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Naturkatastrophen 2025: Hohe Schäden trotz rückläufiger Gesamtsumme

Die weltweiten Schäden durch Naturkatastrophen sind im Jahr 2025 trotz eines Rückgangs gegenüber dem Vorjahr erneut sehr hoch ausgefallen. Insgesamt wurden Werte von etwa 224 Milliarden US-Dollar zerstört, wie Münchener Rück am Dienstag mitteilte. Trotz geringerer Gesamtschäden reiht sich 2025 damit in die Jahre mit versicherten Schäden jenseits der 100-Milliarden-Dollar-Grenze ein. Besonders ins Gewicht fielen Hochwasser, Schwergewitter und Waldbrände, die deutlich über den langjährigen Vergleichswerten lagen.

Hohe Gesamtschäden, deutlicher Anstieg der Opferzahlen

Nach Angaben von Münchener Rück beliefen sich die weltweiten Naturkatastrophenschäden im Jahr 2025 auf rund 224 Milliarden US-Dollar. Davon wurden etwa 108 Milliarden US-Dollar von Versicherern getragen. Damit blieb 2025 unter den Vorjahreswerten, als inflationsbereinigte Gesamtschäden von 368 Milliarden US-Dollar und versicherte Schäden von 147 Milliarden US-Dollar registriert worden waren. Von den Gesamtschäden entfielen 92 Prozent auf Wetterkatastrophen, bei den versicherten Schäden lag der Anteil bei 97 Prozent.

Etwa 17.200 Menschen kamen bei Naturkatastrophen weltweit ums Leben und damit deutlich mehr als im Vorjahr mit rund 11.000 Todesopfern. Die Zahl der Todesopfer lag jedoch unter dem Durchschnitt der vergangenen zehn und 30 Jahre, der mit rund 17.800 beziehungsweise 41.900 angegeben wurde.

„Non-Peak Perils“ als prägender Trend

Hochwasser, Schwergewitter und Waldbrände setzten nach der Analyse ein Alarmzeichen. Diese als „Non-Peak Perils“ bezeichneten Ereignisse prägen zunehmend den langfristigen Trend und verursachten Gesamtschäden von 166 Milliarden US-Dollar, wovon etwa 98 Milliarden US-Dollar versichert waren. Die Zerstörungen übertrafen die inflationsbereinigten Durchschnittswerte der vergangenen zehn und 30 Jahre deutlich: Die Gesamtschäden lagen dort bei 136 beziehungsweise 90 Milliarden US-Dollar, die versicherten Schäden bei 60 beziehungsweise 33 Milliarden US-Dollar. Bei dieser Art von Naturkatastrophen ist sich die Wissenschaft weitestgehend einig, dass sie in vielen Teilen der Welt schwerer und häufiger werden.

Laut Münchener Rück wurde angesichts dieser extremen Schäden deutlich, dass die Welt nur durch Zufall an noch größeren Verlusten vorbeigeschrammt ist. Insbesondere das Ausbleiben von Hurrikan-Treffern auf das US-Festland trotz schwerer Stürme habe dazu beigetragen. So blieben die Gesamtschäden durch Naturkatastrophen weltweit unter den inflationsbereinigten Durchschnittswerten der vergangenen zehn Jahre von 266 Milliarden US-Dollar. Die versicherten Schäden entsprachen in etwa dem inflationsbereinigten Zehn-Jahres-Durchschnitt von 107 Milliarden US-Dollar. Die preisbereinigten Durchschnitte der vergangenen 30 Jahre wurden 2025 sowohl bei den Gesamtschäden als auch bei den versicherten Schäden deutlich übertroffen.

Teuerste Katastrophen und Einfluss des Klimawandels

Der Anteil der unversicherten Schäden lag mit rund 50 Prozent der Gesamtschäden unter dem Schnitt der vergangenen zehn Jahre von rund 60 Prozent. Dies führt Münchener Rück auf den hohen versicherten Anteil bei den Waldbränden nahe Los Angeles zurück. Ohne diese wäre die Versicherungslücke unverändert zum Zehn-Jahres-Durchschnitt geblieben.

Die bei weitem kostspieligste Naturkatastrophe des Jahres waren die Waldbrände im Großraum Los Angeles im Januar. Der Gesamtschaden betrug etwa 53 Milliarden US-Dollar, davon waren rund 40 Milliarden US-Dollar versichert. Es handelte sich um die bislang teuerste Waldbrand-Katastrophe aller Zeiten. 30 Menschen kamen dabei ums Leben.

Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,7 in Myanmar war gemessen an den Gesamtschäden die zweitteuerste Katastrophe des Jahres. Vor allem war es eine humanitäre Tragödie, denn rund 4.500 Menschen kamen ums Leben. Der Gesamtschaden belief sich auf etwa zwölf Milliarden US-Dollar, nur ein kleiner Teil davon war versichert. Durch das Beben kam es sogar zu Schäden in der thailändischen Hauptstadt Bangkok, rund 1.000 Kilometer vom Epizentrum entfernt. Ursache war der tiefe weiche Schwemmlandboden unter Bangkok, in dem sich Bodenbewegungen verstärken.

Auffällig am Naturkatastrophenjahr 2025 ist nach der Darstellung von Münchener Rück, dass es viele extreme Ereignisse mit relativ sicherem Einfluss des Klimawandels gab. Genannt werden dabei die Waldbrände bei Los Angeles, der hohe Anteil besonders starker Hurrikane im Nordatlantik und viele Hochwasserkatastrophen.

Tobias Grimm, Chefklimatologe von Munich Re, sagte: „In einer Welt im Fieber sind extreme Wetterkatastrophen wahrscheinlicher. 2025 war wieder eines der wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen“. (Quelle: Münchener Rück)

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .


 
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