Osnabrück Nach Umweltkatastrophe in der Hase: Grüne kritisieren erneut den...

Nach Umweltkatastrophe in der Hase: Grüne kritisieren erneut den Brandschutz im Osnabrücker Industriegebiet Fledder

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Die Osnabrücker Ratsfraktion der Grünen äußert sich erneut zum Thema Löschwasser in der Hase. Sie kritisieren unter anderem die Defizite der Brandschutzinfrastruktur im Industriegebiet Fledder.

Auch eine Woche nach dem Großbrand im Osnabrücker Industriegebiet Fledder zeigt sich die Grüne Ratsfraktion entsetzt über die schweren Folgen für die Hase. „Das ist die größte Umweltkatastrophe, die wir in Osnabrück seit vielen Jahren erlebt haben. Der Fluss ist über mehrere Kilometer quasi tot, trotz aller Rettungsversuche der Katastrophenschützer. Wir wollen, dass die Ursachen vollständig geklärt werden“, erklären der Fraktionsvorsitzende Volker Bajus und Thomas Klein, Mitglied im Feuerwehrausschuss.

Defizite in der Brandschutzinfrastruktur

Sprecher der Feuerwehr und der Stadtverwaltung hatten erklärt, dass Löschwasser in ein Klärbecken in der Ackerstraße geflossen ist. Dort sorgt ein mehrstufig angelegtes Rückhaltebecken dafür, dass im Normalfall, zum Beispiel bei starkem Regen, das Wasser aus der Kanalisation, bevor es in die Hase fließt, bereits grob gereinigt wird. Da nun aber mit Chemikalien versetztes Löschwasser im Anmarsch war, wurde der Abfluss in die Hase gesperrt. Dennoch konnte ein Teil des Löschwassers seinen Weg über einen Bypass in die Hase finden. „Wir haben keinen Zweifel daran, dass Umweltverwaltung und Feuerwehr in der akuten Notsituation alles getan haben, um größeren Schaden abzuwenden. Dafür sind wir ihnen sehr dankbar. Aber offensichtlich gibt es Defizite, unter anderem bei der Brandschutzinfrastruktur im Industriegebiet Fledder. Angesichts der schlimmen Folgen, darf das nicht sein“, stellt Volker Bajus fest.

Grüne nicht zufrieden mit Brandschutzvorkehrungen

Bereits in der vergangenen Woche stellte die Stadtverwaltung in einer Pressekonferenz klar, wie es zu der Umweltkatastrophe kommen konnte. Für die Osnabrücker Grünen reicht diese Erklärung aber scheinbar nicht aus: „Noch weniger können wir nachvollziehen, warum es auf dem Gelände der Chemie-Fabrik keine wirksame Löschwasser Rückhaltung gibt“, so Thomas Klein. Er fragt weiterhin, warum es im größten Industriegebiet von Osnabrück keine Becken zur Löschwasser-Rückhaltung gibt. „Wo mit gefährlichen, giftigen Stoffen hantiert wird, muss das eigentlich zur Standardvorsorge gehören.“

Neuer Punkt auf der Tagesordnung des Feuerwehr- und Umweltausschuss

Neben dem Chemie-Betrieb selber sind für Sicherheits- und Brandschutzfragen die Gewerbeaufsicht des Landes, die Brandschutzbehörde und auch die Stadt zuständig. Hier muss, laut den Grünen, auch konzeptionell am Thema Brandschutz in Gewerbe- und Industriegebieten gearbeitet werden. Die Grünen haben das Thema daher auf die Tagesordnung im Feuerwehr- und auch im Umweltausschuss gesetzt.

Projekt „Lebendige Hase“ stärken

Die Grünen wollen zudem umweltpolitisch zielgerichtet reagieren. Seit gut 20 Jahren läuft das Projekt „Lebendige Hase“ mit Unterstützung der Bevölkerung, insbesondere der Schulen und mit vielen Erfolgen für den Naturschutz. „Wir müssen in den anstehenden Haushaltsberatungen auch diskutieren, wie wir das Projekt stärken können, um das Leben in die Hase zurückzubringen“, so die Grünen abschließend.

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