Beständen stark gefährdet. „Dank gezielter Schutz- und Hilfsmaßnahmen hat sich der Bestand wieder erholt und in Deutschland leben in der Wildbahn 11.000 bis 17.000 Paare – in ganz Europa sogar 110.000 bis 220.000“, berichtet Andreas Wulftange, wissenschaftlicher Kurator im Zoo Osnabrück. Nachwuchs sei bei den Schleiereulen im nächsten Sommer möglich, weiß der Biologe: „Schleiereulen brüten ab Ende Mai. Das Paar hat schon in der Vergangenheit gezüchtet, daher könnte es gut sein, dass sie nächstes Jahr Nachwuchs bekommen“. In der Wildbahn sind Schleiereulen Kulturfolger, die in der Nähe des Menschen leben und in Türmen oder Scheunen brüten. In ihrer Voliere in der nordamerikanischen Tierwelt „Manitoba“ haben die Tierpfleger dafür im hinteren Bereich Kästen für sie angebracht.

Sie behalten den Überblick: Die zwei neuen Schleiereulen im Zoo Osnabrück leben in der begehbaren Voliere in der Nordamerika-Tierwelt „Manitoba“. / Foto: Zoo Osnabrück

Eulen können meist im hinteren Bereich der Voliere  entdeckt werden

Besucher können die hell gefiederten Eulen meist im hinteren Bereich der Voliere entdecken, wo sie viel Zeit in den Bäumen verbringen. „Auch wenn Schleiereulen mit 300 bis 400 Gramm sehr leicht sind, fliegen sie meistens nur zur Jagd oder Flucht – lautlos gleiten sie dann durch die Luft“, erklärt Wulftange. Neben den Schleiereulen zog vor Kurzem ebenfalls ein männlicher Waldkauz in die Voliere. Mittlerweile leben dort die drei Schleiereulen, die beiden Waldkäuze sowie zwei Bartkäuze zusammen.

PM
Täglich erreichen uns dutzende Pressemitteilungen, von denen wir die auswählen, die wir für unsere Leser für relevant und interessant halten. Sofern möglich ergänzen wir die uns übermittelten Texte. Sofern nötig kürzen wir allzu werberische Aussagen, um unsere Neutralität zu wahren. Für Pressemitteilungen der Polizei gilt: diese werden bei Fahndungsaufrufen oder Täterbeschreibungen grundsätzlich nicht gekürzt.



 

Lesenswert

1. Bundesliga: Frankfurts Abraham für sieben Wochen gesperrt

Foto: David Ángel Abraham (Eintracht Frankfurt), über dts Frankfurt/Main (dts) - Nach seiner Attacke gegen den Cheftrainer des Fußball-Bundesligisten SC Freiburg, Christian Streich, ist...

Lehrerverband hält Beschluss zur Ganztagsbetreuung für „Mogelpackung“

Foto: Kinder spielen auf einem Schulhof, über dts Berlin (dts) - Der Deutsche Lehrerverband hält den Kabinettsbeschluss für eine Ganztagsbetreuung an Grundschulen ab 2025...

Klein kritisiert EuGH-Urteil zur Kennzeichnung israelischer Waren

Foto: Europäischer Gerichtshof, über dts Berlin (dts) - Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat die Entscheidung zur Kennzeichnung von Produkten aus von Israel...


Contact to Listing Owner

Captcha Code