Bald ist es wieder soweit: Die Karneval Session 2018/2019 startet am 11.11.2018 pünktlich um 11:11 Uhr mit dem Pumpernickel-Frühstück im Rathaus. Hier findet auch die Proklamation des neuen Stadtprinzen Michael II. Milinski durch Oberbürgermeister Wolfgang Griesert statt.

Wieder kein Prinzenpaar

„In diesem Jahr haben wir nur einen Stadtprinzen. Im letzten Jahr hatten wir nur eine Stadtprinzessin. Vielleicht klappt es im nächsten Jahr ja auch wieder mal mit einem Prinzenpaar“, so René Herring, Präsident des BOK (Bürgerausschuss Osnabrücker Karneval e.V.), hoffnungsvoll. Der Stadtprinz heißt in diesem Jahr Michael II. Milinski und stammt vom 1. Dodesheider Karnevalsclub (DKC). Der DKC hat die Farben rot und weiß, da er 2010 in Köln gegründet wurde. Allerdings wurde der DKC erst 2012 so richtig in Osnabrück tätig und ist damit der neuste und  jüngste Karnevalsverein in Osnabrück. Der Prinz ist das Oberhaupt der Narren. Das findet sich auch im diesjährigen Motto „Lasst uns Narren doch regieren, dann wird alles funktionieren“ wieder. „Wir haben das Motto bewusst ein wenig politisch gewählt. Denn in Osnabrück ist ja auch ein bisschen was los“, erklärt Michael II. Milinski. Begleitet wird der Prinz von seinen beiden Adjutanten Thomas Wolf und Yuk Punnuruk. Das Kinderstattprinzenpaar bilden in diesem Jahr Vanessa Dubs aus Belm und Justin Wevelhoff aus Osterkappeln/Venne.

Kinderprinzenpaar: Prinz Justin I. und Prinzessin I. Vanessa. Foto: BOK.

Pin-Verkauf geht an die Osnabrücker Jugendfeuerwehr

Der Prinz war lange Zeit Stadtjugendfeuerwehrwart. Deshalb soll der Erlös aus dem Pin-Verkauf der Session auch an die Osnabrücker Jugendfeuerwehr gehen. „Jeder der einen Pin kauft, tut damit auch etwas für seine eigene Sicherheit“, begründet Michael II. die Wahl seines Erlöses. Unter der Stadtprinzessin Gaby I. (Session 2017/2018) sind 3.760 Euro an Spes Viva e.V. gegangen.

Die Route in diesem Jahr wohl ein wenig kürzer

Der Straßenkarneval beginnt in Osnabrück mit der Weiberfastnacht (28. Februar). Hier wird der Open-Air-Karnevalmarkt mit vielen verschiedenen Buden auf dem Marktplatz eröffnet. Anschließend wird der Prinz durch die Kneipen der Altstadt ziehen.

Die Baustellensituation in der Johannisstraße macht den Karnevalisten wohl einen Strich durch die übliche Route am Ossensamstag (2. März). „Vermutlich wird die Baustelle in der Johannisstraße bis zum Umzug noch nicht fertig sein, sodass wir uns um eine neue Route bemühen müssen“, heißt es von Herring. Diese neue Route ist noch nicht vollständig genehmigt, doch allen Anschein nach wird sie wie folgt aussehen: Start wird am Kollegienwall, Höhe der Heinrich-Heine-Straße am Alando sein. Von da aus wird es in die Schlagvorderstraße, durch die Möserstraße über den Neumarkt bis zur Kleinen Domsfreiheit gehen. Der Prinzenwagen wird auf Höhe der Neuen Mühle stehen. „Damit wird die Route wohl etwas kürzer als sonst. Trotzdem werden genauso viele Besucher die Möglichkeit haben, bei dem Umzug dabei zu sein“, so Herring weiter. „Das Ziel wird wie immer der Marktplatz sein, an dem die traditionelle Schlüsselübergabe stattfinden wird.“ Beim Umzug werden wieder 70 bis 80 Teilnehmer erwartet, die zu Fuß oder auf den Wagen die Menge bespaßen. „So ein Umzug muss auch finanziert werden. Deshalb suchen wir noch händeringend nach Sponsoren“, gibt Herring zu verstehen (weitere Informationen gibt es hier).

Stadtprinz Michael II Milinski mit Adjutanten Thomas Wolf und Yuk Punnuruk.

„Steh auf und tanz!“

„Stonn op un danz“ von Querbeat ist ein Klassiker unter den Kölner Karnevalsliedern. Frank Acker von Frank und seine Freunde hat das Ganze jetzt auf Hochdeutsch übersetzt und damit das Motto des Ossensamstags kreiert. „Eigentlich bin ich ja eher für Kindermusik bekannt, doch mit „Steh auf und tanz!“ wollte ich einen Song für alle schaffen. Da kann jeder mitsingen und mittanzen“, begründet Acker den neuen Song. „Wir wollen den Song allen Veranstaltern und Wirten kostenlos zur Verfügung stellen. Da reicht uns einfach eine E-Mail.“