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Neue Brücke für die A1 – zukünftig sechsspurige Hansalinie von und nach Bremen

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Die Autobahn Westfalen hat an diesem Wochenende schweres Gerät im Einsatz, um eine 60 Meter lange Behelfsbrücke über die A1 bei Neuenkirchen-Vörden innerhalb von knapp 24 Stunden einzuheben.

Die Behelfsbrücke besteht aus sechs Stahlfertigteilen mit einem Gewicht von ca. 37 Tonnen pro Stück, die von einem großen Teleskopkran nacheinander eingehoben und miteinander verschraubt werden. Für einen Teil der Arbeiten wurde die A1 in der Nacht von Samstag (24.9.) auf Sonntag (25.9.) voll gesperrt.

Errichtet wird die Behelfsbrücke 15 bis 20 Meter neben der Brücke, die die L76 über die A1 führt. Diese wird im Zuge des aktuellen Ausbaus der A1 zwischen Lohne/Dinklage und Bramsche neu gebaut. Doch bevor es soweit ist, muss die alte Brücke abgerissen werden, damit an gleicher Stelle ein neues Bauwerk entstehen kann. Und weil der Verkehr auf der L76 auch während dieser Bauzeit weiter über die Autobahn fließen soll, investiert die Autobahn Westfalen rund 400.000 Euro in eine Ersatzbrücke.

Vollsperrung der Autobahn so kurz wie möglich

Im ersten Schritt werden drei Fertigteile, die die A1 Richtung Dortmund überspannen, am heutigen Samstag zwischen 9 und 18 Uhr aufgelegt. Die Fertigteile sind reine Stahlkonstruktionen und bestehen aus Längs- und Querträgern, einem integrierten Fahrzeugrückhaltesystem und einem rutschhemmendem Fahrbahnbelag.
„Da in diesem Abschnitt schon seit einigen Wochen Bauaktivitäten laufen und der gesamte Verkehr bereits auf der Richtungsfahrbahn Bremen geführt wird, können diese Arbeiten ohne weitere Sperrungen ausgeführt werden“, sagt Philip Overbeck, Projektleiter und Geschäftsbereichsleiter Bau bei der Autobahn Westfalen in der Außenstelle Osnabrück.

Das erste Stahlfertigteil liegt auf dem temporären Widerlager und dem temporären Mittelpfosten auf.
Das erste Stahlfertigteil liegt auf dem temporären Widerlager und dem temporären Mittelpfosten auf. © Autobahn Westfalen/Christine Sabisch

Im zweiten Schritt wurden unter Vollsperrung von Samstagabend ab 20 Uhr bis Sonntag Früh (25.9.) um 8 Uhr drei weitere Fertigteile über die Fahrbahn Richtung Bremen aufgelegt.
Neben dem Teleskopkran mit einer Traglast von 500 Tonnen sind Transport-Lkws bis zu einer Länge von 37 Metern, Teleskopstapler und eine Hubbühne im Einsatz. Eine Nachtbeleuchtung ermöglicht das Arbeiten rund um die Uhr. Gearbeitet wird in drei Schichten rund um die Uhr.

Behelfsbrücke in vier Wochen einsatzbereit

Nach dem Einhub der Behelfsbrücke müssen in den nächsten Wochen noch die Endmontage der Widerlager vorgenommen sowie der Unter- und Oberbau der Zubringer zur Brücke fertiggestellt werden. Zum Schluss werden Schutzplanken und die Markierung angebracht. „Die ersten Fahrzeuge werden in rund vier Wochen über die Behelfsbrücke rollen“, so Overbeck.
Die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf der Behelfsbrücke wird 60 km/h betragen. Erst wenn die Ersatzbrücke für den Verkehr freigegeben worden ist, wird die alte Brücke abgebrochen. Der Abbruch wird voraussichtlich in vier Wochen zwischen Freitag (21.10.) und Sonntag (23.10.) stattfinden. Über die Zeiten für die weiteren Vollsperrungen wird die Autobahn Westfalen rechtzeitig informieren.

Die ersten drei Stahlfertigteile für die Behelfsbrücke über die A1 stehen für den Einsatz bereit. Auf der Richtungsfahrbahn Bremen fließt weiterhin der gesamte Verkehr auf vier Spuren in zwei Richtungen.
Die ersten drei Stahlfertigteile für die Behelfsbrücke über die A1 stehen für den Einsatz bereit. Auf der Richtungsfahrbahn Bremen fließt weiterhin der gesamte Verkehr auf vier Spuren in zwei Richtungen. © Autobahn Westfalen/Christine Sabisch

Gleicher Ablauf zeitversetzt bei Holdorf

Einen ähnlichen Ablauf gibt es am letzten Oktoberwochenende bei Holdorf. Eine Behelfsbrücke wird eingebaut, um die B214 an der Anschlussstelle Holdorf über die A1 zu führen. Vier Wochen danach wird ebenfalls das Bestandsbauwerk abgebrochen, um eine neue Brücke zu errichten. Die Bauzeit für beide neuen Brücken beträgt jeweils etwa ein Jahr.

Fotos: © Autobahn Westfalen/Christine Sabisch



PM
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